Der beliebte Schauspieler im Überblick

Florian David Fitz: Von der Schauspielschule in Boston zur deutschen Kinolandschaft

Der Schauspieler Florian David Fitz lächelt in die Kamera.
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Florian David Fitz: Der deutsche Schauspieler ist seit 2010 aus der deutschen Kinolandschaft nicht mehr wegzudenken.

Florian David Fitz’ Schauspielkarriere und Anfänge in der Drehbuch- und Regiearbeit – Einblicke in seinen schauspielerischen Werdegang und seine ersten Schritte als Drehbuchautor.

  • Florian David Fitz zog es zwar anfänglich nach Amerika, wollte aber in Deutschland als Schauspieler Karriere machen.
  • Den Sprung vom Fernsehen ins Kino schaffte der beliebte Schauspieler mit ‚Männerherzen‘.
  • Sein Herz schlägt mittlerweile auch fürs Drehbuchschreiben und er hat sich auch schon am Regie Führen versucht.

Der deutsche Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor Florian David Fitz wurde am 20. November 1974 in München als Sohn von Karlhans und Gabriele Fitz geboren. Nach seiner klassischen Schauspielausbildung in Boston wollte der Münchner in Deutschland Karriere machen. Mit seinem Talent im Gesang, der Musik und der malerischen Kunst hätte es Fitz auch leicht in eine andere Richtung ziehen können, aber das Schauspiel hielt ihn glücklicherweise im Bann.

Der Deutsche hat aber nicht nur Talent fürs Schauspiel, sondern hat sich auch schon als erfolgreicher Drehbuchautor und Regisseur bewiesen. In ‚Jesus liebt mich‘ übernimmt der Schauspieler sogar drei Aufgaben und zeigt, was alles an Kreativität in ihm steckt.

Florian David Fitz’ Ausbildung und schauspielerische Anfänge

Florian David Fitz wuchs mit viel beschäftigten Eltern auf, da diese ein Hotel führten, das heute von seiner Schwester Stefanie Fitz weitergeführt wird. Da seine Eltern viel Zeit im Hotel verbrachten, erlaubte das dem Schauspieler als Kind viele Freiräume. Die Familie war dennoch sehr wichtig und Fitz hatte nicht das Gefühl zu wenig von seinen Eltern gesehen zu haben, sondern gibt auch zu, dass es ihm manchmal fast zu viel wurde. Mit seinem Vater eckte der beliebte Schauspieler oftmals an, wenn ihm Dinge unlogisch erschienen und er gibt zu, gerne diskutiert zu haben.

Florian David Fitz ist mit den Schauspielern Michael und Lisa Fitz verwandt, nicht aber mit Florian Fitz. Um es nicht zu Verwechslungen kommen zu lassen, hatte sich der Münchner dazu entschieden seinen Namen ein wenig zu ändern. Florian David Fitz ist nämlich nicht sein eigentlicher Name. Der Künstler wurde als Florian Ingo Ulrich Fitz geboren. Um Verwirrung zu vermeiden, fügte der Deutsche so den erfundenen Zweitnamen David hinzu, da ihn mit den gewählten Zweitnamen seiner Eltern auch keine besondere Liebe verband. verwandt, nicht aber mit Florian Fitz. Um es nicht zu Verwechslungen kommen zu lassen, hatte sich der Münchner dazu entschieden seinen Namen ein wenig zu ändern.

Der Münchner ging in seiner Geburtsstadt auf das Elsa-Brändström-Gymnasium. Nach Abschluss des Abiturs 1994 zog es den Künstler nach Nordamerika. In Boston lernte er nicht nur über Schauspiel, sondern auch über Gesang, da das in den USA auch Teil der Ausbildung ist. Währenddessen jobbte Fitz nebenbei als Kellner und als er 1998 sein Studium abschloss, ging der Deutsche nach New York. Dort verbrachte er ein Jahr und verdiente sich weiterhin als Kellner durch einen Cateringservice bei Forbes und Christie’s Geld.

Neben dem Studium sammelte Fitz schon bei Theaterstücken Erfahrung und mit der Rolle des Brad in ‚The Rocky Horror Show‘ tourte er im Jahr 1999 durch Italien, Österreich, die Schweiz und Deutschland. Im selben Jahr war der Münchner in seiner ersten Fernsehrolle in einer Folge der Serie ‚Der Bulle von Tölz‘ zu sehen, in der Lisa Fitz als seine Mutter mitspielte. Nachdem Fitz zurück in Deutschland war, begann er privaten Schauspielunterricht bei Helga Engel zu nehmen, die Dozentin bei der Otto-Falckenberg-Schule war. Neben dem privatem Unterricht drehte Florian David Fitz 2000 den RTL-produzierten Psychothriller ‚Das Psychogirl – Du wirst sie nicht mehr los‘. Auch im Jahr 2000 war der Schauspieler zum ersten Mal für die Kinoleinwand in ‚Hawaiian Gardens‘ vor der Kamera. Es folgten kleinere Rollen mit Projekten ‚Ice Planet‘, ‚Mädchen, Mädchen 2 – Loft oder Liebe‘ und ‚Schulmädchen‘.

Florian David Fitz: Kleinere Erfolge und Kinofilme

Auf Anraten von Helga Engel nahm Florian David Fitz 2005 die Rolle in ‚Rosamunde Pilcher – Der Himmel über Cornwall‘ an. Seine Schauspiellehrerin empfahl ihm die Rolle zu nehmen, da es bei der Rolle sehr darauf ankommt, was man daraus macht, wie Fitz zugibt. 2007 nahm der Schauspieler stellvertretend für das Team von ‚Meine verrückte türkische Hochzeit‘ den Adolf-Grimme-Preis entgegen. Gleich darauf konnte man den Münchner in der ZDF-Serie ‚Doktor Martin‘ sehen. Von 2008 bis 2011 spielte Fitz als Oberarzt eine Hauptrolle in der Fernsehserie ‚Doctor’s Diary‘. Nach weiteren TV-Rollen sprach der Schauspieler insgesamt sieben Mal für den Kinofilm ‚Männerherzen‘ vor, in dem er schlussendlich 2010 an der Seite von Til Schweiger und Christian Ulmen auf der Kinoleinwand zu sehen war.

Der Münchner macht das oftmalige Vorsprechen daran fest, dass Deutschland mehr traditionell eine Fernsehgesellschaft als eine Kinogesellschaft und Kinofilme daher auf eine härtere Probe gestellt werden müssen. Jemand, der im Fernsehen gut ankommt, wird nicht unbedingt auch im Kino geliebt. Glücklicherweise konnte Fitz jedoch überzeugen und so war der Frauenschwarm bei der Produktion dabei. Im Jahr 2011 spielte der Münchner im zweiten Teil ‚Männerherzen … und die ganz ganz große Liebe‘ erneut neben Til Schweiger vor der Kamera. 2019 war der Schauspieler in ‚Das perfekte Geheimnis‘ zu sehen.

Florian David Fitz’ erste Drehbucherfahrungen

Während Florian David Fitz noch mit den Dreharbeiten von ‚Doctor’s Diary‘ beschäftigt war, begann er das Drehbuch für ‚Vincent will Meer‘ zu entwickeln. Der Schauspieler hatte sich hierfür bei der Drehbuchwerkstatt München beworben, wo er beim Schreiben von Tutoren betreut wurde. Drehbücher werden nicht immer verfilmt und so war auch dieses nicht das erste Drehbuch des Münchners. Es war jedoch das erste, das verkauft sowie verfilmt wurde und das mit nicht wenig Erfolg. Anfangs war nicht geplant, dass Fitz im Film auch die Hauptrolle übernimmt, aber letztlich konnte der Deutsche für die Rolle überzeugen. Für den Part des Tourrette-Syndrom erkrankten Vincents bereitete sich der Münchner vor, indem er sich mit der Krankheit genauer befasste und auch versuchte im Alltag auszutesten wie es sich mit der Krankheit leben würde und tauschte sich auch mir Erkrankten aus, um dem Charakter Vincent Glaubhaftigkeit zu verleihen.

Florian David Fitz’ Regiedebüt

Fitz ist sich auch bewusst, dass Drehbuchautoren gerade in Deutschland nicht gerade zu den einträglichsten Jobs gehören, obwohl Drehbücher die Basis für Filme bedeuten. Auch in ‚Jesus liebt mich‘ ist der Schauspieler für das Drehbuch verantwortlich. Es kommt jedoch nicht komplett aus seiner Feder, sondern basiert auf dem gleichnamigen Roman von David Safier. Für den Film war Fitz aber nicht nur der Drehbuchautor, sondern übernahm erneut die Hauptrolle und machte hiermit sein Regiedebüt. Eigentlich hatte der Deutsche erwartet, dass er später mit der Regiearbeit beginnen würde. Mit dem Film bot sich diese Aufgabe aber an. Für das Drehbuch weicht er von der Buchvorlage insofern ab, als einige der Monologe nicht eins zu eins für Film geeignet sind. Fitz musste bei der Darstellung des Inhalts mehr auf bildliche Übermittlung zurückgreifen und bezeichnet die Verfilmung selbst als ein recht gewagtes Projekt.

Generell sieht der Münchner Regieführen als wahnsinnig schöne Aufgabe. Sie bedeutet für ihn aber auch sehr viel Arbeit. Da Fitz für den Film auch der Hauptdarsteller war, musste der Künstler so nach Abschluss der Dreharbeiten zusätzlich noch Promoarbeit für den Film leisten. Weitere Regieprojekte sieht Fitz auf jeden Fall in seiner Zukunft. Hauptrollen in eben diesen Filmen zu übernehmen sieht der Drehbuchautor als weniger wahrscheinlich.

Florian David Fitz: Was wichtig im Leben ist

Florian David Fitz’ Geheimnis beim Schauspielern ist es persönlich zu spielen, aber nicht zu privat zu wirken. Wichtig für den Münchner ist große situative Präzision. Für jede Rolle versucht er sich hineinzudenken und auch etwas von sich in den Charakter mitzubringen. Laut dem Münchner wird eine Rolle für den Zuschauer nur spannend, wenn man als Schauspieler nicht nur eine Maske aufzieht. Sonst läuft man Gefahr, als austauschbar betitelt zu werden. Echtheit ist für Fitz das Erfolgsgeheimnis. Schon seine Schauspiellehrerin Helga Engel hat ihm beigebracht, dass man einen Charakterdarstellung ernst meinen muss. Für den Regisseur müssen sich Charaktere in der Mitte zwischen eigenen Ansichten und dem eigenen Wesen der Rolle treffen.

Der Münchner nimmt Erfolge insgesamt nicht zu wichtig. Für ihn dürfen Filme nicht zu viel Platz im Leben einnehmen. Ihm kommt es hier besonders auf eine gute Balance an. In dem Leben des Münchners spielt so auch sein Haustier Hund Elmo eine zentrale Rolle, welchen man beisspielsweise auch auf seinem Instagramprofil in süßen Posts bewundern kann.

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