1. tz
  2. Stars

Heck trauert um seinen Freund Bernd Clüver

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null
Bernd Clüver starb durch einen Treppensturz © dpa

Palma de Mallorca - Ein „häuslicher Unfall“, das klingt so lapidar und ist in seiner Konsequenz doch so schrecklich. Für den Schlagerstar Bernd Clüver verlief der Unfall in der Nacht zum Donnerstag tödlich, wie sein Anwalt Helge Reich mitteilte.

Zu schwer war der Sturz von der langen Steintreppe, auf der Clüver gegen ein Uhr nachts ins Straucheln kam und im Fallen wohl unglücklich mit dem Kopf aufschlug. Die Ärzte im Krankenhaus Son Espases in der Nähe von Palma konnten nichts mehr für ihn tun, Clüver starb mit nur 63 Jahren.

„Bernds Tod haut mich völlig um. Er war so ein fröhlicher Mensch. Aber ich habe mir immer Sorgen gemacht, dass er bloß mal nicht diese verdammte Treppe herunterfällt“, sagte sein bester Freund Dieter Thomas Heck am Donnerstag gegenüber der Bild.

null
Dieter Thomas Heck © dpa

Am Freitag wollte er sich nicht mehr äußern. „Bitte haben Sie Verständnis, dass Herr Heck zurzeit keine Kommentare zum Tod seines Freundes geben möchte“, hieß es aus seinem Büro zur Anfrage der tz.
Der Schock sitzt tief bei dem berühmten Showmaster, der Clüvers Karriere mit seiner ZDF-Hitparade erst möglich gemacht hatte. Dort trat Clüver 1972 mit Der Junge mit der Mundharmonika auf, eroberte auf einen Schlag die Hitparade und hielt sich 27 Wochen an deren Spitze.

Mit Hits wie Der kleine Prinz oder Das Tor zum Garten der Träume traf er den Nerv der heilen Schlagerwelt der Siebzigerjahre, brachte 1976 mit Mike und sein Freund aber auch das erste Schlagerlied auf den Markt, das sich mit Homo­sexualität befaßte.

Clüver selbst war seit ­seiner Hochzeit mit Anja ­Hörnich, der Miss Germany von 1986, glücklich vergeben – bis auch diese zweite Ehe im vergangenen Jahr scheiterte. Nach 20 gemeinsamen Jahren sagte er in einem Fernsehinterview: „Ich bin lieber allein allein, als zu zweit allein.“

Nach den großen Erfolgen in den Siebziger- und Achtzigerjahren, über 400 Fernsehauftritten und zehn Millionen verkauften Tonträgern, trat er in den letzten Jahren auch in Festzelten und Möbelhäusern auf. „Na und?“, sagte er dazu nur trotzig. „Wer immer Glück hat, weiß nicht, was Glück bedeutet“, das war sein Lebensmotto bis zum Schluss.

In seinem Haus im mallorquinischen Illetes jedenfalls verbrachte er glückliche Tage, hier fühlte er sich wohl und entspannte sich gerne mit einem Glas Whiskey in der Hand. Wann und wo die Beerdigung stattfinden wird, ist noch nicht bekannt. Clüvers Schwestern Gisela und Ingrid wünschen sich einen Abschied in stiller und abgeschiedener Trauer.

tz

Auch interessant

Kommentare