Böse Überraschung für Ina Scharrenbach

Heino blamiert NRW-Heimatministerin: Er schenkt ihr SS-Lieblingslieder

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Heino brachte mit diesen Songs NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach in Erklärungsnot.

Schlagersänger Heino (79) hat Nordrhein-Westfalens neuer Heimatministerin Ina Scharrenbach (CDU) ein Fettnäpfchen bereitet. Diese versucht sich nun zu erklären. 

München - Schlagersänger Heino (79) hat Nordrhein-Westfalens neuer Heimatministerin Ina Scharrenbach (CDU) ein Fettnäpfchen bereitet. Bei ihrem ersten, aufwendig beworbenen NRW-Heimatkongress ließ sich die stets sehr korrekt und etwas streng auftretende CDU-Politikerin von Heino und Frau Hannelore ein vergiftetes Geschenk in die Hände legen: Die schönsten deutschen Heimat- und Vaterlandslieder. Das Problem: Viele der 24 Lieder auf dem Doppelalbum stammen zwar schon aus der Zeit der Befreiungskriege gegen Napoleon Anfang des 19. Jahrhunderts, fanden sich wegen der deutschtümelnden und teils martialischen Texte zu Hitlers Zeiten aber auch im Liederbuch der SS.

Wir zählten sieben Stück, darunter Flamme empor, Der Gott, der Eisen wachsen ließ oder Wenn alle untreu werden (wobei letzteres auch von Nazi-Widerstandsgruppen gesungen wurde). Aufgefallen war das vergiftete Geschenk nach dem Kongress-Wochenende zuerst der Westdeutschen Zeitung. Seitdem versucht Scharrenbach sich zu erklären. Ein gefundenes Fressen für die SPD-Opposition, die das nach dem Regierungswechsel im Sommer 2017 gebildete ­Ministerium ohnehin kritisch beäugt.

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Dem Schlagersänger ist immer wieder eine unkritische Haltung zu völkischem Liedgut vorgeworfen worden. Zu Zeiten der Apartheid hatte er in Südafrika seinen Schlager Schwarzbraun ist die Haselnuss zum besten gegeben. Für den damaligen baden-württembergischen Ministerpräsidenten und einstigen NS-Marinerichter Hans Filbinger (CDU) sang er alle drei Strophen des Deutschlandlieds. Das Bundesverdienstkreuz blieb dem 79-Jährigen deswegen versagt.

Er betonte stets, er singe Volkslieder

Heino war am Donnerstag telefonisch nicht zu erreichen. Er hat sich stets gegen Vorwürfe verwahrt, er sei ein musikalischer Rechtsausleger. Immer wieder betonte er, er singe einfach Volkslieder.

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Einige Texte aus seinem 1981 veröffentlichten Album lassen aus heutiger Perspektive allerdings erschauern, etwa „Der Gott, der Eisen wachsen ließ“. Dort heißt es: „Wir wollen heute Mann für Mann mit Blut das Eisen röten, mit Henker- und mit Knechteblut, o süßer Tag der Rache! Das klinget allen Deutschen gut, das ist die große Sache.“

Zur Entstehungszeit war das zwar ein in liberalen Kreisen übliches Pathos, für heutige Ohren allerdings klingt das höchst befremdlich. Und es fragt sich, zu welchem Zweck Heino eine solche Zusammenstellung getroffen hat. Auf dem Cover der Schallplatte sei auch noch der Vermerk enthalten, Kinder könnten damit bestens im Schulunterricht „mit dem deutschen Liedgut vertraut gemacht werden“…

bg/mb

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