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„Geht Sie gar nix an“: Ungeimpfter FC-Bayern-Spieler Joshua Kimmich wird im Netz von Fans gefeiert

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Von: Jonas Erbas

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Der FC Bayern-Spieler Joshua Kimmich vor etlichen Spritzen zur Corona-Impfung, daneben beim Interview mit Sky (Fotomontage)
Dass Joshua Kimmich ungeimpft ist, sorgte deutschlandweit für Diskussionen – doch viele Fans stehen hinter dem 26-jährigen Nationalspieler und dessen Entscheidung (Fotomontage) © Avanti/NurPhoto/Imago & Screenshots/Sky Deutschland/Facebook

Joshua Kimmich, FC Bayern-Star und DFB-Nationalspieler, ist ungeimpft ist. In einem Interview mit dem TV-Sender „Sky“ erklärte er die Hintergründe. Im Netz sind die Meinungen über das Verhalten des 26-jährigen Mittelfeldspielers gespalten.

München - Bekannte Fußballstars wie Joshua Kimmich (26) stehen praktisch ununterbrochen im Fokus der Öffentlichkeit und sollen sich – so die gängige Meinung – deswegen auch stets ihrer Vorbildfunktion bewusst sein. Dass der defensive Mittelfeldspieler des FC Bayern jüngst in einem Sky-Interview erklärte, er sei aufgrund „persönlicher Bedenken“ noch nicht gegen COVID-19 geimpft, sorgte deshalb bundesweit für Diskussionen.

Die Impfung selbst ist ein sensibles, persönliches Thema, zu dem die Meinungen innerhalb der Gesellschaft weit auseinander gehen. Während die einen Joshua Kimmich in die Verantwortung nehmen möchten, verteidigen viele Fans seine Entscheidung – und stellen sich klar hinter den 26-Jährigen. Extratipp.com von IPPEN.MEDIA berichtet.

FC Bayern: Joshua Kimmich nach Impf-Interview in der Kritk – Fans verteidigen Nationalspieler

Großer Wirbel um FC Bayern-Star Joshua Kimmich: Am Samstag (23. Oktober) empfingen die Münchner die TSG Hoffenheim und bezwangen die Sinsheimer mit 4:0. Doch der Fußball wurde schnell zur Nebensache, nachdem die Bild-Zeitung darüber berichtet hatte, Joshua Kimmich und vier weitere Teamkollegen seien nicht gegen das Coronavirus geimpft.

„Ja, das stimmt“, bestätigte Kimmich den Bericht in einem Interview mit dem Sportsender Sky Deutschland. „Ich habe einfach für mich persönliche Bedenken, was Langzeitstudien angeht. Ich bin mir meiner Verantwortung bewusst, werde alle zwei oder drei Tage getestet. Jeder sollte seine Entscheidung für sich selbst treffen“, begründete der 64-fache Nationalspieler seine Entscheidung .„Trottelbrigade“: „11Freunde“-Chef stellt ungeimpften FC Bayern-Star Joshua Kimmich bloß).

Die Aussage löste bundesweit eine Welle der Entrüstung aus – obwohl Joshua Kimmich deutlich betonte, er sei „kein Corona-Leugner oder Impfgegner“. In sechs Bundesliga-Stadien, darunter Stuttgart oder Köln, gilt aktuell die 2G-Regel, welche nur Geimpften oder Genesenen den Zutritt zur Spielstätte gewährt. Als Fan dürfte der gelernte Verteidiger also nicht vor Ort sein – als Spieler jedoch schon, da es sich bei seiner Tätigkeit um eine berufliche Verpflichtung handelt. Eine etwaige Regel greift hier nicht.

Kommentare auf Facebook und Instagram zu Joshua Kimmichs Sky-Interview bezüglich der Corona-Impfung
Die Meinungen gehen weit auseinander: Nachdem Joshua Kimmich bei Sky Deutschland erklärt hatte, er sei nicht geimpft, hagelte es Kritik – viele Fans loben den Fußballstar allerdings auch für „die sachliche Ruhe“ und „sein sehr ehrliches Statement“ © Screenshots/Facebook/Instagram

„Geht Sie gar nix an“: Fans feiern FC Bayern-Star Joshua Kimmich, weil er sich nicht impfen lässt

Einige Fans empfinden das als unfair, andere verteidigen Kimmichs „sehr ehrliches Statement“ dahingegen im Netz. Ein Facebook-Nutzer fordert, Kimmich hätte dem Sky-Reporter, der ihn am Wochenende mit dem Thema konfrontiert hatte, antworten sollen: „Mein Impfstatus geht Sie gar nix an, ich frage Sie auch nicht, ob Sie schon zur Darmspiegelung waren.“ 

Auch seine „sachliche Ruhe“ während des Interviews findet Anerkennung. Unter einem Instagram-Beitrag des Fußballstars erklärt ein Fan: „Lass dich von anderen nicht beeinflussen. Du weißt selber, was das Richtige für dich ist.“

FC Bayern: Joshua Kimmich erhält Unterstützung von Rummenigge und STIKO-Chef Mertens

Nachdem Joshua Kimmich in den vergangenen Tagen teils scharfer Kritik ausgesetzt war, finden sich nun einige prominente Fürsprecher. Wie der Spiegel berichtet, verwies etwa der ehemalige Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge (66) darauf, der Nationalspieler werde „irgendwann die richtige Entscheidung fällen“. „Es muss ihm selbst überlassen sein“, so der 66-Jährige. Man solle „die Kirche trotzdem im Dorf lassen“.

Auch Virologe Prof. Dr. Thomas Mertens (71), Vorsitzender der Ständigen Impfkommission (STIKO), kritisiert in der Bild-Zeitung die Debatte um Kimmich als „grenzenlosen Unfug“. Er habe „formalen Druck auf Ungeimpfte (...) immer kritisch gesehen“, erläuterte der 71-Jährige und fügte an: „Wir würden nie darüber sprechen, wäre er als Fußball-Profi nicht derart exponiert.“

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