Drag-Queen reagiert auf Vorwürfe

Dschungelshow 2021: RTL wirft Promi vor Auftakt raus! Ihre Vergangenheit fliegt ihr um die Ohren - Nachrücker fix

Schon vor dem Start zieht RTL erste Konsequenzen: Eine Teilnehmerin wird überraschend nicht an der „Dschungelshow“ teilnehmen. Grund sind rassistische Äußerungen aus der Vergangenheit.

  • Am 15. Januar startet auf RTL die „Dschungelshow 2021“ - kurz vor dem Start fliegt aber der erste Promi schon.
  • Nina Queer wird wegen rassistischer Äußerungen doch nicht an der „Dschungelcamp“-Alternative teilnehmen.
  • In einem Statement begründet RTL die Entscheidung - ein Nachrück-Kandidat steht bereits fest.

Köln - Immer Ärger mit den Promis! Wieder einmal hat RTL ein vielleicht eher unglückliches Händchen bei der Star-Auswahl für eine Show bewiesen. Erst wurde Xavier Naidoo nach kruden Theorien aus der „DSDS“-Jury gefeuert. Jetzt wird Michael Wendler nach erneuten Skandal-Aussagen sogar aus den bereits abgedrehten Folgen der Casting-Show hinter dem Jury-Pult konsequent weggeschnitten. Und nun gibt es Riesen-Ärger um einen Star für die geplante „Dschungelshow“.

Das Ersatz-Dschungelcamp startet am 15. Januar. Kurz vor Beginn muss der Sender aber mal wieder personell eingreifen. Wieder leistet sich ein Promi ein Fehlverhalten - und wieder reagiert RTL konsequent mit dem Rausschmiss. Diesmal geht es um Drag-Queen Nina Queer. Der Zeitpunkt der Reaktion von RTL wirft aber doch ein paar Fragen auf - und auch die geschasste Prominente wehrt sich.

„Dschungelshow 2021“ (RTL): Rassistische Äußerungen! Sender schmeißt Nina Queer aus der Show

Erst Ende vergangener Woche wurde der Cast für die Alternative zur beliebten TV-Show „Ich bin ein Star - holt mich hier raus“ offiziell bekannt gegeben. Für Nina Queer ist aber vor dem Start schon Schluss. Der Grund für den radikalen Schritt von RTL: heftige Rassismus-Vorwürfe gegen die Drag-Queen. Nach einem homophoben Angriff in Berlin aus dem Jahr 2017 schrieb sie mehrere wütende Facebook-Posts, in denen sie die Abschiebung der jugendlichen Täter in Kriegsgebiete gefordert haben soll. In einem Interview mit dem Tagesspiegel aus dem vergangenen Jahr verteidigte sie ihre Äußerungen und sagte: „Dann bin ich eben die erste Hitler-Transe, die es gibt, dann nehme ich das so hin“.

Bereits nach der Bekanntgabe der Teilnahme von Nina Queer erfolgte ein kleiner Aufschrei. Unter anderem Ex-Dschungelcamp-Star Desirée Nick beschwerte sich über die Verpflichtung der 35-Jährigen. Nick war früher wohl gut befreundet mit Queer, forderte den Sender nun am Samstag aber auf, sie nach ihren Aussagen nicht teilnehmen zu lassen. Der TV-Sender griff nun auch durch. „Vor dem Hintergrund aktueller Diskussionen und unserer Haltung, jegliche Form von Antisemitismus, Rassismus sowie Diskriminierung klar zu verurteilen, können und wollen wir jemanden, der sich selbst ‚Hitler-Transe‘ nennt, keine Plattform in einer Unterhaltungssendung bieten“, erklärt RTL-Senderchef Jörg Graf in einem Statement den Schritt.

„Dschungelshow 2021“ (RTL): Sender schmeißt Nina Queer vorab aus der Sendung - das sagt sie zu den Vorwürfen

Weiter heißt es im Statement: „Wir erkennen Nina Queer als Künstlerin an, aber wer öffentlich solche Begrifflichkeiten wählt, ob als bloße Provokation gedacht oder nicht, dem wollen wir konsequenterweise keine Bühne bieten.“ Ihre Äußerungen aus der Vergangenheit katapultierten Nina Queer also bereits vorab aus der Show. Fragt sich allerdings auch, wieso man ihr die Teilnahme überhaupt ermöglicht hat. Denn diese Aussagen dürften auch den für das Casting verantwortlichen Personen bei RTL und ITV Studios Germany, der Produktionsfirma der Sendung, eigentlich vorab wohl kaum entgangen sein. Weshalb der Schritt von RTL erst jetzt kommt, ist unklar.

Auch Nina Queer reagierte mittlerweile auf ihren Rausschmiss - und schoss dabei auch gegen ihre ehemalige Freundin Desirée Nick. „Ich bin RTL dankbar, dass man mich für den Dschungel verpflichtet hat. Jetzt hat man aber die Vorwürfe einer Person, die ein persönliches Problem mit mir hat, einfach übernommen. Ohne mit mir zu sprechen oder zu recherchieren, entscheidet man, dass ich nicht mehr dabei sein darf. Das enttäuscht mich sehr. Und ich halte das für Cancel Culture“, teilt sie im Gespräch mit der Bild aus.

Auch zu ihren Aussagen aus der Vergangenheit bezieht die Drag-Queen Stellung und will sich unter keinen Umständen als Rassistin abstempeln lassen: „Ich habe einen Witz gemacht. Ob der gut oder schlecht ist, sei dahingestellt. Er macht mich aber nicht zur Antisemitin und Rassistin. Dagegen werde ich mich wehren.“

„Dschungelshow 2021“ (RTL): Nach Rauswurf von Nina Queer - dieser Reality-Star rückt für sie nach

Ihren Platz in der „Dschungelshow“ in der „Dschungelshow“ ist sie aber los - und als Ersatz hat RTL sich wieder mal einen Kandidaten mit viel Reality-TV-Erfahrung geschnappt: Sam Dylan wird kurzfristig für die Show einspringen. Bekannt wurde er als Kandidat in der Kuppelshow „Prince Charming“. 2020 nahm er bereits bei „Kampf der Reality-Stars“ teil und stieg auch für das „Promi-Boxen“ in den Ring. Aktuell führt der Influencer eine Beziehung mit dem ehemaligen „Bachelorette“-Kandidaten Rafi Rachek. Nun muss er beweisen, dass er auch das Zeug für den Dschungel hat.

Die „Dschungelshow“ liefert also bereits vorab reichlich Gesprächsstoff - genau wie die erste Dschungelprüfung 2021. Eine weitere Kandidatin der Sendung machte auch schon vor dem Start auf sich aufmerksam - mit einer klaren Ansage in Richtung ihrer Konkurrenz. Auch eine Ex-Camperin sorgt für Wirbel, sie übt Kritik an einer RTL-Entscheidung zum Dschungelcamp 2021. (han)

Rubriklistenbild: © Eventfoto54 via www.imago-images.de

Auch interessant

Kommentare