Tragödie auf Kreuzfahrt

Ex erhebt schwere Vorwürfe gegen die Eltern von Daniel Küblböck: „Rest kannst du dir denken“

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Daniel Küblböck sprang während einer Kreuzfahrt auf der Aida-Luna von Bord.

Vor einem halben Jahr verschwand Daniel Küblböck vom Kreuzfahrtschiff AidaLuna. Sein Ex-Freund lässt kein gutes Haar an den Eltern des Vermissten.

  • Es existiert ein Überwachungsvideo von der Aida aus der Nacht zum 9. September, in der Daniel Küblböck dort verschwand.
  • Die Staatsanwaltschaft hat tz.de* bestätigt, dass es eine Person zeigt, die „zügig, zielstrebig“ springt.
  • Daniel Küblböcks Vater glaubt, dass sich sein Sohn aufgrund einer Psychose der Konsequenzen nicht bewusst gewesen sein könnte.
  • Im März - sechs Monate später - kann die Familie Daniel Küblbock für tot erklären lassen.

Hinweis der Redaktion

Generell berichten wir nicht über den Verdacht auf Selbstmord-Absichten, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800-1110111. Hilfe bietet auch der Krisendienst Psychiatrie für München und Oberbayern unter 0180-6553000. Weitere Infos finden Sie auf der Webseite www.krisendienst-psychiatrie.de.

Update vom 13.März 2019: Seit dem 9. September 2018 gilt Daniel Küblböck als vermisst. Nun - sechs Monate später - kann Küblböck für tot erklärt werden. Doch viele Fragen bleiben - womöglich für immer. Vor allem das Warum treibt ehemalige Weggefährte, Familie und Freunde um. 

Sein Ex-Freund Robin Gasser spricht jetzt in einer Bild-Doku offen über seine Beziehung zu ihm. Dabei beschreibt er speziell den Daniel jenseits des Rampenlichts: „Daniel ist ja in der Öffentlichkeit als Paradiesvogel bekannt und als schräges Wesen. Aber natürlich gab es da auch ein Privatleben, ruhige Momente. Man kann nicht immer so extrovertiert sein. Unsere Beziehung war immer sehr temperamentvoll, aber dennoch sehr liebevoll.“

Gleich mehrere Weggefährten erzählen, dass sein Vater Günther selten den Kontakt zu seinem Sohn suchte. Auch sein Ex-Freund bestätigt dies: „Ich bin der Meinung, wenn sich ein Vater alle zwei Monate mal meldet, dann kann ihm an seinem Kind nichts liegen. Das war einfach so der Fall, (...) nicht mal an Weihnachten haben sie sich wirklich gesehen.“ Und weiter: „Das war kein inniges Verhältnis, um Gottes Willen, kein richtiges Vater-Sohn-Verhältnis. So wie es sein sollte.“

Darüber hinaus verrät er, dass Daniel zudem sehr unter dem Verhältnis zu seiner Mutter litt: „Er hat immer nur gesagt, meine Mutter war achtmal verheiratet. Den Rest kannst du dir denken.“

Schwere Vorwürfe gegen die Eltern des Sängers. Sein Vater sieht das naturgemäß anders. „Für mich war der Daniel genauso ein Glücksfall wie alle meine Kinder. Der Kontakt ist nie abgerissen“, erzählt Günther Küblböck.   

Daniel Küblböcks Nachbaren glauben nicht an seinen Tod

Update vom 13. März 2019: Für viele, auch die Oberstaatsanwaltschaft in Passau steht fest: Daniel ist tot. Doch nicht alle glauben daran, dass er wirklich Selbstmord beging, vor allem nicht die Menschen aus seinem früheren Dorf Auberg. In diesem lebte Daniel mit seinem Stiefvater Herbert Lenz (50) und seinen Geschwistern. „Der ist nicht tot. Der wird sich abgesetzt haben. Wieso sollte er sich umbringen? Auf gar keinen Fall. Eines Tages erscheint er wieder – das ist so“, erzählt Lenz der Bild. Eben so denkt eine weitere Nachbarin von früher. Sie glaubt, dass er eines Tages wiederkommen wird, da für Daniel Aufgeben nie eine Option war. 

Das würde auch zu den Vermutungen seines Exfreundes Robin Gasser passen, denn dieser offenbarte in einem Interview mit tz.de*, dass er nicht an Selbstmord glaube. Daniel träumte laut Robin immer davon abzuhauen. Auch gegenüber der Bild bestätigt Robin seine Vermutung noch einmal: „Er hatte keinen Grund, wenn er doch als Frau ein neues Leben beginnen wollte. Daniel war immer einer, der es durchzog, wenn er sich einmal etwas in den Kopf gesetzt hatte.“

Nur sein Vater, Günther Küblböck glaubt nicht mehr daran, seinen Sohn lebend wieder zu sehen. 

Günther Küblböck offenbart: Daniel hatte einen Schädelbruch

Update vom 12. März 2019: Mehr als sechs Monate ist es nun her, dass Daniel Küblböck von Bord des Kreuzfahrtschiffes Aida-Luna ging. Nach wie vor stellen sich viele Fragen rund um den Tod des ehemaligen DSDS-Stars. Warum nahm sich der erst 33-Jährige das Leben? In der Bild-Zeitung offenbarte sein Vater Günther Küblböck nun einen bislang noch unbekannten Vorfall. Bei einem Mallorca-Aufenthalt soll Daniel einen Schädelbruch erlitten haben. 

Video: "Es gab kaum einen Tag an dem er nicht nach Alkohol gerochen hat"

Küblböcks Schilderung zufolge hat sein Sohn bei einer Streiterei einen Schlag auf den Kopf bekommen haben. Später habe sich herausgestellt, dass er einen Schädelbruch hatte. Eine darauffolgende Operation sei gut verlaufen. „Es war nur so, dass er danach sporadisch nachts anrief und verwirrt sprach. Ich dachte, er hätte vielleicht was getrunken. Danach war er auch wieder normal“, zitiert das Blatt den 54-Jährigen. 

Doch in den Monaten vor seinem Tod hätten sich diese Momente gehäuft. „Er hat viele verwirrende Sachen geredet. Auch mit der Frauenrolle, die plötzlich aufkam“. Möglicherweise habe es einen Zusammenhang mit der Schädelverletzung gegeben - das sei aber nur eine Vermutung, so Küblböck. Beweise für diese These gebe es nicht.

Wird Daniel Küblböck jetzt für tot erklärt?

Update vom 9. März 2019: Sechs Monate sind seit dem tragischen Unglück um Daniel Küblböck inzwischen vergangen. Trotz einer großangelegten Suchaktion konnte der Entertainer bis heute weder tot noch lebendig gefunden werden und bleibt weiter vermisst. Ein Mensch kann nach dem Verschollenheitsgesetz sechs Monate nach dem Verschwinden offiziell für tot erklärt werden. Wie Bild berichtet, erklärte der ermittelnde Staatsanwalt Walter Feiler, dass nun nach einer genauen Überprüfung der Umstände Suizid als Todesursache festgehalten werde. 

Daniel Küblböck: Das sagt sein Vater Günther 

Die Ermittlungen der Todesumstände stützten sich auf ein Überwachungsvideo, das Daniel in seinen letzten Minuten auf dem Schiff zeigen soll. „Die Qualität dieses Videos ist nicht sehr gut, es ist schwarz-weiß und relativ undeutlich. Aber man sieht, dass jemand ins Wasser springt. Es passt auch auf die Uhrzeit“, sagte Feiler bereits im November tz.de. Also jene Uhrzeit, zu der Daniel Küblböck von der Aida verschwand. „Ich werde ihn für tot erklären lassen. Wir müssen irgendwann diesen Schritt gehen, weil es abgeschlossen werden muss", zitiert die Zeitung dazu auch Günther Küblböck, den Vater des Entertainers.

Jetzt geht es um das Erbe des Entertainers. „Von Vermögen kann man nicht sprechen. Daniel hatte ein geregeltes Einkommen, das ausreichend war“, so Günther Küblböck zu Bild. Wenn das Aufgebotsverfahren abgeschlossen sei, wolle die Familie eine Gedenktafel für Daniel Küblböck aufstellen lassen. Eine Trauerfeier sei nicht geplant. 

Exklusiv! Zum Fall Daniel Küblböck verrät Oberstaatsanwalt traurige Details zu AIDA-Video

So berichtete tz.de zuletzt über Daniel Küblböck am 15. November 2018: Der Fall Daniel Küblböck beschäftigt auch die Staatsanwaltschaft in Passau. Dort wurde das Überwachungsvideo von der AIDA gesichtet. Oberstaatsanwalt Walter Feiler, Sprecher der Staatsanwaltschaft Passau, hat am Donnerstag gegenüber tz.de Auskunft dazu gegeben.

Er persönlich habe es nicht gesehen, ihm wurde es aber beschrieben. Und die Details sind traurig. „Es ist ein Überwachungsvideo, auf dem zu sehen ist, wie eine Person ins Wasser springt. Weitere Personen sind nicht zu sehen.“ Offenbar ist nicht zu erkennen, um wen es sich handelt, also ob es Daniel Küblböck ist. Feiler: „Die Qualität dieses Videos ist nicht sehr gut, es ist schwarz-weiß und relativ undeutlich. Aber man sieht, dass jemand ins Wasser springt. Es passt auch auf die Uhrzeit.“ Also jene Uhrzeit, zu der Daniel Küblböck von der AIDA verschwunden ist.

Video: Neues Video von Daniel Küblböcks Kreuzfahrt aufgetaucht

Handelt es sich also um Daniel Küblböck? „Vorbehaltlich anderer Dinge, die noch ausstehen, gehen wir davon aus.“

Daniel Küblböck: Überwachungsvideo bringt nun Klarheit über Vorfall auf AIDA

Lange kursierte die Theorie, dass es sich um einen Unfall gehandelt haben könnte, also dass Daniel Küblböck möglicherweise ausgerutscht ist. Das Video - sollte es den Ex-DSDS-Sänger zeigen - bringt nun Klarheit: „Es ist wohl so, dass jemand zügig, zielstrebig springt“, erklärt Feiler.

Die Staatsanwaltschaft, so erklärt Feiler, ist für die Prüfung zuständig, ob eine Fremdeinwirkung vorliegt. „Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Wir warten noch auf den offiziellen Bericht der kanadischen Behörden“, so der Oberstaatsanwalt.

Daniel Küblböck: Vater zweifelt an gezieltem Vorhaben des DSDS-Stars

Dass Küblböck gezielt und willentlich in den Tod gesprungen ist, hat sein Vater unlängst angezweifelt. Günther Küblböck glaubt, siehe unten, nicht an einen gezielten Selbstmord seines Sohnes. „Definitiv nicht“, sagte er der Bunten. „Als er gesprungen ist, war ihm garantiert nicht mal klar, dass da unten Wasser ist. Wahrscheinlich hatte er aufgrund seiner starken Psychose einen Fluchtreflex und war sich über die Konsequenz nicht im Klaren.“

Hinweis der Redaktion: Generell berichten wir nicht über den Verdacht auf Selbstmord-Absichten, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800-1110111. Hilfe bietet auch der Krisendienst Psychiatrie für München und Oberbayern unter 0180-6553000. Weitere Infos finden Sie auf der Webseite www.krisendienst-psychiatrie.de.

Daniel Küblböck: Polizei in Bayern bestätigt Sichtung von AIDA-Video

Update vom 6. November 2018: Bisher hatte nur Daniel Küblböcks Vater Günther erklärt, dass das Überwachungs-Video von der AIDA bei der Polizei Passau angeschaut wurde. Das bestätigt nun auch ein Sprecher des Polizeipräsidiums Niederbayern tz.de*. „Es ist von Kollegen der Kriminalpolizei Passau gesichtet worden“, so Stefan Gaisbauer. Zu Inhalt und Länge möchte die Polizei nichts sagen.

Der Fall Daniel Küblböck liege bei der Kripo in Passau und sei noch nicht abgeschlossen, erklärt der Sprecher. „Es wird immer wieder gewartet, ob es weitere Hinweise gibt. Aktuell liegen keine Hinweise auf einen Verbleib vor“, so Gaisbauer. Heißt wohl: Es ist unklar, was aus Küblböck wurde. Der Polizeisprecher betont: „Er wird weiterhin als vermisst geführt.“

Daniel Küblböck: Vater äußert sich zu Überwachungsvideo

Update vom 2. November 2018: Es gibt neue Details zum Überwachungsvideo, das auf der AIDAluna aufgenommen wurde. Diese gab Daniel Küblböcks Vater Günther via Bunte bekannt. Das Blatt berichtet, dass man auf dem Video eine Person springen sehe.

„Der Einzige, der auf dem Schiff fehlt, ist Daniel“, so Vater Günther. „Deshalb gehen wir davon aus, dass er es ist.“ Selbst anschauen will er sich das Video nicht. Das hat aber die Passauer Polizei erledigt. „Die Polizei in Passau hat es gesehen. Es sei recht unscharf, man könne niemanden genau erkennen.“

Die neuen Aussagen und den Bericht zusammengefasst, heißt das also: Das Video zeigt eine Person beim Sprung - aber es ist nicht ersichtlich, um wen es sich handelt. Da nur Küblböck fehlte, ist es mit großer Wahrscheinlichkeit er. Eine traurige Erkenntnis.

Günther Küblböck glaubt nicht an einen geplanten Selbstmord seines Sohnes. „Definitiv nicht“, sagte er dem Blatt. „Als er gesprungen ist, war ihm garantiert nicht mal klar, dass da unten Wasser ist. Wahrscheinlich hatte er aufgrund seiner starken Psychose einen Fluchtreflex und war sich über die Konsequenz nicht im Klaren.“

Daniel Küblböcks Oma glaubt, dass ihr Enkel noch lebt - Vater Günther hält die Wahrscheinlichkeit hingegen für sehr, sehr gering.

Video: Daniel Küblböcks Vater gibt nicht auf

Überwachungsvideo soll Daniel Küblböcks Sprung zeigen

Update vom 24. September 2018: Es steht mittlerweile außer Frage, dass es ein Überwachungsvideo gibt. Es soll Sprung einer Person von der AIDAluna zeigen - und dabei kann es sich ja nur um Daniel Küblböck handeln. Derzeit soll die kanadische Polizei die Aufnahmen der letzten Momente im Leben des Ex-DSDS-Stars auswerten. Daniels Vater Günther Küblböck (55) ringt mit sich, ob er die dramatischen Bilder sehen will und sehen kann. Oder ob die Aufnahmen zu belastend für ihn sind.  Dem People-Magazin Bunte sagt er: „Das Video habe ich nicht gesehen, und auch wenn es den Behörden in Deutschland demnächst vorliegen sollte, kann ich heute noch nicht sagen, ob ich es mir überhaupt anschauen werde bzw. jemals dazu in der Lage bin.“

Derzeit will auch kein Familienangehöriger von Daniel Küblböck zur Unglücksstelle nach Neufundland reisen. „Zum jetzigen Zeitpunkt ist keine Reise geplant“, erklärt Günther Küblböck der Bunten. Auch eine Trauer- oder Gedenkfeier sei momentan kein Thema.  „Das würden wir aber auch nicht öffentlich bekannt machen.“ 

Nach wie vor geht Günther Küblböck davon aus, dass sein Sohn keinen Selbstmord geplant habe. Wie er gegenüber der Bunten betont, gebe es weder einen Abschiedsbrief noch ein Testament. Das will das Magazin nicht nur von Günther Küblböck erfahren haben, sondern auch aus Daniels engstem Freundeskreis.

Aber was brachte Daniel Küblböck dazu, von der AIDAluna zu springen? Sein trauernder Vater geht davon aus, dass er mit seiner sexuellen Identität nicht mehr zurecht kam. Er verweist auf eine „Wesensveränderung“ seines Sohnes, „die sich in den letzten Wochen in vielen Teilen abzeichnete, bis er sich zuletzt als Frau zeigte“. 

Daniel Küblböck seit 9. September vermisst

Am Morgen des 9. September 2018 verschwand der frühere DSDS-Star Daniel Küblböck (33) vor der kanadischen Küste vom Kreuzfahrtschiff „AIDAluna“. Nach Angaben der Reederei Aida Cruises soll Küblböck am frühen Sonntagmorgen vor der Küste von Neufundland von Bord des Schiffes gesprungen sein. Eine Suizidabsicht gilt als wahrscheinlich. 

Eine großangelegte Suchaktion der kanadischen Küstenwache blieb erfolglos. Laut der Küstenwache gibt es keine Hoffnung mehr, den Sänger lebend zu finden. Nun könnte ein neues Überwachungs-Video Licht ins Dunkel bringen. Möglicherweise zeigt es die letzen Momente im Leben des 33-Jährigen - inklusive seines Sprungs von der „AIDAluna“.

Aber ist er wirklich gesprungen? Sein Exfreund hat eher die Theorie, dass Daniel noch leben könnte und alles nur fingiert war. Im Gespräch mit tz, erklärt er auch warum.

Unser Artikel vom 16.9.2018: Sprung von Daniel Küblböck auf Überwachungbildern der AIDAluna zu sehen?

Wie die Bild am Sonntag berichtet, soll die kanadische Polizei derzeit das letzte Video von Daniel Küblböck auswerten. „Die Beamten haben demnach einen Film beschlagnahmt, der vom Video-Überwachungssystem des Kreuzfahrtschiffes aufgezeichnet wurde. Darauf soll zu sehen sein, wie der Sänger über die Reling klettert und sich ins Meer stürzt“, heißt es in dem Bericht.

Nach Informationen der Boulevardzeitung darf Daniel Küblböcks Vater Günter die Aufzeichnungen der Überwachungskamera nicht sehen. Sie wollen die Aufnahmen wegen laufender Ermittlungen offenbar nicht freigeben. „Wir kooperieren in vollem Umfang mit den kanadischen Behörden“, erklärt ein Sprecher der Reederei gegenüber der BamS.

Weiterer Bericht zu Küblböck-Aufnahmen der Überwachungskamera

Auch die Bunte berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe von einem Überwachungs-Video der „AIDAluna“, das zeigt, wie ein Passagier über Bord geht. Allerdings sei unklar, ob es sich um Daniel Küblböck handelt. Wertet die Polizei die unscharfen Aufnahmen aus, um die Identität des Ex-DSDS-Stars zu verifizieren?

Das People-Magazin schreibt über die Momente nach dessen Verschwinden vom Kreuzfahrtschiff: „Parallel werden die Bilder der Überwachungskameras (CCTV) gecheckt - auf einer sieht man, wie ein Mensch auf Deck 5 von Bord ins Wasser (10,5 Grad) springt. Es ist stockdunkel. Wer das Passagier ist, kann nur erahnt werden.

Daniel Küblböcks Vater wollte AIDA-Kreuzfahrt verhindern

Wie Küblböcks Vater auf der Webseite seines Sohnes mitteilte, soll sein Sohn nicht an Depressionen gelitten haben - allerdings habe sein Umfeld zuletzt eine beunruhigende Wesensveränderung wahrgenommen: "Daniel war nicht depressiv, aber er hatte seit Kurzem psychische Probleme, die man wohl am besten als eine Art Psychose beschreiben kann."

Was genau ist eine Psychose? Das Portal Neurologen und Psychiater im Netz informiert: „Führend sind Störungen des Denkens und der Wahrnehmung. Besonders charakteristisch sind Wahnvorstellungen und Halluzinationen (meist akustisch, aber auch Geruchs-, Geschmacks-, Tast- und optische (Gesichts-) Halluzinationen). Wahnsymptome treten häufig in Form von Verfolgungswahn oder Beziehungswahn auf, bei denen der Betroffene Wahrnehmungen fälschlicherweise auf sich bezieht. Manche Betroffene haben den Eindruck, dass die Umwelt nicht mehr real sei oder sie selber nicht die Person seien, die sie sein scheinen, ferner dass die eigenen Gedanken auch von anderen wahrgenommen oder beeinflusst werden können (sog. Ich-Störungen).“ (Ausführlichere Informationen zu Psychosen finden Sie auf der Webseite.)

Sorgen wegen „Wesensveränderung“ bei Daniel Küblböck

Wie Günter Küblböck mitteilte, habe er schon im Vorfeld der AIDA-Kreuzfahrt, an der sein Sohn teilnahm, Bedenken gehabt: „Wir haben uns durch seine plötzliche Wesensveränderung, die sich in den letzten Wochen in vielen Facetten gezeigt hat, große Sorgen gemacht und so habe ich alles daran gesetzt, diese Reise zu verhindern.“ Allerdings sei Günter Küblböck auf die Gesetzeslage aufmerksam gemacht worden, nach der es keine Möglichkeit gebe, die Reise auf dem Schiff zu verwehren. Er habe daher schon im Vorfeld die Verantwortlichen des Schiffes darum gebeten, ein besonderes Auge auf Daniel zu haben.

Daniel Küblböck: Psychische Probleme wegen Geschlechtsumwandlung?

Die Bunte bringt eine weitere mögliche Ursache ins Spiel, wieso Daniel Küblböck an psychischen Problemen gelitten haben könnte: Laut dem People-Magazin habe er sich auf eine Geschlechtsumwandlung vorbereitet. Den Passagieren der AIDAluna soll er sich als „Lana Kaiser“ vorgestellt haben. Die Bunte schreibt: „Könnte ihn die bevorstehende Geschlechtsumwandlung emotional beeinflusst haben? Mit ziemlicher Sicherheit nahm Küblböck Hormone, um sich auf ein Leben als Frau vorzubereiten.“

Das Magazin zitiert den Psychiater Michael Szukaj aus Münster: „Man empfindet eine Verfremdung im Körper, die wir als nicht Betroffene nicht nachempfinden können.“ 

Nach diesem Statement von Günter Küblböck hat das Rostocker Kreuzfahrtunternehmen Aida Cruises eine Verantwortung für den Vorfall zurückgewiesen. „Grundsätzlich haben wir als Unternehmen keine juristische Grundlage, Kunden, die in vollem Umfang geschäftsfähig sind, den Antritt einer gebuchten Reise zu verwehren“, teilte das Unternehmen am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Aida betonte, dass es ein großes Verständnis für die tiefe Betroffenheit der Angehörigen gebe. „Ihnen gilt unser Mitgefühl in dieser schwierigen Zeit.“

Zu den Ermittlungen der kanadischen Polizeibehörden teilte Aida mit: „Wir kooperieren mit den ermittelnden Behörden in vollem Umfang. Da es sich aber um laufende Ermittlungen handelt, können wir dazu keine Aussagen treffen.“ Zu einem möglichen Überwachungs-Video, das die letzten Momente von Daniel Küblböck zeigt, hat Aida Cruises sich noch nicht geäußert.

Knapp drei Wochen nach Daniel Küblböcks Verschwinden hat sich die Polizei zu den Entwicklungen geäußert.

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Hinweis der Redaktion

Generell berichten wir nicht über den Verdacht auf Selbstmord-Absichten, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800-1110111. Hilfe bietet auch der Krisendienst Psychiatrie für München und Oberbayern unter 0180-6553000. Weitere Infos finden Sie auf der Webseite www.krisendienst-psychiatrie.de.

fro/dpa

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