Filmhafen Tempelhof

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Ein Rosinenbomber auf dem Flughafen Tempelhof.

Berlin - Das traditionsreiche Studio Babelsberg will den stillgelegten Flughafen Berlin-Tempelhof nutzen.

Das Konzept zum Filmhafen Tempelhof vereint Filmproduktionen, ein öffentlich zugängliches Veranstaltungszentrum sowie ein Büro und einen Wohnkomplex für Film- und Medienschaffende. Studiochef Carl Woebcken legt Wert darauf, dass die denkmalgeschützte Immobilie nicht zerstückelt und „Rosinen herausgepickt werden“. „Wir haben kein Interesse, nur ein paar Flugzeughangars zu mieten“, sagte Woebcken. Derzeit läuft ein Ideenwettbewerb des Senats zur Zukunft von Tempelhof. Ende Januar wird mit Ergebnissen gerechnet.

Zum Plan von Studio Babelsberg gehört es, dass die Kulisse zur „Berliner Straße“, in der etwa Sonnenallee gedreht wurde, einen Platz auf der Rollfläche bekommt. Außerdem soll der Requisiten- und Kostümfundus – der als größter Europas gilt – in das Gebäude von Ernst Sagebiel einziehen. „85 Prozent unseres Geschäfts machen wir mit Fernsehproduktionen“, erläuterte Woebcken. Da sei eine stadtnahe Lage des Fundus von Vorteil. Zwei Hangars sollen für Kinodreharbeiten zur Verfügung stehen. „Da kann man große Sets reinbauen.“ Woebcken hofft, dass der Filmhafen im Wettbewerb gute Chancen hat. Die Resonanz auf das Konzept sei bisher positiv.

Mit dem Plan würde Babelsberg seine Produktionsfläche von 30 000 auf 25 000 Quadratmeter verkleinern. Büroflächen könnten von der Computerspiele-Branche genutzt werden. „Wir haben aber auch vor, internationale Filmproduzenten anzusiedeln“, so Woebcken.

In Babelsberg entstanden seit 1917 Klassiker der Kinogeschichte, darunter Der blaue Engel und Metropolis. In jüngster Zeit lockte das Studio Hollywoodproduktionen wie Speed Racer, Der Vorleser und Operation Walküre an. Der Flughafen Tempelhof, 1948/49 Schauplatz der Luftbrücke und einst eines der größten Gebäude der Welt, war im vergangenen Jahr geschlossen worden. Die Nachnutzung steht noch nicht fest, ein Interessent ist das Alliierten-Museum.

Woebcken sagte, der Flughafen solle wegen der hohen Kosten nicht noch einen Winter leer stehen. „Wir hoffen, dass es bis Juni zum Vertragsabschluss kommt.“ Das Konzept von Studio Babelsberg sieht für Tempelhof eine auf etwa zehn Jahre angelegte Zwischennutzung vor. Darin sind auch Museumsflächen vorgesehen.

Quelle: tz

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