"Da pfiff ich schon aus dem letzten Loch“

Ellen Schwiers spricht über ihre Herz-OP

+
Ellen Schwiers (r., mit Tochter Katerina Jacob) zu ihren Auftritten im Mai 2015 in der Komödie im Bayerischen Hof.

München - Ellen Schwiers musste ihre Lesung absagen, weil sie sich einer Operation unterziehen musste. In der tz spricht die 85-Jährige über den Eingriff.

Am vergangenen Donnerstag sollte Ellen Schwiers (85) eigentlich auf der Bühne stehen. Zusammen mit ihrer nicht minder berühmten Tochter Katerina Jacob (57) war sie für eine Lesung im Amadeus-Saal in Germering gebucht. Doch es kam ganz anders …

Katerina Jacob (Der Bulle von Tölz) musste ihre Mutter kurzfristig entschuldigen: „Meine Mutter kann heute leider nicht bei uns sein, da sie sich kurzfristig einer schweren Operation unterziehen musste.“

Die tz hakte nach und erreichte die Film- und Bühnenkoryphäe Ellen Schwiers am Telefon in ihrer Heimat Berg am Starnberger See. „Ich habe am Mittwoch meine erste Herzklappe eingesetzt bekommen und dachte, das sei ein Kinderspiel. Aber es war nicht so witzig“, erklärt sie. Eigentlich, so der Star, sollte sie den Eingriff schon vor zwei Jahren machen, als sie wegen Blutarmut in der Klinik war. „Aber ich hatte so viel zu tun. Jetzt, nach meiner Bühnenkarriere, habe ich einen Termin bekommen.“

In diesem Mai stand Schwiers letztmals auf den Brettern, die die Welt bedeuten: In der Komödie im Bayerischen Hof spielte sie an der Seite ihrer Tochter Katerina Jacob in Altweiberfrühling. Rückblickend sagt sie: „Da pfiff ich schon aus dem letzten Loch. Ich bin dankbar, dass das Publikum das nicht gemerkt hat. Sonst hätte ich mich erschossen.“

Lebensqualität wieder gestiegen

Ein Drama sei der Eingriff nicht gewesen, „eher eine Reparatur“. Und ihr sei versichert worden, dass eine Herzklappe nicht lebensverlängernd sei. „Das hätte ich nicht gewollt. Aber meine Lebensqualität ist wieder gestiegen. Ich kann wieder frei schnaufen“, erläutert Schwiers.

Und jetzt, mit Klappe und neuer Lebensqualität: Ist eine Rückkehr auf die Bühne denkbar? Das lehnt die Künstlerin entschieden ab: „Kennen Sie einen Autor, der Rollen für Frauen in meinem Alter schreibt? Sehen Sie. Zudem arbeite ich an meiner Biografie, und das ist mühsam. Man muss mich zum Schreiben buchstäblich prügeln.“

Die ersten 24 Stunden nach der Operation seien die schlimmsten gewesen, erinnert sich die Schauspielerin. „Ich habe mein Leben lang Rückenschmerzen, seit mir im Krieg ein Balken draufgefallen ist. Vor zwei Jahren wurde mir Zement in den Rücken eingespritzt, doch der ist nicht da gelandet, wo er landen soll.“ Die schmerzhafte Folge: „Ich konnte mich nach der jetzigen OP nicht drehen und musste 24 Stunden lang auf dem Rücken liegen.“

Aus dem „Spaziergang“ war eine Tortur geworden: „Ich war blauäugig.“ Dennoch bewundert sie die Ärzte. „Es ist gigantisch, was sie heutzutage leisten.“ Was nichts daran ändert, dass sich Schwiers selbst schon am Montag aus der Klinik entlassen hat. Die Ärzte wollten sie bis gestern stationär behalten. Warum sie ging? „Ich habe das Gefühl, dass ich mich zu Hause besser erholen kann. Außerdem habe ich drei Hunde.“

Matthias Bieber

Auch interessant

Meistgelesen

Lena Meyer-Landrut verführerisch im Bademantel - „Beautiful“
Lena Meyer-Landrut verführerisch im Bademantel - „Beautiful“
Stefanie Giesinger postet Bikini-Selfie - sie bekommt fiese Kommentare im Netz
Stefanie Giesinger postet Bikini-Selfie - sie bekommt fiese Kommentare im Netz
Breitbeiniges Foto sorgte für Kontroversen: Stefanie Giesinger legt nach
Breitbeiniges Foto sorgte für Kontroversen: Stefanie Giesinger legt nach
Beatrice Egli bekommt „Greta-Shitstorm“: Was hier auf Foto zu sehen ist, empört manche Fans
Beatrice Egli bekommt „Greta-Shitstorm“: Was hier auf Foto zu sehen ist, empört manche Fans

Kommentare