Fendrich: Kokainsucht auch wegen Tod seiner Tochter

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Rainhard Fendrich

Osnabrück - Der Sänger Rainhard Fendrich sieht seine überstandene Kokainsucht im Zusammenhang mit der Trauer um seine Tochter.

Er habe 1989, “direkt nach dem Tod unserer Tochter Theresa-Valentina“ angefangen, Kokain zu konsumieren, sagte der 55-jährige Österreicher der “Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstagausgabe). “Der Tod eines Kindes ist ein so krasser Einschnitt, den kannst du nicht verarbeiten. Dieses Gefühl gönne ich nicht meinem ärgsten Feind, einem so kleinen Sarg nachzusehen. Sie wurde nur 18 Monate alt. Das ist furchtbar. Der Phantomschmerz geht nie wieder weg.“

Das Mädchen war an einer Viruserkrankung gestorben. Das solle aber nicht heißen, “dass jeder, der einen Kindesverlust erlebt, nachher drogensüchtig wird - das ist keine Entschuldigung“, betonte der Liedermacher. “Man glaubt aber, sich mit den Drogen wieder aufzubauen. Irgendwann sind sie zu deinem alltäglichen Leben geworden, du merkst gar nicht, wie dein Körper verfällt.“ Die Drogensucht habe er nur überwinden können, “weil es einen Menschen gab und gibt, der mich liebt und schätzt, egal was passiert ist“. Auch habe seine Managerin immer an ihn und seine künstlerische Kapazität geglaubt, sagte Fendrich. “Diese beiden Strohhalme haben mich aus der Gletscherspalte herausgeholt. Das vergesse ich nie.“ Fendrich wird demnächst wieder Vater; seine Lebensgefährtin ist schwanger.

dapd

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