Nach OP und Reha

Fritz Wepper dreht wieder: „Ich will und muss arbeiten“

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Beim Gala-Abend des Busche-Verlags: Fritz Wepper neben der Aldi-Erbin Babette Albrecht im The Charles Hotel.

Der deutsche Schauspieler Fritz Wepper meldet sich zurück. Nach seiner OP und der Reha hat der 76-Jährige über seinen aktuellen Gesundheitszustand gesprochen.

München - Noch geht alles langsam. Kleine Schritte, vor allem wenn es, wie am Montagabend, ein paar Stufen aufs Rednerpult hochgeht. Dann lässt sich Fritz Wepper doch lieber helfen. „Klar gibt es noch kleine Einschränkungen“, gesteht der 76-Jährige der tz. „Doch ich fühl’ mich wieder sehr wohl.“

Es ist Weppers erster öffentlicher Auftritt nach einer langen und sehr ernsten Krankengeschichte. Ende Juni flogen Notärzte den Schauspieler vom Stanglwirt, wo er eigentlich an einem Golfturnier teilnehmen wollte, mit dem Hubschrauber ins Klinikum nach Innsbruck. Die Diagose: Infektion an einem seiner künstlichen Hüftgelenke – sofort wurde Wepper notoperiert, lag Tage auf der Intensivstation. Damals, so sagte der Schauspieler später, ist er wohl nur knapp dem Tod von der Schippe gesprungen. Sieben Wochen musste Wepper im Krankenhaus und in der Reha bleiben, nur langsam erholte er sich wieder.

„Ich drehe wieder, und zwar jeden Tag“

Und noch immer sieht man Fritz Wepper die Anstrengungen der letzten Monate an. Trotzdem kämpft er weiter: „Die Reha ist jetzt vorbei, ich habe jetzt keine Zeit mehr. Ich drehe wieder, und zwar jeden Tag.“ Er wolle und müsse wieder arbeiten, so Wepper, der wieder seine Rolle als Bürgermeister Wöller in „Um Himmels Willen“ aufgenommen hat. „Morgen drehen wir in Landshut.“

Damit er wieder so laufen kann wie früher, kümmern sich am Set wie auch zu Hause Physiotherapeuten um ihn. Zu Hause, in seiner Villa am Tegernsee, ist es allerdings gerade recht ruhig. „Meine Frau ist jetzt in Reha.“ Angela Wepper musste kürzlich zum dritten Mal am Fußknochen operiert werden.

Wepper hielt an dem Gala-Abend des Busche-Verlags eine Laudatio auf seinen Kollegen Erol Sander. Der 48-Jährige wurde als Genießer des Jahres ausgezeichnet – und das, obwohl der 48-Jährige gerade schwer zu kämpfen hat: Seine Noch-Ehefrau Caroline Goddet wirft ihm vor, ihr das Leben zur Hölle gemacht zu haben. Sander reagiert mit Ironie: „Gerade habe ich genug von der französischen Küche“, sagte er, als er den Preis entgegennimmt. Stören tut das an diesem Abend niemand, im Gegenteil: „Ich finde das gut, dass man auch in schweren Zeiten unterstützt wird“, sagt Reiner Calmund nur dazu.

Maria Zsolnay

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