„Was ein Wetterchen - was für eine Piste“

Legendäres Ski-Rennen in Kitzbühel: TV-Star macht live vor dem Fernseher mit - Fans fahren drauf ab

Mittendrin statt nur dabei - Guido Cantz verfolgt das Ski-Rennen auf der Streif.
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Mittendrin statt nur dabei - Guido Cantz verfolgt das Ski-Rennen auf der Streif.

Das Ski-Rennen auf der Streif in Kitzbühel zieht jedes Jahr ein Millionen-Publikum in den Bann - ein TV-Star ist so gefesselt, dass er das Rennen vor dem TV einfach mitfährt.

München - Die aktuelle Zeit im verschärften Corona-Lockdown dürfte für viele verrückte Aktionen sorgen. Trotz des Schneefalls der letzten Wochen sind die Ski-Pisten in ganz Deutschland größtenteils dicht, Touristen-Orte sollen gemieden werden, der Schnee bleibt in diesem Jahr unberührt. Auch diejenigen, die sich den Wintersport von richtigen Profis lediglich anschauen wollen, müssen vor dem Fernseher bleiben. Große Events wie die Vierschanzentournee und das Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel werden ohne Fans ausgetragen.

Da muss man dann schon erfinderisch werden, um die Wettbewerbe live mitzuerleben. Eine Möglichkeit zeigte TV-Moderator Guido Cantz auf Instagram. Der Kölner verkleidete sich stilecht mit Helm, Ski-Brille, Winterjacke und Stöcken und fuhr mit den Fahrern vor dem Fernseher auf der Streif mit. Einzig die Jeans hätte ihm in den echten Alpen zum Verhängnis werden könnten.

Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel: Guido Cantz schwärmt auf Instagram

„Und jetzt Rechtskurve, Rechtskurve, kurz vor der Traverse uuuuund Sprung“, kommentierte er seine „Fahrt“ und jubelte nach dem Zielsprung ins Finish. Den Sprung machte er natürlich mit. „Schaut ihr auch das Hahnenkammrennen? Was für ein Wetterchen - was für eine Piste. Sensationell! Ich wäre sooooo gerne da - ich hätte Zeit“, schrieb er zu seinem Posting. Wären Zuschauer erlaubt, hätte sich Cantz sicher einen Abstecher nach Kitzbühel erlauben können. Vor dem Fernseher macht er aber auch keine allzu schlechte Figur.

Bei seinen Followern kommt die Einlage immerhin gut an, viele kommentierten lachende Emojis unter den Post. „Wenn du genauso Ski fährst wie du mit dem Bike unterwegs bist, kommst du nie unten an“, gab allerdings auch ein User zu Bedenken.

Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel: Schwere Unfälle sorgten für Abbruch

Denn fernab aller Witze und Späße besteht auf der Streif durchaus die realistische Gefahr, die Ziellinie aufgrund von Unfällen nicht zu erreichen. Das kriegten die TV-Zuschauer um Cantz auch am Freitag wieder unter Beweis gestellt. Das Rennen musste nämlich abgebrochen werden. Zwei Athleten stürzten schwer und mussten mit Hubschraubern ins nächste Krankenhaus geflogen werden.

Das Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel zählt zu den gefährlichsten Abfahrtsrennen der Welt. Daher kommt wohl auch ein Teil der Faszination, die das Event jedes Jahr aufs Neue auslöst - und die Fans wie Guido Cantz dazu bringt, sich in voller Montur vor den Fernseher zu stellen und einfach mitzufahren. (ta)

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