Er wuchs in Deutschland auf

Autor Eric Carle ist tot - er schrieb eines der berühmtesten Kinderbücher der Welt

Autor Eric Carle ist gestorben.
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Autor Eric Carle ist gestorben.

Illustrator Eric Carle ist tot. Der Kinderbuch-Autor verstarb im Alter von 91 Jahren. Mit seinem berühmtesten Werk wuchsen Millionen von Kindern weltweit auf.

Northampton - Traurige Nachrichten aus den USA: Eric Carle ist tot. Der US-amerikanische Autor mit deutschen Wurzeln verstarb im Alter von 91 Jahren. Unzähligen Kindern auf der ganzen Welt ist sein berühmtestes Werk mehr als gut bekannt. Carle ist der Schöpfer des seit etlichen Jahren beliebten Kinderbuches „Die kleine Raupe Nimmersatt“.

Carle sei bereits am Sonntag im Alter von 91 Jahren gestorben, teilte seine Familie am Mittwoch auf seiner Webseite mit. Sein Vater sei in seinem Studio in Northampton im US-Bundesstaat Massachusetts einem Nierenversagen erlegen, sagte Sohn Rolf der New York Times.

Eric Carle ist tot: Mit „Die kleine Raupe Nimmersatt“ wurde er weltberühmt

Der 1929 in Syracuse im US-Bundesstaat New York geborene Carle war Sohn deutscher Auswanderer, die mit ihm 1935 zurück nach Deutschland zogen. Anfang der 50er Jahre kehrte Carle zurück in die USA, wo die schmerzhaften Kindheitserinnerungen aus Deutschland im Nationalsozialismus Antrieb für seine Arbeit als Kinderbuchautor wurden.

Mehr als 100 Bücher veröffentlichte er, die in rund 70 Sprachen übersetzt wurden. Weltberühmt machte den Kinderbuchautor und Illustrator aber erst „Die kleine Raupe Nimmersatt“. Die Geschichte einer Raupe, die aus einem Ei schlüpft, sich durch insgesamt 26 Lebensmittel frisst und dann dick und rund verpuppt, bevor sie zu einem Schmetterling wird, veröffentlichte er im Jahr 1969.

Eric Carle (†45) schuf die „Raupe Nimmersatt“ - sein Buch wurde millionenfach verkauft

Das Buch wurde zu einem absoluten Welterfolg und ist bis heute bei Kindern beliebt. Ursprünglich sollte das titelgebende Tier übrigens ein Bücherwurm werden. Damals wurde Carle allerdings dazu geraten, eine Raupe daraus zu machen. Der Erfolgsstory um das Werk hat diese Entscheidung jedenfalls definitiv nicht geschadet. Bis heute wurde es in 60 Sprachen übersetzt und rund 40 Millionen Mal verkauft. (han/dpa)

Derweil wurde kürzlich um einen anderen großen Star mit deutschen Wurzeln getrauert: „Milli Vanilli“-Sänger John Davis ist an Corona verstorben*. *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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