Corona versalzt ihm die Suppe

Frank Zander muss Weihnachtsfest für Obdachlose absagen

Schlagerstar Frank Zander mit Gregor Gysi beim Weihnachtsessen in Berlin
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Frank Zander mit Politiker Gregor Gysi auf seinem traditionellen Weihnachtsessen für Obdachlose.

Er hat alles versucht: Frank Zander darf sein traditionelles Weihnachtsessen für Obdachlose nicht wie gewohnt ausrichten

  • Jedes Jahr zu Weihnachten empfängt Frank Zander Obdachlose im Berliner Hotel „Estrel“
  • Aufgrund der Corona-Auflagen fällt das Fest dieses Jahr leider aus
  • Seinen Kampf für die Armen will der Musiker trotzdem nicht vernachlässigen und widmet sich nun neuen Charity-Projekten.

Berlin – Bittere Pille für Frank Zander: Der Schlagerstar muss sein jährliches Weihnachtsessen für Obdachlose aufgrund von Corona-Auflagen absagen. Rund 3000 Bedürftige bewirtet der Musiker normalerweise kurz vor Weihnachten im Berliner Hotel ‚Estrel‘. Dort erwartet die mittellosen Menschen dann ein üppiges Festmahl mit Gänsebraten und einer unterhaltsamen Show. Bereits seit 25 Jahren organisiert der ‚Hier Kommt Kurt‘-Künstler das Charity-Event und wird dabei auch von vielen weiteren Prominenten unterstützt, die sich nicht zu schade sind, für die Obdachlosen Kellner zu spielen.

Doch dieses Jahr versalzt ihm die weltweite Gesundheitskrise leider gehörig die Suppe. „Die zahlreichen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen, die wir zu erfüllen hätten, wären für das Organisationsteam und nicht zuletzt auch für mich nicht mehr umsetzbar gewesen“, schreibt der Sänger in einem Statement auf Facebook. „Als Veranstalter trage ich eine besondere Verantwortung gegenüber unseren Gästen, Helfern und Partnern. Dieser Verantwortung kann ich aber guten Gewissens nicht mehr nachkommen, da unsere Gäste leider alle in die sogenannte Risikogruppe fallen.“

Frank Zander: „Wir werden die Ärmsten der Armen nicht vergessen“

Klar ist: Die Absage seines Herzensprojekts fällt Frank Zander nicht leicht. Der Schlagermusiker habe „bis zum Schluss gekämpft“, um das Weihnachtsessen zu realisieren. Die Anforderungen hätten das Team jedoch vor „unlösbare Probleme“ gestellt. „Wie sollen wir verlässliche Angaben zum Wohnort festhalten, wenn doch der Großteil unserer Gäste wohnungslos ist?“, ärgert sich der 78-Jährige. Umso wichtiger ist es ihm, den Obdachlosen trotzdem so gut wie möglich zur Seite zu stehen. „Dieses Jahr werde ich und werden wir andere Wege gehen“, kündigt er an. „Aber vor allem werde ich mit meiner Familie und meinen Freunden und Helfern die Ärmsten der Armen nicht vergessen – Darauf könnt ihr euch verlassen!“

Als erstes Projekt unterstützt Zander so den Berliner Foodtruck der Caritas, der täglich um die 150 warme Mahlzeiten an Bedürftige in der Hauptstadt verteilt. Stolze 20.000 Euro spendet der Musiker an die „fahrende Suppenküche“, die bereits kurz vor dem finanziellen Aus stand.

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