Wo sind die Dokumente?

FBI-Akten über Monroe spurlos verschwunden

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Marilyn Monroe

Los Angeles - Wie bei vielen Stars der Ära waren auch an Marilyn Monroe nicht nur Fans, sondern auch die US-Bundespolizei FBI interessiert. Doch die Akten sind spurlos verschwunden.

Was sie sagte, was sie tat, mit wem sie Kontakt pflegte, darüber legten die Ermittler ein ganzes Archiv an. Anlässlich ihres 50. Todestages am 5. August versuchte die Nachrichtenagentur AP, sich einen umfassenden Einblick in alle Akten über den Filmstar zu verschaffen. Doch die Unterlagen über die Ermittlungen in den Monaten vor ihrem Tod sind unauffindbar.

Das FBI erklärt, die über Monroe angelegten Akten nicht mehr zu haben. Das Nationalarchiv der USA, wo solche Dokumente normalerweise zur Aufbewahrung landen, hat sie nach eigenen Angaben auch nicht. AP stellte einen weiteren, noch anhängigen Antrag unter dem Freedom of Information Act (FOIA) um herauszufinden, wann genau die Akten - wie vom FBI behauptet - ausgelagert wurden. Gemäß FOIA sind US-Bürger berechtigt, Zugang zu Dokumenten der Regierung zu verlangen.

Marilyn Monroe ganz privat: Intime Einblicke in ihr Leben

Dieses Gemälde entstand 2011 und basiert auf einer Fotografie aus dem Jahr 1952. Der Künstler Alexander Timofeev stammt aus Russland. © dpa
Diese beiden Outfits stammen aus dem privaten Kleiderschrank von Schauspielerin Marilyn Monroe. © dpa
Im Hintergrund ist ein Foto von Marilyn Monroe zu sehen, mit einem roten X durchgestrichen. © dpa
Dieser Geld-Clip von Tiffany war auch einmal im Besitz von Marilyn Monroe. Sie ließ ihn gravieren und schenkte ihn Allan "Whitey" Snyder. © AP
Auf diesem Telegramm teilte Marilyn Monroe Allan "Whitey" Snyder mit, dass sie von den Verantwortlichen des Films "Something's Got To Give" gefeuert wurde. © AP
Diese Fotos wurden von Monroes Make-Up Artist Allan "Whitey" Snyder aufgenommen. Sie zeigen die Schauspielerin am Set eines Films. © AP
Hier befindet sich Marilyn Monroe am Set von "Something's Got To Give". © AP
Auf diesem Foto schminkt Make-Up Artist Snyder Marilyn am Set von "Let's Make Love". © AP
Diese Fotoserie entstand sechs Wochen vor dem Tod von Marilyn Monroe. © dpa

Angesichts Monroes Berühmtheit und Befürchtungen, sie sei in das Umfeld der Kommunistischen Partei geraten, wurde ein FBI-Dossier über sie angelegt, in dem sich auch mit ihrer Ehe zu dem Schriftsteller Arthur Miller befasst wird. Mit den Aufzeichnungen, hauptsächlich über ihre Reisen und Beziehungen, wurde 1955 begonnen. Das Dossier reicht bis wenige Monate vor ihrem Tod und enthält unter anderem auch Zeitungsartikel über die Monroe-Biographie von Miller, in der sich auch mit der Frage beschäftigt wird, ob die Schauspielerin von der Regierung getötet wurde.

Es gab zwei große Ermittlungen zu Monroes Tod: Eine wurde unmittelbar danach, die andere 1982 von der Bezirksstaatsanwalt von Los Angeles durchgeführt. Diese merkte damals an, dass die Unterlagen über Monroe “stark zensiert“ seien.

Über diese Bemerkung stolperte Thomas Noguchi, der als leitender Gerichtsmediziner für das Los Angeles County in Kalifornien eine Obduktion der Verstorbenen durchführte. Noguchi räumte ein, dass es “sehr wahrscheinlich“ sei, dass Monroe Selbstmord begangen habe. Doch solange das vollständige FBI-Dossier nicht veröffentlicht werde, gebe es weiterhin Spekulationen über Monroes Tod, schrieb er in seinen 1983 erschienen Memoiren “Der Coroner. Der Gerichts-Mediziner von Los Angeles und die toten Stars“.

dapd

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