Heino pfeift auf politische Korrektheit

Heino und Zigeunerleben: Er wehrt sich gegen politische Korrektheit in seinen Liedern

Heino
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Heino regt sich auf

Heino sorgt für Aufregung: er findet politische Korrektheit lächerlich - „Als hätten wir keine anderen Probleme.”

  • Heino sorgt für Gesprächsstoff: Er versteht den Wirbel rund um die politische Korrektheit nicht.
  • In der Debatte um die politisch korrekte Bezeichnung von Zigeunersoße hat sich der Schlagersänger jetzt zu Wort gemeldet - er lässt sich nicht verbieten, weiter vom Zigeunerleben zu singen.
  • Der Schlagerstar und seine Lieder haben längst Kultstatus erreicht - dass diese aber nicht immer zeitgemäß sind, sieht der Sänger nicht ein.

Bad Münstereifel - Schlagerstar Heino (81) ist für Volksmusik und Schlager bekannt und aus dieser Branche auch nicht mehr wegzudenken. Kein Wunder, seit nunmehr rund 50 Jahren mischt er ganz oben im Schlager-Olymp mit. Doch nun erregt er aktuell die Gemüter. Es geht um seine bekanntesten Hits wie “Lustig ist das Zigeunerleben”, “Das Polenmädchen” oder “Die schwarze Barbara”. Diese sind schon lange Kult, aber im Laufe der Zeit hat sich die deutsche Sprache gewandelt. Und Begriffe wie “Zigeuner” entsprechen nicht mehr dem Zeitgeist, sind negativ behaftet und sind vor allem politisch nicht korrekt. Dass seine Liedtexte aber nicht immer zeitgemäß sind, davon will Heino gar nichts wissen, er kann die Aufregung nicht nachvollziehen und geht auf die Barrikaden.

Im ”BILD”-Interview erklärt der Musiker, dass es für ihn gar nicht in die Tüte kommt seine Lieder umzutexten - vielmehr will er bei seinen Auftritten an der Tradition der alten deutschen Volkslieder festhalten. Er verstehe nicht, warum man Zigeunersoße plötzlich nicht mehr so nennen dürfe. Als würde es in Deutschland keine anderen Probleme geben! Er werde auch weiterhin Lieder wie „Lustig ist das Zigeunerleben” singen“, stellt Heino klar. Weiter witzelt der Künstler, ob er stattdessen jetzt „Lustig ist das Paprikaleben ungarischer Art‘ singen solle? Das mache für ihn keinen Sinn.

Heino bestellt sich weiter sein Zigeunerschnitzel

Von Rassismus will Heino im Übrigen nichts hören, schließlich hatte er in den Siebzigern laut eigener Aussage viele Freunde unter Sinti und Roma. Sie hätten tolle Feste gefeiert und wenn er seine Zigeunerlieder gesungen habe, hätte sich keiner am Begriff ,Zigeuner‘ gestört. Im Gegenteil, bezieht er erneut Stellung und fügt in aller Deutlichkeit hinzu, dass er auch weiterhin im Restaurant sein Zigeunerschnitzel bestellen werde.

Den „Blau blüht der Enzian“-Musiker ist mit seinem Markenzeichen - rotes Jacket, Sonnenbrille und den blonden Haare - ein gern gesehener Gast in Shows. Sein neues Album „Teure Heimat“ hat er nun veröffentlicht. In den Songs bleibt er seinen deutsche Volksliedern treu - trotz heftiger Kritik.

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