Skandal-Grab in Köthen

Ehemaliger DSDS-Star schockt mit Friedhofsbesuch bei toter Nazi-Oma aus RTL-Doku

Das Grab von Karin Ritter in Koethen ist in der Instagram-Story von Annemarie Eilfeld zu sehen
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Kam bei den meisten gar nicht gut an: Annemarie Eilfeld postet Bild von Karin Ritters Grab

Die ehemalige DSDS-Teilnehmerin Annemarie Eilfeld hat auf einem Friedhof in Köthen dem Grab von Karin Ritter einen Besuch abgestattet - und vielen gefällt das gar nicht.

Köthen - Die kleine Stadt Köthen in Sachsen-Anhalt gilt zwar als „Welthauptstadt der Homöopathie“, dürfte vielen aber auch als Wohnsitz der Ritter-Familie bekannt sein. Angeführt von Mama Karin waren diese seit 1994 regelmäßig in Dokumentationen von Stern TV zu sehen, in denen die Armut, der fragwürdige Lebensstil und der Rechtsextremismus der Familie im Vordergrund standen. In den letzten paar Jahren war Karin Ritter dann vor allem als Meme in den sozialen Netzwerken in aller Munde - weit verbreitet ist beispielsweise ein Video, in dem sie „Das gibt ‘ne Anzeige!“ aus dem Fenster ruft.

Ende Januar starb die mehrfache Großmutter im Alter von 66 Jahren und wurde auf einem Friedhof in Köthen beigesetzt. Genau diesem Friedhof stattete der ehemalige DSDS-Star Annemarie Eilfeld nun einen Besuch ab - und machte auch am Grab des Ritter-Familienoberhaupts Halt.

Wurde 2009 durch DSDS bekannt: Annemarie Eilfeld

Annemarie Eilfeld am Grab von Karin Ritter: „#rip“

In einer Instagram-Story teilte die Sängerin, die durch ihre Teilnahme an der sechsten DSDS-Staffel Bekanntheit erlangte, mit ihren knapp 50.000 Followern ein Bild vom Skandal-Grab. „Wenn man schon mal in Köthen ist“ schrieb sie dazu und fügte per Hashtag auch „rip“ an. Was sie dazu bewegte, das Bild zu posten, erklärte sie im Gespräch mit rtl.de. Auf dem Friedhof wäre sie gewesen um das Grab eines Bekannten zu besuchen, in dessen Nähe auch das Grab von Karin Ritter sei. Dieses empand sie als „sehr schön“ - vor allem in Anbetracht des Lebens, das die Skandal-Mutter geführt hatte: „Egal was sie für ein Mensch war oder zu sein schien, finde die Menschlichkeit sehr bewegend, die ihr im Tod entgegengebracht wird“.

Annemarie Eilfeld teilt Bild von Ritter-Grab: Viele negative Reaktionen

Obwohl manche Reaktionen auf das Grab-Foto positiv ausfielen - ein Twitter-Nutzer bezeichnete Annemarie Eilfeld beispielsweise als „verdammte Ehrenfrau“ - zeigten sich die meisten geschockt und verwirrt. Sie kassierte daraufhin einen regelrechten Shitstorm*, wie auch extratipp.com berichtete. „Das #rip hätte sie sich sparen können“, schreibt ein User, „In dieser Stadt gibt es bestimmt coolere Plätze, die man besuchen kann“, so ein anderer. Ein Kommentator gibt der Sängerin sogar den Spitznamen „Pannemarie“ und fügt hinzu: „Wahrscheinlich hat das Showgirl noch ein flottes Liedchen geträllert“.

Die Enttäuschung über das Verhalten der 31-Jährigen, die zuletzt durch einen eher unschönen Abgang aus dem „Sommerhaus der Stars“ auf sich aufmerksam machte, ist in den sozialen Netzwerken deutlich vernehmbar. „Das wird nur noch getoppt von den Selfies in KZ Gedenkstätten“, liest sich eine entsetzte Äußerung, eine weitere richtet sich direkt an den DSDS-Star: „Na liebe Annemarie das war es bei normalen Leuten, die kennen nun deine geistige Richtung“. Auf den Punkt bringt es aber vor allem eine Aussage: „Über Tote soll man nicht schlecht sprechen, man muss schlechte Menschen aber auch nicht unnötig abfeiern & glorifizieren“.

Ein bisschen Humor findet sich inmitten der Entsetzung trotzdem auch. „Das Grab sieht besser aus als jede Wohnung, in der sie jemals gelebt hat“, witzelt eine Nutzerin, während andere sichtlich amüsiert davon sind, dass es auf dem Grabstein so aussieht, als wäre Frau Ritter am 80.01. verstorben. (le) *tz.de und extratipp.com sind Angebote von IPPEN.MEDIA

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