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Harald Glööckler kritisiert Socken in Sandalen – außer man(n) ist „sexy“

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Von: Daniel Hagen

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Harald Glööckler (57) kennt sich als Designer mit Modesünden aus. In einem Interview kritisiert er Menschen, die diese begehen – und offenbart damit seine Doppelmoral.

Wenn man Harald Glööckler beschreiben müsste, würden einem wahrscheinlich Worte wie „extravagant“, „prunkvoll“, „Paradiesvogel“ oder einfach nur „pompöös“ einfallen. Der Modedesigner und Unternehmer aus Maulbronn (Baden-Württemberg) hat sich mit seinem Aussehen und seiner Attitüde einen gewissen Ruf erarbeitet, der von vielen kritisiert und von anderen gefeiert wird. Immerhin verstellt sich Glööckler nie, um anderen zu gefallen – und eckt damit auch schon mal an.

Harald Glööckler kritisiert Modesünden – und beweist damit Doppelmoral

Hin und wieder verzettelt sich die Stil-Ikone jedoch auch mit seinen Aussagen und widerspricht sich selbst. So wie bei „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“, als Harald Glööckler eine Essensprüfung ablehnt, weil er Vegetarier ist. Als er von Moderator Daniel Hartwich (43) darauf angesprochen wird, dass er doch auf dem Flug zum Dschungelcamp noch Lachs und Garnelen gegessen habe, redet sich der 57-Jährige um Kopf und Kragen.

Auch jetzt hat sich Harald Glööckler mit zwei Aussagen quasi selbst widersprochen – und seine Doppelmoral bewiesen. „Ich kam zu dem Schluss, dass die Gesellschaft jedes Recht verwirkt hat, mich zu kritisieren. Ich kann machen, was ich will, und mich anziehen, wie ich will“, sagt der Kult-Modeschöpfer vor kurzem in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung. Das Zitat veröffentlicht er anschließend selbst auf seinem Instagram-Kanal, berichtet MANNHEIM24.

Kult-Designer Harald Glööckler wird für Satz auf Instagram gefeiert

Der Satz wird von seinen Fans gefeiert – und das zurecht! Immerhin macht Harald Glööckler ein wichtiges Statement darüber, dass man tragen sollte, was man will. Sogar Sängerin Kathy Kelly (59) von der berühmten Kelly Family lobt den 57-Jährigen für diese Aussage. Er sei einfach „gut zu den Leuten“ und sehr warmherzig.

In einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur zeigt Harald Glööckler ein paar Tage später aber plötzlich seine Doppelmoral. Denn nur weil er nicht kritisiert werden soll und anziehen könne, was er wolle, zählt das wohl nicht für andere Menschen. So lästert „Prince Pompöös“ über Modesünden wie Kurzarmhemden und Socken in Sandalen.

Sängerin Kathy Kelly (59) und Designer Harald Glööckler (57) sind befreundet – hier auf seiner Geburtstagsfeier in Kirchheim (Rheinland-Pfalz).
Sängerin Kathy Kelly (59) und Designer Harald Glööckler (57) sind befreundet – hier auf seiner Geburtstagsfeier in Kirchheim (Rheinland-Pfalz). © MANNHEIM24/Peter Kiefer

Doppelmoral bei Harald Glööckler: Modesünden okay, wenn Mann sexy ist

„Stilvoll ist das keineswegs - egal, ob das Männer im Alltag tragen oder Frauen auf dem Laufsteg“, sagt Glööckler. Gerade Socken in Sandalen seien nicht sehr reizvoll, was er selbst aber eher entspannt sehe. Eine große Ausnahme gebe es jedoch – und zwar Männer, die gut aussehen. „Wenn der sexy ist, verzeiht man ihm auch Socken in Sandalen“, gesteht Harald Glööckler, der vor kurzem mit vielen Promis seinen 57-jährigen Geburtstag in der Pfalz gefeiert hat.

Als „absolute Katastrophe“ bezeichnet Harald Glööckler zudem Kurzarmhemden beim Abendessen. Doch auch hier sei es wieder entscheidend, wie der Mann darin aussehe. So könne man bei einem muskulösen Hemdträger, an dem das Kleidungsstück flott und schick aussehe, nichts einwenden. Anders sehe es aus, wenn das ganze Shirt am Körper hängt und klebt. Würde ein Mann solche Sätze über Frauen sagen, wäre der nächste Sexismus-Shitstorm wohl nicht weit entfernt.

Harald Glööcker will niemanden kritisieren – und lästert über Modesünden

Doch bei aller Kritik an Socken in Sandalen und Kurarmhemden sei Harald Glööckler nicht dazu da, „um andere zu kritisieren“. Er selbst sehe solche Modesünden eher entspannt. „Von mir aus kann eine Frau auch den BH über dem Pullover tragen. Das ist für mich kein Problem, wenn sie glücklich damit ist. Die Frage ist dann, ob das der letzte Schrei ist.“ (dh mit dpa)

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