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Ex-Dschungelkönigin will jetzt Bürgermeisterin werden - „Habe ich dem Dschungel zu verdanken“

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Von: Julia Schöneseiffen, Julia Hanigk

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Maren Gilzer-Kuhlmann steht bei einem Wahlkampfauftritt vor ihrem Info-Mobil.
Maren Gilzer-Kuhlmann, die frühere „Buchstabenfee“ und Dschungelkönigin, will Bürgermeisterin werden. © Bernd Settnik/picture alliance

Vom TV-Bildschirm in die Politik: Die ehemalige Glücksrad-Fee und Gewinnerin des Dschungelcamps Maren Gilzer strebt das Amt der Bürgermeisterin von Oberkrämer an.

Update 18. Januar 2022, 10.33 Uhr: Die ehemalige Dschungelkönigin Maren Gilzer (2015) will als Mitglied der FDP Bürgermeisterin werden. Am 23. Januar tritt sie als Kandidatin bei der Wahl in Oberkrämer an. Dabei handelt es sich um eine 12.000-Einwohner-Gemeinde in Brandenburg.

Im Interview mit der Welt erklärte die 61-Jährige nun, wie es dazu kam: „Ich wohne in Hennigsdorf, einem Nachbarort. Eines Tages kam der Kreisvorsitzende der FDP zu mir – ich bin seit 2017 Mitglied – und erzählte, dass der Bürgermeister von Oberkrämer aus gesundheitlichen Gründen zurücktrete und kurzfristig jemand Neues gesucht werde. Er sagte: Du könntest die Richtige sein. Und nun fahre ich mit meinem Maren-Mobil in die Ortsteile von Oberkrämer – Bärenklau, Bötzow, Eichstädt, Marwitz, Schwante, Vehlefanz und Neu-Vehlefanz – stelle mich vor und spreche über die Wünsche der Menschen.“

Ihre Bekanntheit durch die Teilnahme am Dschungelcamp empfindet Gilzer als Fluch und Segen zugleich: „Die einen sagen: Was hat eine Dschungelkönigin in der Politik verloren? Die anderen: Endlich ein frisches Gesicht. Vielleicht zieht jetzt Glamour bei uns ein! Allerdings bewerben sich sechs weitere Kandidaten, darunter Lokalmatadore.“ Ihr Fazit daher: „Es ist schwer abzuschätzen, welche Chancen ich habe.“

Auf die Nachfrage nach dem Dschungel, ob es eine „Talentschmiede für Menschen mit Ambitionen auf politische Ämter“ sei, antwortet Gilzer: „Das wäre übertrieben. Aber ich habe es tatsächlich dem Dschungel zu verdanken, dass mir klar wurde: Ich bin eine gute Kommunikatorin.“

Das Dschungelcamp geht kurz vor der Wahl in Oberkrämer in die nächste Runde. Am 21. Januar ziehen die Promis in ein Camp in Südafrika ein.

Maren Gilzer kandidiert für das Bürgermeister-Amt

Oberkrämer - Glücksrad-Fee, Dschungelkönigin und jetzt Bürgermeisterin? Bei „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ (RTL) schnappte sich Maren Gilzer 2015 die Dschungelkrone. Jetzt strebt die ehemalige „Glücksrad“-Fee einen weiteren Titel an: Sie möchte Bürgermeisterin von Oberkrämer werden.

11.833 Menschen zählen zur Dorfgemeinschaft Oberkrämer in Brandenburg. Sieben Dörfer gehören zu der im Kerngebiet des Havellandes gelegenen Gemeinschaft. „Der Bürgermeister, der es bisher gemacht hat, geht in Rente“, verrät Gilzer der B.Z. Berlin. „Ich wurde gefragt, ob ich nicht Lust hätte, das zu machen. Da ich als Moderatorin seit Jahren gewohnt bin, unterschiedliche Meinungen und Prozesse zu moderieren und genau hinhöre, was Menschen bewegt, habe ich Ja gesagt.“

Die ehemalige Glücksrad-Fee und Schauspielerin engagiert sich bereits seit mehreren Jahren politisch in der FDP. In ihrem Wohnort Hennigsdorf ist die 61-Jährige bereits stellvertretende Vorsitzende der Freien Demokraten. 2017 lernte sie FDP-Chef Christian Lindner in Potsdam kennen: „Ich bin wegen ihm in die FDP eingetreten, da er mich mit seinen Zielen überzeugt hat,“ berichtet Gilzer gegenüber B.Z. Berlin.

Maren Gilzer: Das wären ihre Ziele als Bürgermeisterin

Die Bürgermeister-Wahl findet am 23. Januar 2022 statt. Als Bürgermeisterin wolle sie sich für eine bessere Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, schnelleres Internet, eine weiterführende Schule im Ort, Ladestationen für E-Autos und E-Bikes und mehr Gastronomie und Übernachtungsmöglichkeiten in der Dorfgemeinschaft einsetzen.

Ihr oberstes Prinzip als Bürgermeisterin wäre dann: „Als Bürgermeisterin würde ich es einfach wörtlich nehmen wollen, sagen: Kommt zu mir und sagt, wo drückt der Schuh? Dann würde ich schauen, kann ich in meinem Amt da etwas tun oder ist der Kreis oder das Land dafür verantwortlich.“ (jsch/jh)

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