Mailänder Modewoche

Furioses Finale mit Dolce & Gabbana und Stella Jean

Dolce & Gabbana lassen die Zebras los. Foto:
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Dolce & Gabbana lassen die Zebras los. Foto:
Dolce & Gabbana starteten ihre Show mit sinnlichen schwarzen Kleidern. Foto: Antonio Calanni
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Dolce & Gabbana starteten ihre Show mit sinnlichen schwarzen Kleidern. Foto: Antonio Calanni
Dolce & Gabbana haben Spaß an Gimmicks. Foto: Antonio Calanni
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Dolce & Gabbana haben Spaß an Gimmicks. Foto: Antonio Calanni
Spektakuläre Inszenierung - die Show von Antonio Marras. Foto: Antonio Calanni
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Spektakuläre Inszenierung - die Show von Antonio Marras. Foto: Antonio Calanni
Die Kreationen von Stella Jean weisen viele sportive Elemente auf. Foto: Luca Bruno
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Die Kreationen von Stella Jean weisen viele sportive Elemente auf. Foto: Luca Bruno

Hommage an eine Legende, Open-Air-Shows und bolivianische Wrestlerinnen: Die Mailänder Modewoche erlebte ein abwechslungsreiches Wochenende.

Mailand (dpa) - Donatella Versaces hochemotionale Hommage an ihren vor 20 Jahren ermordeten Bruder Gianni läutete am Freitagabend ein Mailänder Show-Wochenende ein, das viele sehenswerte Kollektionen mit vielschichtigen Trends für die Saison Frühjahr/Sommer 2018 bot.

Politische Botschaften gab es anders als vor einem halben Jahr kaum, inhaltlich ging es eher um eine Flucht aus der Realität.

Open-Air in Mailands neuem Stadtviertel "CityLife" empfingen Lucie und Luke Meier zu ihrem mit Spannung erwarteten Debüt als Kreativdirektoren von Jil Sander. Sie kombinierten Purismus mit Innovation. Die Silhouette ist lang und weit. Die Farben basieren auf den klassischen Jil-Sander-Codes: weiß, marineblau, schwarz und camel. Experimentell wird es mit geknüpften Elementen, die sich in lange Fransen auflösen.

Auch Salvatore Ferragamo nutzte die Gunst des Spätsommers und empfing die Gäste draußen, auf dem eigens für die Show mit Rasen ausgelegten Platz vor der Börse. Gezeigt wurde eine Kollektion, die auf Vielfalt und Individualität setzt. So gab es unter anderem ausgestanzte Muster und Python-Optiken, Schlaghosen und Röcke mit Zipfelsaum, kräftige Farben und markante Gürtel.

Bei Cividini tauchten unter anderem von Paul Gauguin inspirierte Mustermotive auf. Aquilano.Rimondi hingegen stellten sich mit einer sehr grafisch angelegten Kollektion vor.

In der Mode von Stella Jean steckt immer auch ein gesellschaftlicher Ansatz. In ihrer Show am Sonntag lenkte sie den Blick auf die "Cholitas Luchadoras". Jene indigenen Frauen aus Bolivien, die in traditioneller Kleidung Wrestling betreiben und damit auch um Gleichberechtigung kämpfen. In die von dieser Szenerie inspirierten Muster, Farben und Formen mischten sich in der Kollektion westliche, sportive Elemente wie bestickte Trainingsjacken und Blousons.

Dolce & Gabbana schließlich eröffneten ihre Show am Sonntag mit sinnlichen schwarzen Kleidern und steigerten sich dann in opulente Druckbilder, zum Beispiel Spielkartenmotive oder Blüten, und üppige Stickereien hinein.

Mit eher unbekannten Namen sollte die Mailänder Modewoche am Montag ihren Abschluss finden. Dann sind die meisten aber schon auf dem Weg nach Paris - denn dort starten noch am selben Abend die Shows.

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