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Ex-TV-Ärztin Kühnemann: Dramatische Operation in Zürich

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Von: Maria Zsolnay

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„Fürchterliche Schmerzen“: Dr. Antje-Katrin Kühnemann Ende September mit Krücken.
„Fürchterliche Schmerzen“: Dr. Antje-Katrin Kühnemann Ende September mit Krücken. © babiradpicture - abp

München - Antje-Katrin Kühnemann muss länger als vorgesehen in der Züricher Klinik bleiben. Denn: Aus der geplanten Operation wurden plötzlich zwei.

Sie wollte eigentlich schon längst wieder zu Hause sein. An ihrem geliebten Tegernsee, die Herbstsonne genießen und mit ihrem Mann Dr. Jörg Gühring ganz gemütlich ins Theater oder in die Oper gehen. Doch das Schicksal machte Antje-Katrin Kühnemann jetzt einen Strich durch die Rechnung. Die 71-Jährige muss länger als vorgesehen in der Züricher Klinik bleiben. Denn: Aus der geplanten Operation wurden plötzlich zwei. „Die erste Operation war auch größer und schwerer als gedacht“, lässt Kühnemann über eine enge Mitarbeiterin der tz ausrichten. Sie selbst wolle im Moment nur mit ihrem Mann sprechen, sie sei einfach noch zu schwach für ausführliche Telefonate. Es gehe ihr gerade nicht besonders gut, so die Mitarbeiterin. „Doch auf eines legt Frau Kühnemann besonderen Wert: Sie ist eine Kämpferin, soll ich ausrichten, und sie wird so schnell nicht aufgeben.“ Jetzt, nach der zweiten Operation, ist der ganze Rücken versteift.

Schon seit Jahren hat die Ärztin mit Rückenschmerzen zu kämpfen. 2014 unterzog sie sich der ersten Operation: Mehrere Platten und Schrauben wurden ihr zur Stabilisierung des Rückgrats eingesetzt. Danach sah alles gut aus – doch dann stürzte sie ausgerechnet an ihrem 70. Geburtstag, brach sich Schenkelhalskopf und Hüftkopf. Wieder eine OP.

Dann, in diesem Frühjahr, erfolgte der zweite, lange Eingriff, acht Stunden, unter starker Narkose, die sie nachhaltig schwächen sollte. „Aber zum Glück hatte ich einen guten Operateur“, sagte sie damals. Betreut wird sie seitdem von Professor Dr. Beat Simmen, der unter anderem in den Schweizer Privatkliniken Hirslanden operiert. Zurück in Bayern kümmerte sich der Chefarzt des Krankenhauses Agatharied persönlich um Frau Doktor Kühnemann. „Manchmal weiß ich schon besser als die Ärzte, was ich brauche“, scherzte sie kürzlich.

Gerade als sie wieder fit war, auf Partys und Premieren gehen konnte, ging es wieder los: „Ich habe fürchterliche Schmerzen, gerade so, als ob mir jemand ein Messer in die Hüfte stechen würde“, sagte sie noch Mitte September im Gespräch mit der tz. Da war bereits klar: Sie musste noch einmal operiert werden. „Aber ich bin guten Mutes, ich vertraue den Ärzten“, so Kühnemann damals.

Genau diese Zuversicht ist es, die Kühnemann immer wieder aufstehen lässt. Und ihre eiserne Disziplin. Denn sie weiß: sich hängen lassen und aufgeben, gilt nicht. Deshalb, so Kühnemann, gehe sie auch so gern aus. „Denn wenn ich mich hübsch mache, geht es mir gleich schon wieder besser.“ Maria Zsolnay

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