Ohne den bisherigen König

Neue Details zur Thronbesteigung von Felipe

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Kronprinz Felipe und Letizia werden schon bald Spaniens neues Königspaar sein.

Madrid - Ohne ausländische Staatsgäste und ohne den bisherigen König Juan Carlos: Allmählich lichtet sich der Nebel. In Spanien wird immer klarer, wie die Thronbesteigung von Felipe VI. ablaufen wird.

Spaniens König Juan Carlos wird nach seiner Abdankung nicht an der Proklamation von Kronprinz Felipe zum neuen Monarchen teilnehmen. Der 76-Jährige wolle auf diese Weise dazu beitragen, dass sein Sohn bei der Zeremonie in der kommenden Woche im Madrider Parlament ganz im Mittelpunkt stehen werde, teilte ein Palastsprecher am Donnerstag mit.

Neben Felipe (46) und der künftigen Königin Letizia werden deren Kinder Leonor und Sofía, die jetzige Königin Sofía und Felipes älteste Schwester Elena bei dem feierlich Akt am kommenden Donnerstag dabei sein. Die Infantin Cristina, die zweite Schwester des künftigen Königs, werde fehlen. Sie und ihr Mann Iñaki Urdangarin sind in eine Finanzaffäre verwickelt, die dem Ansehen des Königshauses großen Schaden zugefügt hat.

Erhöhter Terror-Alarm in Madrid

Staatschefs anderer Länder und Mitglieder anderer Königshauser werden an der Zeremonie nicht teilnehmen, weil im Plenarsaal des Parlaments nicht genügend Platz ist. Am Tag der Krönung wird für die Sicherheitskräfte in Madrid erhöhter Antiterror-Alarm gelten. Für die Zeremonie werde die Alarmstufe drei verhängt, teilte das Innenministerium mit. Das ist die zweithöchste von insgesamt vier Stufen. Damit solle für ein Ereignis von hoher Bedeutung ein angemessener Sicherheitsrahmen geschaffen werden.

Eine außergewöhnliche terroristische Bedrohung gebe es nicht. Die Alarmstufe drei bedeutet, dass strategisch wichtige Bauwerke bewacht und Reserveeinheiten der Polizei mobilisiert werden. Nach Informationen der Zeitung „El País“ werden etwa 5000 Beamte im Einsatz sein. Für den Tag der Krönung von König Felipe VI. werden im Madrider Luftraum Einschränkungen für den Flugverkehr gelten.

Diese Bürgerlichen haben in Königshäuser eingeheiratet

Kate Middleton heiratete am 29. April 2011 den britischen Prinzen William. Kate stammt aus einer bürgerlichen Familie. Ihre Eltern wurden durch den Verkauf von Kindergeburtstagsartikeln zu Millionären. Prinz George, der erste gemeinsame Sohn von William und Kate, kam 2013 zur Welt. © dpa
Camilla, die große Liebe des britischen Thronfolgers Prinz Charles. Sie war schon seine Langzeitgeliebte während der Ehe mit Lady Di. Die musste der Prinz aber damals heiraten, weil sie aus einer Adelsfamilie stammte. Seit 9. April 2005 sind die bürgerliche Camilla und der blaublütige Charles verheiratet. Die Liebe hat gesiegt - in dieser Generation ist das noch nicht selbstverständlich gewesen. © dpa
Letizia Ortiz ist die Tochter eines Journalisten und einer Krankenschwester. Sie selbst war vor ihrer Hochzeit mit dem spanischen Kronprinzen Felipe Nachrichtensprecherin beim Sender TVE. Am 22. Mai 2004 heiratete Letizia den Kronprinzen in der Almudena Kathedrale in Madrid. Gemeinsam haben sie zwei Töchter. Felipe wird in wenigen Tagen den spanischen Thron besteigen.  © dpa
Charlene Wittstock heiratete am 2. Juli 2011 Fürst Albert II. von Monaco. Die Südafrikanerin mit deutschen Wurzeln machte zunächst als Schwimmerin Karriere. Im Jahr 2000 lernte die bürgerliche Charlene den Fürsten am Rande einer Sportveranstaltung kennen. Sie erwartet das erste gemeinsame Kind. © dpa
Mit bürgerlichen Ehen kennen sich die Monegassen aus: Grace Kelly, die Mutter von Fürst Albert II., heiratete am 19. April 1956 als Bürgerliche Fürst Rainier III. Die US-Schauspielerin starb in Folge eines Autounfalls im Alter von 52 Jahren. © dpa/Archives du Palais Princier-Monaco
Kronprinzessin Mary ist gebürtige Australierin und lernte den dänischen Thronfolger Prinz Frederik während der Olympischen Sommerspiele 2000 in Sydney kennen. Am 14. Mai 2004 heiratete das Paar in Kopenhagen und hat heute vier Kinder: Christian, Isabella und die Zwillinge Vincent und Josephine. Vor ihrer Hochzeit arbeitete die Prinzessin als Marketingfachfrau. © dpa
Prinzessin Masako ist die Ehefrau des japanischen Thronfolgers Naruhito und als Diplomatentochter kosmopolitisch gebildet. Sie studierte Wirtschaft in Harvard und Oxford und arbeitete für das japanische Außenministerium. Am 9. Juni 1993 heiratete sie den japanischen Kronprinzen. Allerdings nicht ohne einen Gesundheitstest auf Fruchtbarkeit und Verzichtserklärungen für Kinder und Geld im Falle einer Trennung. © dpa
Königin Maxima ist die Ehefrau des niederländischen Königs Willem-Alexander. Sie ist Argentinierin und studierte Wirtschaftswissenschaften in Buenos Aires. Anschließend arbeitete sie für verschiedene Banken, unter anderem auch für die Deutsche Bank in New York, die sie nach Brüssel versetzte. Am 2. Februar 2002 heiratete sie Willem-Alexander in Amsterdam und gab ihren Job auf. Das Paar hat drei Töchter: Catharina-Amalia, Alexia und Ariane. © dpa
Mette-Marit ist die Ehefrau von Kronprinz Haakon von Norwegen. Mette-Marit ist eine Prinzessin mit bewegter Vergangenheit. Sie studierte in Oslo, war allerdings auch der Partyszene samt Drogen und Alkohol zugetan. Aus dieser Zeit hat sie den unehelichen Sohn Magnus. All das sorgte für Zündstoff als die Beziehung zum Prinzen öffentlich wurde. Am 25. August 2001 heiratete das Paar und hat zwei Kinder: Ingrid Alexandra und Sverre Magnus. Mette-Marits Sohn lebt bei seiner Mutter und dem Prinzen. © dpa
Schwedens Königin Silvia ist gebürtige Heidelbergerin und heiratete am 19. Juni 1976 den schweidschen König Carl XVI. Gustaf. Silvia spricht sechs Sprachen. Sie lernte den König während der Olympischen Sommerspiele 1972 in München kennen. Zur Ehren des schwedischen Brautpaares hat die Popgruppe Abba 1976 das Lied "Dancing Queen" uraufgeführt. © dpa
Der einzige Mann unter den bürgerlichen Thronfolgern: Daniel Westling. Am 19. Juni 2010 heiratete der Fitnesstrainer Kronprinzessin Victoria von Schweden, Töchterchen Estelle kam 2012 zur Welt. © dpa
Madeleine von Schweden Chris O'Neill
Chris O'Neill heiratete am 8. Juni 2013 Prinzessin Madeleine von Schweden. Für den britisch-amerikanischen Geschäftsmann verlegte Madeleine ihren Lebensmittelpunkt nach New York. Die erste gemeinsame Tochter Leonore erblickte 2014 das Licht der Welt. © picture alliance / dpa
Königin Rania von Jordanien ist eine Bürgerliche, die in Kairo Betriebswirtschaft studierte und am 10. Juni 1993 Prinz Abdullah bin al-Hussein von Jordanien heiratete. Gemeinsam haben sie vier Kinder. © dpa
Das schweizer Model Tatiana Blatnik heiratete am 25. August 2010 den griechischen Prinzen Nikolaos auf der Insel Spetses in der Ägäis. © dpa
Mabel Wisse Smit ist die Witwe von Prinz Johan Friso der Niederlande. Er war der zweite Sohn von Königin Beatrix und König Claus. Wegen Mabels bewegter Vergangenheit verzichtete der Prinz auf seinen Titel. Er starb 2013 an den Folgen eines Ski-Unfalls. © dpa
Prinzessin Märtha-Louise ist die älteste Tochter des norwegischen Königspaares Harald und Sonja. Sie heiratete 2002 den Schriftsteller Ari Behn und verzichtete auf ihren Titel Königliche Hoheit und die Apanagen. Sie ist seitdem mit Prinzessin anzusprechen und steht auf Platz 4 der norwegischen Thronfolge. Ihre Kinder tragen den Namen des Vaters und keine Titel. © dpa
Marie-Chantal Miller ist die Tochter eines Milliardärs und die Ehefrau des griechischen Thronfolgers Paul von Griechenland mit dem sie fünf Kinder hat. © dpa
Marie Cavallier ist die zweite Ehefrau des dänischen Prinzen Joachim. Er ist der zweite Sohn des dänischen Königspaares Königin Margrethe und Prinz Henrik. Am 24. Mai 2008 heiratete das Paar und hat zusammen zwei Kinder: Henrik und Athena. © dpa

Parlamentspräsident Jesús Posada bestätigte, dass die Proklamation am kommenden Donnerstag (19. Juni) stattfinden wird. Juan Carlos hatte in der vorigen Woche überraschend seine Abdankung angekündigt. Der Thronfolger Felipe wird auf einer gemeinsamen Sitzung beider Kammern des Parlaments als neuer König vereidigt.

dpa

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