Ärzte bitten um Entschuldigung

Klinik erklärt Box-Ikone für tot und schickt Ex-Frau Rechnung - Aber er lebt und reagiert genial

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Bekannt als „Box-Papst“ hatte er drei spätere Weltmeister trainiert.

Die Uni-Klinik Düsseldorf erklärte Box-Ikone Wilfried Weiser für tot und stellte seiner Ex-Frau die Behandlung in Rechnung. Doch er ist quicklebendig und reagiert genial.

Düsseldorf - „Da muss ich auf dem Papier wohl gestorben sein“, erläutert Wilfried Weiser. Der 72-Jährige ist als der „Box-Papst“ bekannt, bildete in seinem Studio mehrere Boxweltmeister aus und lässt sich von der Nachricht seines Todes nicht aus der Fassung bringen. Für seine Ex-Frau war der Brief des Klinikums allerdings ein echter Schock.

Düsseldorfer Klinik erklärt Wilfried Weiser für tot - Schock für seine Ex-Frau

Dass er tot sei, erfuhr Weiser von seiner Ex-Frau. Sie erhielt einen Brief, in dem die Ärzte für das Ableben ihres Ehemaligen kondolierten und fiel aus allen Wolken. „Meine Ex war schockiert, kam sofort zu mir um mich zu sehen. Ich konnte sie beruhigen, dass es mich noch gibt“, schilderte Weiser dem Kölner Express.

Wilfried Weiser angeblich verstorben: Ex-Frau soll Behandlung bezahlen

Dem unangebrachten Kondolenzschreiben legte die Klinik auch noch eine Rechnung bei. Weisers Ex-Frau sollte für die Behandlung bezahlen. Nachdem Weiser offensichtlich noch am Leben ist, kümmert er sich jetzt natürlich selbst um die ausstehende Zahlung. Er war lediglich wegen Verdachts auf einen Schlaganfall im Krankenhaus gewesen.

Klinik stellt Rechnung: „Toter“ Promi reagiert genial

Die Box-Ikone konnte sich einen kleinen Spaß mit der Universitätsklinik nicht verkneifen. „In Anbetracht der jetztigen Lage, habe ich mich entschlossen, die offene Rechnung in zwei Raten zu bezahlen. Die erste am Jüngstentag und die zweite bei der Auferstehung“, schreibt er in seinem Brief an das Krankenhaus, den er dem Express präsentierte.

Trotz lustiger Antwort auf seinen angeblichen Tod: Weiser etwas angefressen

Ein klein bisschen sauer ist der ehemalige Boxer trotzdem. Nicht unbedingt wegen sich selbst, eher auf den Schrecken, den die Klinik seiner Ex-Frau eingejagt hatte: „Ich nehme das mal so hin, aber passieren darf das trotzdem nicht. Man kann doch nicht einfach nach angeblich fremden Hinweisen einen für tot erklären, kondolieren und das nicht einmal prüfen“, wettert er, „was ich auf den Tod nicht ausstehen kann, wenn man mich für tot erklärt, Angehörigen kondoliert, ohne dass ich etwas davon weiß!“

An seinen Tod will der Sportler jedenfalls nicht denken. Schon im Ring war er nicht K.O. zu kriegen und so stellt er auch nach Herzinfarkt und Schlaganfall klar: „So schnell möchte ich die Welt nun nicht verlassen.“ Es ist sehr zu hoffen, dass die sympathische Box-Ikone noch viele Jahre leben wird. 

Dass er zwischenzeitlich an einen Rollstuhl gefesselt ist, stört den ehemaligen Leistungssportler ebenfalls wenig. Dabei musste er selbst schon den Verlust eines ehemaligen Schülers verkraften. Box-Weltmeister Graciano Rocchigiani verunglückte Ende vergangenen Jahres tödlich.

Vor allem Rocchigiani und sein großer Rivale gelten als die bekanntesten Lehrlinge von Box-Papst Weiser. Gemeinsam prägten sie eine Ära und hätten um ein Haar sogar zusammengearbeitet

Nach irrtümlicher Todesmeldung: Uni-Klinikum entschuldigt sich persönlich

Immerhin greift sich die Universitätsklinik nach dem peinlichen Fehler selbst an die Nase. „Wir bedauern das sehr und bitten die Angehörigen und den Patienten aufrichtig um Entschuldigung. So etwas darf nicht passieren. Eine Mitarbeiterin erklärte, ein Brief mit der Rechnung sei zurückgekommen mit dem Vermerk: ‚Unzustellbar, Empfänger verstorben‘“, ist der Sprecher des Krankenhauses auf Presseanfrage um Erklärung bemüht.

Er kündigt eine Reaktion an: „Als Konsequenz aus diesem bedauerlichen Ablauf haben wir den Arbeitsprozess umgestellt und prüfen externe Hinweise auf das Versterben eines Patienten gegen. Wir haben uns in einem persönlichen Telefonat mit dem Betroffenen entschuldigt.“ 

mb

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