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„Hakt‘s?“ - Moderatorin Dunja Hayali redet sich nach Spuckattacke in Rage

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Von: Yasina Hipp

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Moderatorin und Journalistin Dunja Hayali.
Dunja Hayali appelliert beim Kölner Treff an mehr Solidarität und Zivilcourage. © dpa/Gregor Fischer

Journalistin und Moderatorin Dunja Hayali gilt seit jeher als meinungsstark. Nach einem Twitter-Post spricht sie beim Kölner Treff über unsere Gesellschaft und wird emotional.

Köln - Dunja Hayali ist an Shitstorms und Hassnachrichten fast schon gewöhnt. Die Moderatorin des Morgenmagazins muss sich immer wieder fiese Nachrichten und Kommentare auf ihren Social-Media-Kanälen anhören und durchlesen. Mit ihrer starken Meinung provoziert die 47-Jährige und eckt damit häufig an. Kürzlich postete sie bei Twitter einen richtigen Wut-Post. Sie berichtet, wie sie beim Einkaufen ins Gesicht gespuckt und übel beschimpft wurde. Das der Vorfall nicht der erste dieser Art war, erzählt Hayali beim Kölner Treff am vergangenen Dienstag - und redet sich ganz schön in Rage.

Dunja Hayali: „Irgendwann ist es einer zu viel“

In der Talkshow berichtet die Moderatorin schon öfter Opfer solcher Attacken - eben nicht nur online, sondern auch im echten Leben - geworden zu sein. Sie wird „angepöbelt, geschubst, beleidigt, vor die Füße gespuckt oder auch im Sommer ins Gesicht gespuckt“. Auch nach dem aktuellen Vorfall, dachte sie sich anfangs, es einfach dabei zu belassen. Nachdem ihr dann wenige Tage jemand auf die Schulter tippte, um ihr etwas Nettes zu sagen, seien ihr direkt tausend Gedanken in den Kopf gekommen: „Frust, Angst, Wut und ich hab gedacht, dass ist so ungesund.“ An diesem Punkt entschied sie sich dazu, den Twitter-Post abzusetzen.

„Ich habe monatelang nichts gepostet zu diesem Thema, aber irgendwann ist es einer zu viel. Wir müssen aushandeln, wie wir miteinander umgehen“, so Hayali. Ihren Post sieht sie als Appell an die Zivilcourage und Solidarität und als Schärfung des Bewusstseins, was in unserer Gesellschaft vor sich geht - „seit Jahren und durch Corona nochmal absolut ins Extreme getriggert“.

Dunja Hayali für Meinungsäußerung und Akzeptanz

„Wo kommen wir hin, wenn ich in meinem Land nicht mehr sagen kann, was ich denke, so lange ich mich im demokratischen Rahmen bewege? Hakt´s?“, sagt sie weiterhin. Während dieser Worte wird die 47-Jährige immer emotionaler und verleiht ihren Worten deutlich Nachdruck. So auch zum Thema Impfung. Sie selbst sei geimpft, halte das auch für richtig und verstehe nicht wenn Personen sich nicht impfen lassen. Aber: „Das ist die Meinung und die Entscheidung eines jeden in unserem Land.“ Und diese müsse akzeptiert werden.

Mit diesen eindrücklichen Worten erntet Hayali lang anhaltenden, zustimmenden Applaus vom Kölner Publikum. Auf Twitter waren die Reaktion auf Hayalis Post weit aus unfreundlicher und negativer.

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