Exklusiver Kunst-Lunch mit Harald Glööckler

„Wir sind ja ­heute ganz entre nous, gell“

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Harald Glööckler beim exklusiven Kunst-Lunch.

München - 20 handverlesene Ladys feierten bei einem eleganten Mittagessen in den Galerieräumen in den Belgradstr. 11 Harald Glööckler und seine Kunst. Die tz war dabei.

Als Erstes kommt der Prosecco-Orange. Der lockert ein wenig, damit sich die Damen entspannen beim gegenseitigen Mustern. Was trägt man zu einem Lunch mit Deutschlands exzentrischstem Modedesigner? Auch Glööckler? Natürlich. Und so prangt das üppige Logo samt Goldkrone auf Brüsten, geprägten Taschen und Gürteln. Goldene Bordüren säumen schwarze Kostüme, schwere Ketten schmiegen sich an Hälse, und doch überstrahlt der Meister mit seinen üppigen Blink-Ringen, den dunkelgrau manikürten Fingernägeln und seinem weißen Jacket alle. Er ist der glänzende Mittelpunkt an diesem sonnigen Mittag in Schwabing. „Ach, ist das schön, in München zu sein. Allein schon beim Anflug sieht alles so hübsch und ordentlich aus.“

Harald Glööckler redet mit den Händen, die Ringe wirbeln durch die Luft, die Damen hängen an seinen Lippen. „Wir wollen sie auch in München haben“, fordert eine Dame mit viel Blond. „Ich würde auch gut zu München passen“, weiß er. Seine Assistentin gibt später zu, dass man bereits nach Immobilien Ausschau hält.

Bis dahin muss Society-Lady ­Ulrike Hübner weiter Fendi tragen. Und Chanel. „Aber ich habe die richtige Farbe gewählt“, sagt sie kichernd. „Das Orange passt zu den Bildern.“ Die sind vor allem: knallbunt, laut, auffällig. Glööckler eben. Weil er neben Mode, Geschirr und Tapeten jetzt auch seine Bilder verkauft (er malt seit 15 Jahren), sind alle ganz aus dem Häuschen. Ein Glööckler zum an die Wand hängen, wunderbar! Für 4200 Euro gibt’s Frühling, Erste Blume im Schnee oder Herzklopfen – quadratische Farbexplosionen in Öl.

Glööckler stellte auch seine Kunst aus.

Eigentlich sollte das nur seine Galerie in Berlin zeigen dürfen, ganz exklusiv. Doch Glööckler hat echte Liebhaber, wie die Münchner Galeristin Cornelia Walter. Sie darf als einzige Galerie in Süddeutschland den Meister ausstellen. Eine Ehre. An Material mangelt es nicht: Glööckler bemalt auch Orientteppiche, antike Spiegel, Sessel, Vasen, Lampen – seine Kreativität macht vor nichts halt. „Meine Kunstwerke sind ein Blick in mein Seelenleeben. Sie sind das Auge zu meinem Herzen“, erklärt der Meister und erhebt sein Glas in die Runde: „Auf die Kunst, auf uns!“ Die Augen der Damen glänzen, manche Wangen sind leicht gerötet. Wie schön, dem Meister einmal so nahe zu kommen. „Wir sind ja heute ganz entre nous, gell?“ Mit unter uns meint er die handverlesene Gästeschar, die sich in der Galerie einfinden durfte. Über jede der 20 Ladys, die Gastgeberin Walter eingeladen hatte, wollte der Designer Bescheid wissen. Er überlässt nichts dem Zufall. Nicht sein Geschäft, nicht sein Aussehen, nicht seine Kunst. „Ich male nachts, da stört mich niemand“, erklärt er. Und nicht, dass sie jetzt denken, das ist Entspannung. Nein, nein! Das ist harte Arbeit.“

Rund 20 handverlesene Ladys waren dabei.

Mit harter Arbeit hat der 49-Jährige es geschafft, sich ein respektables Imperium aufzubauen. Seinem Stil bleibt er dabei in allem treu. Selbst das Mittagessen, Feldsalat mit Dijonsenf-Dressing, Kalbsrücken mit getrüffeltem Kartoffelpüree und Ananas mit heißer Ingwerschokolade kommen auf Glööckler-Porzellan in schwarz-goldender Ornamentik.

„Ich finde, er ist eine Mischung aus Moshammer und André Heller“, sagt PR-Lady Simone Petrov. So exzentrisch wie der einstige Modezar, so kreativ wie der Wiener Künstler. Doch Glööckler kommt bei den Frauen besser an. Allein für seinen Spruch, er mache aus jeder Frau eine Prinzessin, liebt ihn seine weibliche Kundschaft. Und genau wie den Damen macht auch ihm das Alter zu schaffen. Im Mai wird er 50: „Das ist kein Grund zur Freude, glauben Sie mir.“ Vor allem: Je älter er werde, desto mehr strenge ihn das hektische Stadtleben an. Deshalb schaffe er sich mit seinem Mann Dieter Schroth einen Rückzugsort, ein „Häuschen im Grünen“, wie er sagt. „Na ja, das sind sechs Grundstücke. Ich habe sie gleich alle auf einmal gekauft, dann kann mir niemand reinschauen.“

Maria Zsolnay 

Zu sehen ist seine Kunst vom 29.4. bis 3.5. auf der Stroke Art Fair auf der Praterinsel. Dort, am Stand Nr. 30, wird Glööckler am 1. Mai, 12 Uhr, persönlich erscheinen. Ab 1. Juli stellt Cornelia Walter die Werke in der Belgradstr. 11 aus.

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