Sänger kann es nicht fassen

Heino: „Der Anblick tut mir in der Seele weh“ – Grab seiner Tochter wurde zerstört

Der Schlagersänger Heino zeigt sich entsetzt über das Hochwasser in seiner Heimat Bad Münstereifel. Auch das Grab seiner Tochter Petra blieb von der Flut nicht verschont.

Bad Münstereifel - 18 Jahre sind seit dem Selbstmord von Heinos Tochter Petra vergangen. Die damals 35-Jährige war 2003 psychisch erkrankt und in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen worden. Sie soll an Schizophrenie gelitten haben. Im November 2003 beging Petra dann Selbstmord. Ihr Vater Heino ließ seine Tochter in seiner Heimatstadt Bad Münstereifel in einem Urnen-Grab beisetzen. Doch nun wurde das Grab zerstört.

Heino zeigt sich entsetzt: Grab seiner Tochter Petra wurde zerstört

Bad Münstereifel befindet sich in dem von dem Hochwasser betroffenen Gebiet. Neben unzähligen Häusern blieb auch das Grab von Schlagersänger Heinos Tochter nicht verschont. Das Urnen-Grab wurde nach Bild-Angaben unterspült und von der Flut zerstört. „Ich habe das zerstörte Grab auf Fotos gesehen und der Anblick tut mir in der Seele weh. Ich habe so oft mit meiner Frau Hannelore dort gestanden und gebetet. Es ist schlimm, dass die Totenruhe meiner Tochter durch die Flut so furchtbar gestört wurde“, so Heino gegenüber der Bild.

Auch wenn ihn die Zerstörung des Grabs sehr schmerze, sei Heino in seinen Gedanken in erster Linie bei seinen Mitbürgern. „Es ist schrecklich, dass Petras Grab zerstört ist, aber viel wichtiger sind jetzt die lebenden Opfer dieser furchtbaren Katastrophe. Ihnen gehört mein ganzes Mitgefühl.“ Heino, in Düsseldorf geboren, ist seit 2019 Ehrenbürger von Bad Münstereifel, weilte zum Zeitpunkt des Hochwassers nicht in seiner Wahlheimat.

Flutkatastrophe in Bad Münstereifel – Heino: „Ich bin zutiefst erschüttert“

Der 82-Jährige zeigte sich schockiert über die Zustände in Bad Münstereifel. „Ich habe die schrecklichen Bilder gesehen und bin zutiefst erschüttert“, erklärte der Sänger der dpa. „Mein Herz hängt an Bad Münstereifel und ich bin in Gedanken bei den Einwohnern und bei meinen vielen Freunden dort.“ Er ließ ausrichten: Wenn die Bürgermeisterin seine Hilfe brauche, stehe er „selbstverständlich zur Seite“.

Heino und seine Frau Hannelore waren nicht in der Stadt, als das Wasser kam, so die dpa. Wegen einer Komplettsanierung des Historischen Kurhauses, in dem die beiden normalerweise leben, weilt das Paar nach Angaben des Managements seit einem Jahr in seiner zweiten Heimat Kitzbühel. Dort hätten die beiden auch von dem Unglück erfahren. Das Kurhaus selbst sei verschont geblieben, da es auf einer Anhöhe liege. (jsch)

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