Schlager-Star beim Impfen?

Expertin verblüfft mit Idee: Kann Schlager-Queen Helene Fischer den Astrazeneca-Impfstoff retten?

Helene Fischer im November 2019 bei einem Auftritt Nähe Dortmund.
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Ginge es nach einer Kommunikationsexpertin, könnte Helene Fischer als prominentes Impf-Vorbild vorangehen

Helene Fischer hat als Schlager-Queen eine enorm große Fan-Gemeinde. Ihren Einfluss könnte sie jetzt für eine besondere Corona- Angelegenheit nutzen.

Berlin - Der Corona-Impfstoff des Herstellers Astrazeneca sorgte in den letzten Wochen für Wirbel und Verunsicherung. Die Impfungen mit dem Präparat wurden zunächst ausgesetzt, weil es einige Fälle von Hirnvenenthrombosen gab, die möglicherweise in Zusammenhang mit der Impfung standen - jetzt wird der Impfstoff nach einer Prüfung der Europäischen Arzneimittel-Agentur aber wieder eingesetzt. Und während ein Forschungsteam aus Greifswald erste Erkenntnisse bezüglich der Thrombose-Ursachen und einem möglichen Gegenmittel meldet, dürfte die Skepsis gegenüber dem Astrazeneca-Präparat durch das Hin und Her deutlich gewachsen sein.

Helene Fischer als Impf-Testemonial: Folgt sie Arnold Schwarzenegger und der königlichen Familie nach?

Diesem Thema widmete sich auch die Süddeutsche Zeitung in einem Interview mit Constanze Rossmann von der Universität Erfurt. Die Kommunikations-Expertin sprach darüber, durch welche Maßnahmen neben den medizinischen Überprüfungen das Vertrauen der Bevölkerung in den Impfstoff wieder hergestellt werden könnte. Dabei machte sie auch einen Vorschlag, der Schlager-Queen Helene Fischer mit ins Boot holt. „Man sollte auch mit Vorbildern arbeiten, also mit Testimonials von Prominenten, die sich impfen lassen.“ Als Impf-Vorbilder gingen so in Großbritannien beispielsweise Mitglieder der königlichen Familie voran, auch in den USA haben sich Promis wie Arnold Schwarzenegger und Jane Fonda schon impfen lassen und ihre Erfahrungen in den sozialen Medien geteilt.

Helene Fischer und Astrazeneca: Sie „könnte einen Unterschied machen, absolut“

Laut Rossmann könnte es nun eben auch in Deutschland prominente Impf-Beispiele geben: Auf die SZ-Frage „Helene Fischer könnte den Astrazeneca-Impfstoff retten?“ antwortete die Wissenschaftlerin: „In ihrer Zielgruppe könnte Helene Fischer einen Unterschied machen, absolut.“ Bis die 36-jährige Schlagersängerin an der Reihe für eine Impfung ist, dürfte es noch dauern, doch auch dann wird Fischer den Gang ins Impf-Zentrum wohl kaum zur öffentlichen Sache machen.

Helene Fischer: Sie gibt sich unpolitisch

Die Schlager-Queen gibt sich beispielsweise auf Instagram äußerst unpolitisch, lediglich ein Auftritt mit dem vielfach kritisch gesehenen Schlagersänger Andreas Gabalier sorgte 2019 für einen Shitstorm. Für eine fehlende politische Haltung wurde Fischer außerdem bereits 2016 von Udo Lindenberg gerügt.

Ginge es nach Kommunikationswissenschaftlerin Rossmann könnte Helene Fischer also zwar ein Impf-Testemonial für den Astrazeneca werden - tatsächlich stattfinden wird das aber wohl kaum. Aber es muss ja nicht unbedingt ein Schlager-Star sein, Rossmann hatte gegenüber der SZ auch noch eine andere Empfehlung: „Klug wäre auch, wenn sich die Bundeskanzlerin vor Kameras mit Astrazeneca impfen ließe, sobald sie ihrer Impfgruppe entsprechend an der Reihe ist.“(eu)

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