Mentale Gesundheit enttabuisieren

Kim Hnizdo mit intimem Geständnis - GNTM-Siegerin spricht ganz offen über Tabuthema

Kim Hnizdo spricht über mentale Gesundheit.
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Kim Hnizdo spricht über mentale Gesundheit.

Kim Hnizdo gewann die elfte Staffel von GNTM. Vor Corona zwang sie ihr Körper zur Pause - heute redet die Blondine offen über das Tabuthema mentale Gesundheit.

Frankfurt - Kim Hnizdo gewann bei Heidi Klums Format „Germany‘s Next Topmodel“ in der elften Staffel. Nun wagte sich die schöne 25-Jährige mit einem Tabuthema an die Öffentlichkeit: mentale Gesundheit.

Kim Hnizdo (GNTM): „Körper signalisiert, dass ich eine Pause brauche“

Im Interview mit dem Magazin Bunte erklärt Hnizdo, dass sie kurz vor Corona merkte, dass sie Zeit für sich brauche: „Ich habe viel gearbeitet und irgendwann hat mir mein Körper signalisiert, dass ich eine Pause brauche.“ Bei ihr sei das zwar vor den Einschränkungen der Pandemie gewesen, sie sei aber der Meinung, dass vermutlich viele Menschen gerade während dieser Zeit gemerkt hätten, dass es „außer funktionieren noch andere Dinge gibt und dass es da eben auch so etwas wie mentale Gesundheit gibt“, so die 25-Jährige.

Kim Hnizdo (GNTM): Corona-Pandemie habe zu mehr Bewusstsein geführt

Heute geht es dem Topmodel wieder super: „Mir gings dann eine Zeit lang nicht gut, mir geht es jetzt wieder sehr gut.“ Daher könne und möchte sie auch darüber sprechen. Denn Gespräche rund um das Thema mentale Gesundheit würden in ihrem Empfinden immer noch tabuisiert.

„Niemand traut sich drüber zu reden, weil als perfekt verkauft es sich besser“, so Hnizdo. Die Corona-Pandemie habe da viel geändert. „Wir haben so viel gelernt in den letzten eineinhalb Jahren, wir haben auch gemerkt, dass menschlich sein auch bedeutet, über menschliche Themen zu sprechen - und das wollte ich einfach machen.“

Kim Hnizdo (GNTM): Eineinhalb Jahre in Therapie

Insgesamt begab sich die ehemalige GNTM-Gewinnerin eineinhalb Jahre in Therapie, wie sie verrät: „Ich finde, es ist voll normal darüber zu sprechen. In Deutschland ist das vielleicht irgendwie noch so ein bisschen ein Tabuthema“, kritisiert Hnizdo: „Geht man zum Coaching, ist es cool, geht man zur Therapie, fragen Leute entweder ‚Was ist los mit dir?‘ oder ‚Du bist doch schön und du hast doch nen tollen Job, was kann denn mit dir überhaupt los sein?‘“, so Hnizdo. Nun habe sich das Bewusstsein in der Gesellschaft dahingehend zum Positiven geändert.

So habe sie in der schwierigen Phase gelernt, Gefühle nicht zur Seite zu schieben. Sie möchte andere Menschen ermutigen auch mal zuzugeben, dass zwar nicht alles gut sei, aber man trotzdem seinen Job gut und gerne mache. Geholfen haben ihr auch eine Ausbildung zur Yoga-Lehrerin und ihr neuer tierischer Begleiter, den Kim Hnizdo in der Coronazeit adoptierte.

Neben Kim Hnizdo gehen auch immer mehr andere bekannte Persönlichkeiten mit mentalen Problemen an die Öffentlichkeit. So sprach Wincent Weiss über seine Depression. Sophia Thiel machte ihre Essstörung öffentlich. Auch Schauspielerin Nora Tschirner traute sich mit ihrer Depression an die Öffentlichkeit. (jh)

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