Götz Schubert über seinen Vater

Tatort-Star Götz Schubert spricht über den Tod seines Vaters 

Tatort-Star Götz Schubert
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Tatort-Star Götz Schubert

Schauspieler Götz Schubert sprach erstmals über den Tod seines Vaters. Der „Tatort“-Star engagiert sich schon lange als Botschafter für die Deutsche Hospiz- und Palliativ-Stiftung.

  • Götz Schubert (57) verriet erstmals Details über den Tod seines Vaters Tilo (†81).
  • Der Sterbeprozess seiner Eltern hat dem Schauspieler gezeigt, wie wichtig Sterbebegleitung ist. Der „Tatort“-Star engagiert sich daher als Botschafter für die Deutsche Hospiz- und Palliativ-Stiftung.
  • Der Filmstar ist aktuell in dem Drama „Gott“ von Ferdinand von Schirach zu sehen, welches das Thema über das Recht zu Sterben behandelt.

Potsdam - Tatort-Star Götz Schubert (57) spricht erstmals über den Tod seines Vaters Tilo (†81). Der beliebte Schauspieler verlor beide Eltern an Krebs. In einem „Bunte“-Interview sprach der 57-Jährige nun zum ersten Mal über die unwürdigen Umstände ihres Todes. In 2012 erkrankte sein Vater Tilo Schubert an Magen- und Darmkrebs und ließ sich in verschiedenen Krankenhäusern behandeln. Die Tortur die sein kranker Vater dabei über sich ergehen lassen musste, empfindet der Schauspieler im Nachhinein als unwürdig. Seine eigene Familie, Ehefrau und Kollegin Simone Witte und ihre gemeinsamen Kinder Charlotte und Victor, machte in dieser schweren Zeit einen Crashkurs in Sachen Sterben durch. Eine Sache während des Sterbeprozesses bereut der Schauspieler am meisten. In dem „Bunte“-Interview erklärte Götz, dass er viele Entscheidungen über die Versorgung seines Vaters rückgängig machen würde, wenn er könnte. Für die Behandlung musste sein Vater Tilo zwischen zwei Krankenhäusern hin und her wechseln, der 81-Jährige wurde zudem künstlich ernährt. Der Schauspieler ermutigte seinen Papa damals, noch bis zu seinem 81. Geburtstag und Weihnachten durchzuhalten. Sein Vater hätte sich jedoch immer gewünscht, die Behandlung abzubrechen und nach Hause zu kommen. Em Ende starb sein Vater in einem Krankenhaus mit Palliativstation, die Tilo jedoch nur noch eine Woche begleiten konnte. Auch seine Mutter verstarb vor zwei Jahren an Hautkrebs.

Götz engagiert sich für Deutsche Hospiz- und Palliativ-Stiftung

In dem Interview mit der „Bunte“ (Bezahlschranke) verriet Götz, dass er bei dem Tod seines Vaters zwar nicht am Krankenbett war, sich jedoch in unmittelbarer Nähe befand. Der Schauspieler erkannte in dieser Zeit die Wichtigkeit von Palliativstationen, auf denen Patienten bei ihrem Sterbeprozess begleitet und unterstützt werden. Seine Familie wurde sogar ermutigt, gemeinsam mit Sekt anzustoßen und das Leben zu feiern. Die Hilfe der Sterbebegleitung habe nicht nur seinem Vater sehr geholfen, sondern auch Götz und seiner Familie. Nun engagiert sich der 57-Jährige und arbeitet als Botschafter für die Deutsche Hospiz- und Palliativ-Stiftung. Der „Tatort“-Star ist der Meinung, dass jeder Mensch es verdient hat, würdevoll zu sterben. Mit seinem eigenen Tod möchte sich der Schauspieler noch nicht auseinandersetzen, nicht nur zum Wohle seiner Familie sondern vor allem für sich selber. Denn Schubert hat viele Wünsche und Träume, die er in Zukunft umsetzen will. Auch beruflich setzt sich Götz für das Thema ein, denn der Schauspieler ist aktuell in dem Drama „Gott – Wer entscheidet über das eigene Sterben?“, von Ferdinand von Schirach, als Arzt zu sehen.

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