Böse Vorwürfe

Heidi Klum: Shitstorm nach Instagram-Post zu George Floyd - Model-Mama legt noch ein Foto nach

Auch Heidi Klum wollte nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd ein Zeichen setzen. Für ihren Post erntete sie aber schwere Vorwürfe. Jetzt reagierte die Model-Mama.

  • Der gewaltsame Tod des AfroamerikanersGeorge Flo yd durch einen Polizeibeamten hat in den USA zu einer Welle an zum Teil ebenso gewaltsamer Proteste geführt.
  • Auch im Rest der Welt wollen die Menschen ihre Solidarität zum Ausdruck bringen.
  • Doch ein Instagram-Post von Heidi Klum hat dem Model gerade einen heftigen Shitstorm eingebracht.
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Update vom 3. Juni: Heidi Klum veröffentlichte einen Instagram-Post zu George Floyd, der gehörig nach hinten losging (s. unten). Die seit zwei Tagen 47-Jährige soll ihr Foto unter anderem mit dem Hashtag „#alllivesmatter“ versehen haben. 

Lesen Sie auch: Scharfe Kritik nach Castingshow: Heidi Klum wird ausgebuht - „Schäm dich!“

Dieser Ausspruch hatte sich in Gegenbewegung zum anti-rassistischen Statement „blacklivesmatter“ entwickelt. Ihn zu gebrauchen ist aus diversen Gründen verpönt. Vielleicht hat die Model-Mama das vor dem Shitstorm einfach nicht gewusst. Auch Lukas Podolski musste sich nach einemTierparkbesuch in der Türkei einiges anhören.

Jetzt versucht sie noch einmal, ihre Solidarität zu zeigen. Mit dem passenden, komplett schwarzen Bild beteiligt sie sich am „Blackout Tuesday“. Auffällig ist: Sie verzichtet auf jegliche Caption. Heidi Klum verwendet nicht einen einzigen Hashtag, passende gäbe es viele. Traut sie sich nicht, aus Angst vor noch einem Fauxpas?

Heidi Klum: Shitstorm nach Instagram-Post zu George Floyd - Model-Mama reagiert konsequent

Unser Artikel vom 2. Juni: München - Es gibt Bilder, die gehen um die Welt und lassen niemanden unbewegt. Dazu gehören auch die Aufnahmen aus Minneapolis, die zeigten, wie derAfroamerikaner George Floyd von einem amerikanischen Polizisten niedergerungen wehrlos auf dem Boden liegt, bevor er wenig später durch den brutalen Einsatz versterben sollte. Seither hat der Vorfall eine Welle der Proteste nach sich gezogen und auch viele Prominente zu einer Stellungnahme bewogen. Doch auch, wenn eigentlich klar zu sein scheint, welche Meinung man in dieser Angelegenheit vertreten sollte, hat ausgerechnet Heidi Klum mit einem umstrittenen Instagram-Post für einen Shitstorm im Netz gesorgt.

Auch Heidi Klum reagiert auf den gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd

Themen wie Rassismus und Polizeigewalt scheinen ein trauriger Teil der US-amerikanischen Geschichte zu sein. Schon immer fühlt sich ein großer Teil der schwarzen Bevölkerung gegenüber der weißhäutigen benachteiligt, während Beamte in der Kritik stehen, maßlos und ohne jegliche Verhältnismäßigkeit gegen dunkelhäutige, vermeintliche Straftäter vorzugehen. Die neuesten Vorfälle aus Minneapolis haben diese Debatte erneut hochkochen lassen, nachdem George Floyd nach dem brutalen Einsatz eines Polizisten verstorben war. Die verstörenden Bilder dazu gingen um die Welt und beweisen, wie der Afroamerikaner wehrlos am Boden liegt und um Luft ringt, während der Beamte sein Knie weiterhin völlig unbeirrt auf dessen Hals drückt und ihn damit letzten Endes zu Tode stranguliert. Diese Aufnahmen haben nicht nur in den Vereinigten Staaten zahlreiche, hauptsächlich schwarze Menschen, auf die Straßen getrieben, sondern Prominente auf der ganzen Welt sprachlos hinterlassen. Während auch in den sozialen Medien beispielsweise unter dem Hashtag „#blackouttuesday“ eine ganze Protestbewegung entstanden ist, hat Heidi Klum mit einem umstrittenen Post selbst für Protest und einen bösen Shitstorm gesorgt.

Heidi Klum postet umstrittenen Hashtag auf Instagram

Das Bild, das die Wahlamerikanerin hochgeladen hat, ist dabei eigentlich relativ harmlos. Zu sehen sind sieben Hände unterschiedlicher Hauttöne, die von den Mitgliedern aus der Patchwork-Familie des Models stammen könnten. Heidi, die ja selbst lange Zeit mit dem schwarzen Sänger Seal liiert war und gemeinsam mit ihm mehrere Kinder bekommen hat, kommentiert ihren Post mit den Worten „Unity in diversity“ - also so viel wie "Einheit in der Vielfalt" und setzt dazu anfangs gleich mehrere Hashtags, wie aus Medienberichten hervorgeht.  

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Unity in diversity #L❤️VE

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Nach Shitstorm wegen umstrittenen Instagram-Post - so reagiert Heidi Klum auf die Vorwürfe

Einer davon ist es allerdings, der die User empören sollte. So fügte Heidi ihrem Post auch ein  „#alllivesmatter" an, was heißen soll, dass alle Leben zählen. Genau das allerdings wird von vielen als exaktes Gegenteil des aktuellen Widerstands gegenrassistisch motivierte Polizeigewalt verstanden, der unter dem Hashtag „blacklivesmatter“ läuft - in der Übersetzung also so viel wie „schwarze Leben zählen“. Was von vielen als Verharmlosung der Tatsache gewertet wurde, dass es eben nicht alle Leben seien, sondern in erster Linie die von schwarzen, die durch Polizeigewalt bedroht werden würden, war von Heidi sicherlich nicht als Provokation beabsichtigt gewesen. Denn nachdem ihr offenbar klar geworden ist, dass sich einige Protestanten an ihrer Wortwahl störten, hat das Model den umstrittenen Hashtag inzwischen wieder gelöscht und ihrem Post einzig und allein den Hashtag „Love“ angefügt - immerhin würde ein bisschen mehr Liebe den Menschen vielerorts guttun.

Indes beteiligen sich auch viele deutsche Stars an der Instagram-Bewegung „#blackouttuesday“ und posten aus Solidarität zu der schwarzen Bevölkerung lediglich einen schwarzen Hintergrund. Unter ihnen ist unter anderem auch Heidis Topmodel-Gewinnerin Jacky, die gerade wegen einer umstrittenen Kampagne selbst Kritik einstecken musste.

Gibt es etwa „Geschwisterkämpfe“ zwischen Tom und Bill? Das vermuten Fans, nachdem sich Bill am Geburtstag von Heidi mächtig für sie ins Zeug gelegt hatte.

Ein Bundesliga-Torwart teilte aufgrund der aktuellen Proteste in den USA ebenfalls hart gegen Donald Trump aus.

lros

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa / Soeren Stache

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