Neue CD-Compilations

Little Feat und UFO: Glück in der Box

München - Aufgeschlossene Rock- und Hardrock-Fans bekommen mit den umfangreichen CD-Compilations von Little Feat und UFO einen wunderbaren Überblick über das Schaffen der Qualitäts-Giganten der 70er und 80er Jahre.

Ihre musikalische Klasse ist unbestritten, trotzdem werden Little Feat genauso wie UFO gerne übersehen, wenn die Rede auf die Einflussreichen des Rocks und Hardrocks kommt. Für jeweils gut 40 Euro können sich geschichtsbewusste Gitarrenfans jetzt zwei Papp-Boxen ins Regal stellen, die (bis auf fehlende Booklets) alle Wünsche befriedigen dürften.

Beginnen wir mit Little Feat. Die 1969 in Los Angeles gegründete und immer noch aktive Band ist mit ihrer Fusion aus kalifornischem Rock, Funk, Folk, Blues, Rockabilly, Country und Jazz ein musikhistorisch einzigartiger Hybrid. Der Löwenanteil ihres aktuellen Live-Repertoires geht dabei immer noch auf die neun Studio-Alben zurück, die sie für Warner eingespielt haben und die nun im Boxset „Rad Gumbo: The Complete Warner Bros. Years 1971 – 1990“ versammelt sind. Dazu kommen die erweiterte Doppel-CD-Version ihres Live-Klassikers „Waiting For Columbus“ (mit den Special Guests Mick Taylor und den Tower Of Power-Bläsern), die Alternativ-Nachlese „Hoy-Hoy!“ sowie Outtakes des Rhino-Box-Sets „Hotcakes & Outtakes“. Zuschlagen!

Das gilt auch für die am 14. März erscheinende UFO-Box "Complete Studio Albums (1974-1986)“. Das nach einem Londoner Club benannte Quartett um Sänger Phil Moog fand ebenfalls 1969 zusammen, der große Wurf gelang den Briten jedoch erst, als der damals gerade mal 18-jährige Michael Schenker von den Scorpions zur Band stieß und den Kompositionen mit seiner Gitarrenkunst einen ordentlichen Punch verpasste. "Phenomenon“, der Album-Einstand des blonden Wunderknaben, brachte gleich Klassiker wie „Doctor Doctor“ und „Rock Bottom“ hervor. Auch die Nachfolger „Force It“, „Heavy Petting“ oder „Lights Out“ waren für Hymnen wie „Mother Mary“, „This Kids“ oder „Too Hot To Handle“ gut. Nachdem Schenker die Band Ende 1978 verlassen hatte, wähnten manche UFO schon auf dem absteigenden Ast. Doch Alben wie „No Place To Run“, „The Wild, The Willing And The Innocent” oder „Mechanix“ brachten die Band auch in den 80er-Jahren mit schöner Regelmäßigkeit in die Charts. Die nun vorliegende Box vereint zehn klassische UFO-Werke in einem Set, das als Bonus über 40 Single-B-Seiten, Live-Tracks und Soundcheck-Aufnahmen spendiert bekam. Freilich wäre auch hier ein Booklet das i-Tüpfelchen gewesen, trotzdem führt an dieser Zusammenstellung eigentlich kein Weg vorbei.

You know what to do...

Ludwig Krammer

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