Fans und Kritiker reagieren auf neues Video

„Galaktischer Albtraum“: Helene Fischer kassiert böse Watschn

Helene Fischer mit Luis Fonsi auf einem neuen Pressefoto
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Helene Fischer mit Luis Fonsi auf einem neuen Pressefoto.

Der neue Helene-Fischer-Song ist samt Video da, und die meisten Fans sind angetan. Doch es gibt aus dem Kritiker-Lager auch vereinzelte Watschn für die Schlager-Queen.

München - Helene Fischer hat ihren neuen Song und das passende Video veröffentlicht. Während die Fans überwiegend positiv auf „Vamos a Marte“ mit Duettpartner Luis Fonsi reagieren, bekommt der Clip von Kritiker-Seite aber auch eine üble Breitseite ab.

In einem Meinungsartikel wird der Song komplett zerpflückt: „Helene Fischer lässt Fans jahrelang auf neue Musik warten – und veröffentlicht nun galaktischen Al(l)btraum“, schreibt Watson.de. Das Video bleibe hinter den Erwartungen zurück. „Wer Helenes Shows kennt, der erwartet Feuerwerk, schweißtreibende Tänze, Hingabe. Im Video ist all das nicht erkennbar“ und „Hochwertige Kostüme sehen wohl anders aus“, heißt es. Die Hose, die sie anhat, trage sogar bei ihr auf.

Helene-Fischer-Video: Kritiker sind unterschiedlicher Meinung

Der Spiegel zieht den Hut vor der Professionalität, mit der Helene Fischer ihr Comeback zelebriert. „Ein Lied von neoliberaler Makellosigkeit, gewürzt mit einer gut verdaulichen Prise Latin Pop. Natürlich wird es ein Hit“, heißt es. Große Euphorie liest sich aber anders: „Die fidele Bumsmusik von ‚Vamos a Marte‘ ist als Entrée – man könnte auch sagen: Brechstange – für den globalen Markt konzipiert.“ Fischer hebe den Schlager-Markenkern auf internationales Niveau. „Und plötzlich klingt es wie der Soundtrack zu einem Junggesellinnenabschied, der nicht nur in Bottrop, sondern auch in Seoul oder Kapstadt stattfinden könnte.“ Die Single klinge, wie alles klinge, was überall erfolgreich ist.

Der Berliner Tagesspiegel hingegen bescheinigte dem Lied, dass es sich „in bester ‚Atemlos durch die Nacht‘-Tradition schnell im Kopf festbohrt“. Und weiter: „Zu perlenden Akustikgitarren berichtet Fischer von einem Mann, dem sie lange in die Augen sieht. Dann fordert er sie zum Tanzen auf. ‚Zwischen uns nur Millimeter, ich hab‘ keine Wahl/Ich folge dei‘m Signal, oh‘, singt sie, bevor pünktlich zur 30-Sekunden-Marke der Beat einsetzt, die Synthies flirren und Luis Fonsi auf Spanisch dazukommt.“

Für die Präsentation hatten sich Helene Fischer und ihre Crew etwas ganz Besonderes ausgedacht: Das Video feierte parallel auf allen Sendern der RTL-Gruppe seine Premiere. „Freut euch auf Sommervibes“, sagte sie im Fernsehen vor dem Start des Clips, der als Werbesendung gekennzeichnet war. Seitdem ist das Video auch bei YouTube zu sehen.

Helene-Fischer-Video: Fan-Reaktionen überwiegend positiv

Die Reaktionen der Fans fallen gespalten aus. Viele freuen sich über den frischen Wind im Helene-Fischer-Klangkosmos. Einzelne wittern eine Abkehr von den Schlager-Trademarks. „Mega Song. Freue mich so, dass sie jetzt auch wieder mit aktuellem Titel meine Tage erhellt“, „Die Hardcore-Fans werden es wohl lieben, der Rest denkt sich, gewöhnungsbedürftiger Sound und sehr billig produziertes Video“, „Neues Lieblingslied“, „Gänsehaut pur“, „Hammer“, „Der Text ist die reinste Katastrophe, schade“, „LIEBE LIEBE LIEBE das Lied. Video ist nicht so mein Fall, wirkt sehr preiswert. Aber egal. Der Song ist HAMMER!“ - so unterschiedlich lauten die YouTube-Kommentare. Die Mehrzahl ist aber wohl positiv. Bis Samstag, 11 Uhr, standen etwa 24.000 „Daumen hoch“-Reaktionen auch nur rund 4.000 negativen gegenüber.

Helene Fischer: „Toller Song ohne jeglichen Hintergedanken“

Fischer singt und tanzt in wechselnden Outfits, die Kulisse sieht zum Teil nach Raumschiff aus. Fonsi sieht man bei einer Partyszene in einer Bar und an der Seite seiner Duettpartnerin. Fonsi landete 2017 den Welthit „Despacito“ - bis heute in Deutschland der erfolgreichste Sommerhit in Sachen Charts-Platzierung.

Die Bild-Zeitung hatte Fischer schon vorab gefragt, ob sie mit Fonsi nun auch die USA und Lateinamerika erobern wolle: „Vor allem wollte ich mit Luis einen tollen Song aufnehmen - ohne jeglichen Hintergedanken“, antwortete Fischer. „Ich singe meinen Part ganz bewusst größtenteils auf Deutsch.“ Und: „Ich habe mein Publikum in Deutschland und in unseren Nachbarländern.“ Florian Silbereisen hatte sich unlängst zu seiner Beziehung zu Helene Fischer geäußert. (lin mit dpa)

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