Der bekannte Schauspieler im Überblick

Frederick Lau: Von Eishockey und Judo zum Schauspiel

Schauspieler Frederick Lau ist zu Gast auf der Berlinale
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Frederick Lau: Der deutsche Schauspieler genießt seinen Leben zwischen Familie und Karriere

Frederick Laus Schauspielerfolge – Einblicke in seinen schauspielerischen Werdegang und sein Privatleben

  • Frederick Lau wurde durch den Kinofilm ‚Die Welle‘ bekannt.
  • Der Schauspieler strebte ursprünglich eine Karriere als Eishockeyspieler an und stieß mehr durch Zufall auf die Schauspielerei.
  • Seit 2015 ist der Berliner mit der Moderatorin Annika Kipp verheiratet und die beiden sind mit ihren drei Kindern eine glückliche Familie.

Der deutsche Schauspieler Frederick Lau wurde am 17. August 1989 in Berlin geboren. Durch den Film ‚Die Welle‘ erlangte der Berliner Bekanntheit. Wollte der Berliner erst gar kein Schauspieler werden, da ihn Sport mehr interessierte, so kann sich Lau nicht mehr vorstellen, etwas anderes zu machen.

Privat ist der Berliner glücklich mit Annika Kipp verheiratet, mit der er drei Kinder hat. So warten hier nicht nur beruflich noch viele Abenteuer auf den Schauspieler.

Frederick Laus Kindheit und schauspielerische Anfänge

Frederick Lau wuchs in Berlin im Stadtteil Steglitz auf, in dem seine Eltern einen Antiquitätenladen betrieben. Später wurde dieser in ein Antiquitätencafé umgewandelt. Seine Erziehung haben mitunter auch seine Großeltern übernommen, da die Eltern mit ihrem Geschäft viel zu tun hatten. Der Schauspieler konnte sich schon früh für Sportarten begeistern, denn er begann als Dreijähriger Eishockey zu spielen. Insgesamt war er dreizehn Jahre dabei. Gleichzeitig war er beim Judo aktiv. Der Berliner wurde später mit seiner Eishockeymannschaft Deutscher Meister und beim Judo erreichte er bereits mit neun Jahren den Titel des Berliner Jugendmeisters.

Dank Judo fing der Berliner auch mit dem Schauspielern an, denn ursprünglich war das eigentlich nicht der Plan. Als der kleine Frederick Lau die lokale Zeitung nach einem Beitrag über seinen Sieg im Judowettkampf durchsuchte, stieß er auf eine Einladung zu einem Kindercasting. Laus Vater begleitete seinen Sohn und das sollte sich als gute Entscheidung herausstellen, da vor Ort eine schriftliche Bewerbung mit Foto verlangt wurde. Sein Vater ging mit ihm einfach zur Hintertür und so ging er zu seinem ersten Casting. Zwischen Eishockey und Schauspiel musste sich der Berliner letztlich entscheiden und gab daher seinen Sport auf, da beides gleichzeitig irgendwann unmöglich wurde.

Der Deutsche besuchte das Fichtenberg-Gymnasium in Berlin, doch musste er Schule wechseln, da er aufgrund Dreharbeiten viel Unterricht verpasste. So ging der Nachwuchsschauspieler auf die private Kant-Schule, wo er auch seine mittlere Reife machte. Hatte der Berliner in seiner Kindheit noch kein eigenes Zimmer, weswegen er im Wohnzimmer auf einem Sofa schlief, zog Lau bereits mit sechzehn Jahren in seine erste eigene Wohnung.

Frederick Lau über Gefühle und Stärke

Sein Vater unterstützte die Schauspielkarriere des Deutschen und vermittelte ihm, dass Gefühle auch gezeigt werden dürfen. Zu Zeiten von Niederlagen schimpfte ihn der Vater daher nicht, wenn er weinte. Der kleine Lau war schon immer recht ehrgeizig und sah Niederlagen als ein Grund zum Weinen. Aber auch Erfolge lassen ihn emotional natürlich nicht unberührt und so fehlten ihm die Worte, als er den deutschen Filmpreis in der Kategorie Beste männliche Nebenrolle entgegennahm und er nur zugeben konnte, Schauspieler zu sein, macht ihm Spaß.

Der Berliner empfindet weinen auch nicht als Schwäche, sondern sieht es vielmehr als Stärke an, wenn man seinen Emotionen freien Lauf geben kann. Auch der Männlichkeit schadet Weinen nicht. Im Gegenteil betrachtet es als etwas, das einfach dazugehört. Nach Niederlagen sah er weinen auch als Ansporn für sich selbst an, es das nächste Mal noch besser zu machen. Insgesamt dankt er seinem Vater, dass er Emotionen zeigen durfte sowie darin bestärkt wurde, wie wichtig Gefühle sind.

Frederick Lau: Schauspielrollen und Erfolge

Seinen ersten Fernsehfilm drehte der Berliner im Jahr 2000 mit ‚Die Polizistin‘. 2001 war der Berliner in ‚Drei Stern Rot‘ zum ersten Mal auf der Kinoleinwand zu sehen. Weitere Filme folgten mit ‚Der Brief des Kosmonauten‘, ‚Das fliegende Klassenzimmer‘ und ‚Bibi Blocksberg und das Geheimnis der blauen Eule‘. 2003 drehte der Schauspieler mit ‚Wer küsst schon einen Leguan?‘ seine erste Hauptrolle. Regelmäßige Fernsehauftritte in Serien füllen den Kalender des Berliners. Von ‚Polizeiruf 110 – Die Mutter von Monte Carlo‘ über ‚SOKO Leipzig – Glückliche Familie‘ und ‚Schloss Einstein‘ reichen die Rollen bis zum ‚Tatort – Bevor es dunkel wird‘.

In dem deutschen FilmdramaDie Welle‘ stellte Lau den Außenseiter Tim Stoltefuss, für dessen Rolle er den deutschen Filmpreis in der Kategorie Beste männliche Nebenrolle erhielt. Nach dem Erfolg standen dem Schauspieler viele Angebote offen und gab im Interview zu, seine Rollen so bedacht wie möglich zu wählen. 2009 drehte der Deutsche seinen ersten internationalen Film mit ‚Die Gräfin‘. Filme wie ‚Türkisch für Anfänger‘, ‚Wir waren Könige‘ und ‚Nichts für Feiglinge‘ gehören auch zur Liste der Werke, in denen Frederick Lau seine schauspielerische Leistung zeigt.

2015 zeigte er sein Können im Spielfilm ‚Victoria ‘, der mit seinen 140 Minuten in einer einzigen Kameraeinstellung gedreht wurde und mehrfach ausgezeichnet wurde. Lau konnte hier seinen zweiten deutschen Filmpreis abstauben. Diesmal sogar in der Kategorie Beste darstellerische Leistung – männliche Hauptrolle. In den Animationsfilmen ‚Zoomania‘, ‚Pets‘ und ‚Pets 2‘ glänzt der Berliner als Synchronsprecher. Im Jahr 2016 ist der Schauspieler in ‚SMS für Dich‘ auf der Kinoleinwand zu sehen. 2017 begeistert er unter anderem in der Fernsehserie ‚4 Blocks‘. Im tragikomischen Film ‚Sweethearts‘ stellte der Berliner einen Polizisten dar. In der Komödie ‚Das perfekte Geheimnis‘ spielte er mit Jella Haase ein frisch verliebtes Pärchen.

Frederick Laus Familienglück und Werte

Der Berliner hat nicht nur ein gutes Händchen für Filme, sondern kann sich auch privat nicht beklagen. Mit seiner Partnerin Annika Klipp ist der Schauspieler seit 2013 zusammen. Die beiden hatten sich bei einem Dreh von Rapper B-Tight kennengelernt, der sie für sein Video ‚Die Zeit heilt nichts‘ engagierte. Für den Clip sollten die zwei sich in einer Szene im Restaurant über Kerzenlicht küssen. Seitdem sind die beiden ein Paar. Da sie ihr Glück nicht fassen konnten, hielten sie ihre Beziehung ein paar Monate geheim, bevor sie sich öffentlich zeigten. 2014 konnten sich die beiden über die Geburt von Liselotta freuen. Im Jahr 2015 gaben die beiden sich auch schon das Ja-Wort. Die beiden Laus erweiterten ihr Familienglück 2016 mit Sohn Baz Barne. 2019 folgte dann Kind Nummer Drei mit Sohn Bruno Charles. Den Neuzugang zur Familie teilten die beiden auf ihren Instagramprofilen und Frederick Lau kommentierte sein Bild mit ‚komplett‘. Es scheinen bei der Familie also erstmal keine weiteren Kinder in Planung zu sein.

Das Ehepaar teilte sich die Aufgaben, die mit Kindern verbunden sind, anfangs, merkte dann aber schnell, dass ein Kindermädchen vor allem bei zwei berufstätigen Eltern sehr hilfreich sein kann. So engagieren die beiden eben einfach jemanden, wenn es aufgrund Annikas Arbeitszeiten und Fredericks Drehterminen eng werden würde. Der Schauspieler schreibt Familie groß und deswegen will er auch wie schon sein Vater ihm selbst, seinen Kindern Werte vermitteln. So hängt im Zimmer seines Sohns ein Bild auf dem ‚Boys don‘t cry‘ steht, aber seinen Werten entsprechend hat der 31-Jährige das ‚don‘t‘ durchgestrichen.

Auch im Beruf lässt er sich schlechten Umgang nicht gefallen und verließ mit 16 bereits einen Drehort, da er ausschließlich arrogante Umgangsweise erfuhr. Der Berliner achtet darauf, welche Projekte er auswählt und mit welchen Menschen er sich umgibt. Karrieretechnisch macht sich der Schauspieler jedoch weniger Pläne. Der Deutsche lässt neue Rollen einfach auf sich zukommen und lebt viel für den Moment. Sein Beruf als Schauspieler ist, das, was ihm Spaß macht und daher sieht er sich auch nicht nach anderen Optionen um. Mit seinen Rollen will Lau vor allem Menschen berühren und sucht aus diesem Grund hauptsächlich Charaktere, die etwas zu sagen haben und sich nicht einfach so unterordnen lassen.

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