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Schein-Frau für Schlagerstar: Gitte Haenning enthüllt letztes Geheimnis von Rex Gildo

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Von: Lisa Klugmayer

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Um Gerüchten über Rex Gildos Sexualität vorzubeugen, sollte Gitte Haenning seine Schein-Frau werden. Trotz der hohen Geldsumme, die ihr von seinem Management dafür geboten wurde, lehnte die Schlagersängerin ab.

München – Rex Gildo († 63) und Gitte Haenning (76) waren in den 60ern das deutsche Schlager-Traumpaar – allerdings nur vor der Kamera. Privat war die Beziehung der beiden rein platonisch. Schon allein deswegen, weil Rex Gildo schwul gewesen sein soll. Trotzdem sollte Haenning seine Scheinfrau werden, wie sie nun gegenüber BILD enthüllt. 

Schein-Frau für schwulen Schlagerstar: Gitte Haenning enthüllt letztes Geheimnis von Rex Gildo

Der charismatische Frauenschwarm und die hübsche Blondine: Rex Gildo und Gitte Haenning begeisterten Anfang der 60er ganz Schlager-Deutschland mit ihren Hits wie „Zwei auf einer Bank“. 1964 spielten sie dann in dem Film „Jetzt dreht die Welt sich nur um dich“ ein Liebespaar.

Gitte Haenning trainiert für „Let s Dance“ am 22.02.2012.  Rex Gildo und Gitte Haenning bei der Silvestershow 1969 (Fotomontage)
Um Gerüchten über die angebliche Homosexualität von Rex Gildo vorzubeugen, sollte Gitte Haenning seine Schein-Frau werden. Die Schlagersängerin lehnte aber ab. (Fotomontage) © IMAGO/Metodi Popow & IMAGO/United Archives

Um Pressegerüchten über seine Homosexualität entgegenzuwirken, sollten Rex Gildo und Gitte Haenning auch abseits der Kinoleinwand das Traumpaar geben. Immerhin war die Liebe zwischen Männern damals in Deutschland noch strafbar. „Sie wollten aus uns tatsächlich ein Liebespaar machen“, verrät Haenning nun im Bild-Interview. „Die Presse braucht natürlich solche Geschichten, aber mir gefiel das nicht“.

Rex Gildo: Das tragische Ende einer Schlagerikone

Umso schillernder die Kunstfigur Rex Gildo war, umso unglücklicher die Privatperson Ludwig Franz Hirtreiter. Über eine mögliche Homosexualität wird nämlich bis heute spekuliert. Der Tod seines Managers – und angeblichen Lebensgefährten – Fred Miekleys war ein schwerer Schlag für Gildo. Er wurde tablettensüchtig und hatte Alkoholprobleme. In den 90ern gab es mehrere Rechtsstreitigkeiten mit Konzertveranstaltern. Rex Gildo soll bei seinen Auftritten betrunken gewesen sein – für seine Karriere der Todesstoß. 

1999 stürzte er aus dem Fenster seiner Münchner Wohnung. Drei Tage später starb er an seinen inneren Verletzungen. Aufgrund der Umstände und der Zeugenaussagen wird von Suizid ausgegangen. Er wurde nur 63 Jahre alt.

„Wollte mich nicht fremd bestimmen lassen“: Gitte Haenning lehnt Scheinehe mit Rex Gildo ab

Gitte Haenning war gegen eine PR-Beziehung und beendete die Zusammenarbeit mit Rex Gildo, einer der größten deutschen Schlagerstars aller Zeiten. Doch auch heute noch kann sie nur von ihrem ehemaligen Duettpartner schwärmen. „Als Person war er ganz bezaubernd, charmant und zuvorkommend“, erinnert sich die Schlagersängerin. „Aber ich wollte mich nicht fremd bestimmen lassen“, stellt sie klar.

Finanziell hätte sich die Scheinbeziehung allerdings gelohnt. „Sein Manager und Produzent Fred Miekley kam zu mir und flüsterte mir ins Ohr: ‚Weißt du, zu wie viel Geld du Nein sagst?‘ Ehrlich gesagt, hatte ich mir darüber keine Gedanken gemacht“, verrät Gitte Haenning. Gildo heiratete schließlich 1974 seine Cousine Marion Ohlsen. Die beiden hatte keine Kinder und trennte sich schließlich, blieb aber verheiratet. 

Das tragische Leben von Rex Gildo wurde übrigens auch verfilmt. „Rex Gildo – Der letzte Tanz“ von Rosa von Praunheim kommt am 29. September 2022 in die Kinos. Das trifft allerdings nicht nur auf Begeisterung. Die Autorin von Rex Gildos Biografie rief sogar zum Boykott des Films auf. Verwendete Quellen: bild.de

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