Harry Potter als Horror-Anwalt - in München

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München - Als Harry Potter wurde er weltberühmt, doch inzwischen hat Schauspieler Daniel Radcliffe umgesattelt. Seinen neuen Film stellte am Freitag in München vor.

Leicht hat er es nie gehabt. Er war noch ein Baby, als er den fiesen Mordanschlag eines Psychopathen überlebte, gegen den er seine ganze Jugendzeit kämpfen musste, dessen Namen sich die meisten seiner Gefährten nicht einmal auszusprechen trauten, an den er einige seiner besten Freunde verlor und den er zuletzt in einem Duell auf Leben und Tod doch noch besiegte. Harry Potter im Kampf gegen Lord Voldemort ist der Held nicht nur von Millionen Kindern und natürlich kommt einem der blitznarbige Zauberer zuerst in den Sinn, wenn man den Namen Daniel Radcliffe hört. Noch. Denn ein halbes Jahr, nachdem der zweite Teil von Harry Potter und die Heiligtümer des Todes in den Kinos lief und mit fast 6,5 Millionen Zuschauern in Deutschland der meist gesehene Film des Jahres war, will Daniel Radcliffe den Ruf des mutigen Zauberers endlich loswerden.

Am Freitag kam der 22-Jährige ins eisig-grau verschneite München, um bei der Tradeshow des Filmverleihers Concorde im Mathäser-Kino seinen neuen Film vorzustellen und zu beweisen, dass er sich auch ohne Ron und Hermine zu wehren weiß. Was er in Die Frau in Schwarz von James Watkins (Eden Lake), der am 29. März in den deutschen Kinos startet, auch bitter nötig hat. Als junger Rechtsanwalt aus London, der seine Frau bei der Geburt des Sohnes verloren hat, wird er in ein abgelegenes Dorf geschickt, um dort den Nachlass einer verstorbenen Frau zu ordnen. Die hat zu Lebzeiten schwere Schuld auf sich geladen und damit den Zorn eines Geistes, der Frau in Schwarz, auf sich gezogen. Und eben die spukt jetzt im Haus der Verstorbenen und hat es auf die Kinder des Dorfes abgesehen.

Abschied von Harry Potter: Premiere des letzten Films

Abschied von der Harry-Potter-Filmreihe: Am Donnerstag hat der letzte Film der Serie “Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil II“ in London Premiere gefeiert. Das sind die Billder vom roten Teppich: Das ist Rupert Grint (spielt im Film die Figur des Ron Weasley). © AP
Tom Felton (Draco Malfoy) © AP
Rupert Grint (Ron Weasley) © AP
Michael Gambon  (Albus Dumbledore) © AP
Tom Felton (Draco Malfoy) © AP
Rupert Grint (Ron Weasley) © AP
Rupert Grint (Ron Weasley) © AP
Michael Gambon  (Albus Dumbledore) © AP
Evanna Lynch (Luna Lovegood) © AP
Emma Watson (Hermione Granger) © AP
Emma Watson (Hermione Granger) © AP
Emma Watson (Hermione Granger) © AP
Emma Watson (Hermione Granger) © AP
Emma Watson (Hermione Granger) © AP
Emma Watson (Hermione Granger) © AP
Emma Watson (Hermione Granger) © AP
Emma Watson (Hermione Granger) © AP
Emma Watson (Hermione Granger) © AP
Emma Watson (Hermione Granger) © AP
Emma Watson (Hermione Granger) © AP
Emma Watson (Hermione Granger) © AP
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Helena Bonham Carter (Bellatrix Lestrange) © AP
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Alan Rickman (Severus Snape) © AP
Daniel Radcliffe (Harry Potter) © AP
Harry-Potter-Autorin Joanne K. Rowling © AP
Harry-Potter-Autorin Joanne K. Rowling © AP
Daniel Radcliffe (Harry Potter) © AP
Ron, Hermine, Harry © dpa
Ron, Hermine, Harry © dpa
Harry-Potter-Stars © dpa
Anna Wintour mit Tochter © dpa
Bonnie Wright (Ginny Weasley) © dpa
David Bradley (Argus Filch) © dpa
Emma Watsons Ankunft © dpa
Fans am roten Teppich © dpa
Schauspieler Guy Ritchie © dpa
Harry Potter gibt Autogramme © dpa
Imelda Stauton (Dolores Umbridge) © dpa
James und Oliver Phelps (Fred und George Weasley) © dpa
Jim Broadbent (Slughorn) © dpa
Julie Walters (Molly Weasley) © dpa
Rald Fiennes (Lord Voldemort) © dpa
Robbie Coltrane (Rubeus Hagrid) © dpa
Warwick Davis (Professor Flitwick) © dpa
Fans campen vor der letzten Potter-Premiere trotz Regen am Trafalgar Square. © dpa
Fans campen vor der letzten Potter-Premiere trotz Regen am Trafalgar Square. © dpa
Fans campen vor der letzten Potter-Premiere trotz Regen am Trafalgar Square. © dpa
Fans campen vor der letzten Potter-Premiere trotz Regen am Trafalgar Square. © dpa
Das letzte Mal: Bilder von der Harry-Potter-Premiere © AP
Fans campen vor der letzten Potter-Premiere trotz Regen am Trafalgar Square. © dpa
Fans campen vor der letzten Potter-Premiere trotz Regen am Trafalgar Square. © dpa
Fans campen vor der letzten Potter-Premiere trotz Regen am Trafalgar Square. © dpa
Fans campen vor der letzten Potter-Premiere trotz Regen am Trafalgar Square. © dpa
Fans campen vor der letzten Potter-Premiere trotz Regen am Trafalgar Square. © dpa
Fans campen vor der letzten Potter-Premiere trotz Regen am Trafalgar Square. © dpa
Fans campen vor der letzten Potter-Premiere trotz Regen am Trafalgar Square. © dpa
Das letzte Mal: Bilder von der Harry-Potter-Premiere © AP
Das letzte Mal: Bilder von der Harry-Potter-Premiere © AP
Das letzte Mal: Bilder von der Harry-Potter-Premiere © AP
Das letzte Mal: Bilder von der Harry-Potter-Premiere © AP
Das letzte Mal: Bilder von der Harry-Potter-Premiere © AP
Das letzte Mal: Bilder von der Harry-Potter-Premiere © AP
Das letzte Mal: Bilder von der Harry-Potter-Premiere © AP
Das letzte Mal: Bilder von der Harry-Potter-Premiere © dpa

Einen richtig spannenden Horrorfilm mit Schockerqualitäten hat sich Radcliffe also als erstes Filmprojekt nach Harry Potter ausgesucht. „Ich bin auf Potter sehr, sehr stolz. Aber jetzt muss ich den Leuten beweisen, dass ich es mit der Schauspielerei ernst meine. Und das kann ich nur, wenn ich anfange, interessante Projekte auszuwählen“, sagt er zu seiner Wahl. Mit einem geschätzten Vermögen von 50 Millionen Euro hat er es nicht nötig, schnell wieder etwas zu drehen. Er will sich einfach ausprobieren, so wie er es 2007 mit seiner Rolle als psychisch gestörter Stallbursche in Equus im Londoner West End und mit dem eben ausgelaufenen Musical How to Succeed in Business Without Really Trying am Broadway auch schon gemacht hat. Und für seinen Horror-Neustart im Kino hat sich Daniel Radcliffe nicht irgendeine Filmfirma ausgesucht: Die britische Firma Hammer wurde in den Fünfziger- und Sechzigerjahren u. a mit den Frankenstein und Dracula-Filmen mit Christopher Lee zum weltbekannten House of Horror, ging Ende der Siebzigerjahre pleite und mischt erst seit 2007 wieder im Filmgeschäft mit. Ein Glücksfall also auch für sie, dass Daniel Radcliffe das Drehbuch zum Film schon am letzten Tag von Harry Potter in den Fingern und sofort Lust hatte auf diesen traurigen und verletzlichen Anwalt, der es mit dem absoluten Grauen zu tun bekommt.

„Ein sehr komplexer Charakter, der gleichzeitig eine tiefe Stille ausstrahlt“, sagt Radcliffe, und damit liegt er dem seinen auch ziemlich nahe. Denn die wilden Zeiten, in denen er als Jugendlicher während der Dreharbeiten zu-Harry Potter zu viele Partys feierte und sogar ein Alkoholproblem hatte, hat er mit seinen 22 Jahren schon hinter sich gebracht. Dieser Lebensstil hätte nicht zu ihm gepasst, sagt er, weshalb er heute lieber „das ruhige Leben“ zu Hause genießt - in seinen Wohnungen in London und New York und seit einem Jahr auch mit Freundin Rosie Coker. „Ich bin total verliebt in sie. Jeder Tag ist einfach besser, wenn Rosie da ist“, sagt Radcliffe. Das gilt natürlich auch für einen Tag während der Filmwoche, an dem Daniel Radcliffe in München ist. Und bestimmt nicht nur für Harry-Potter-Fans.

Ann-Catherin Karg

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