The High Kings im Interview

The High Kings: Die beliebteste Folkband Irlands kommt am 16. Oktober in die Freiheizhalle

München - Die beliebteste Folkband Irlands kommt am 16. Oktober in die Freiheizhalle. Darren Holden und Finbar Clancy, erzählen von der Fan-Liebe, Passion und die Zukunft.

Für all jene, die Euch immer noch nicht kennen, beschreibt Euch doch mal.
Darren: The High Kings sind Darren Holden, Brian Dunphy, Finbarr Clancy und Martin Furey. Wir kamen 2007 zusammen, als unser Manager Dave Kavanagh uns die Idee unterbreitete, dass wir uns alle mal zusammentun sollten, um eine brandneue Folk- und Celtic-Gruppe für das neue Millenium auf die Beine zu stellen. Wir kannten uns alle schon vorher, aber ich selbst hatte bis dahin nur mit Brian Dunphy zusammengearbeitet – das war in New York City in "Riverdance on Broadway". Wir haben sofort einen guten Vibe gefühlt. Trotzdem haben wir damals alle das erste Mal zusammengespielt und gesungen – und zum Glück kam das beim weltweiten Publikum gut an, das uns mit offenen Armen empfangen hat.
Finbar: Wir sind zudem auch die Kinder von Musikern. Ich bin der Sohn von Bobby Clancy von den Clancy Brothers and Tommy Makem. Martin Furey ist der Sohn von Finbarr Furey von den Furey Brothers and Davey Arthur. Brian Dunphy ist der Sohn von Sean Dunphy, der für Irland 1967 beim Eurovision Song Contest sang. Und Darren Holdens Ur-Großvater war ein berühmter Dudelsackspieler. Die Musik wurde uns also sozusagen in die Wiege gelegt.

Und was macht Ihr als solche Musiker genau? Darren: The High Kings haben ein klassisches Musik-Genre, das für Irland steht, neu belebt. Während wir nah an den Original-Versionen der Songs bleiben, sind wir auch gewachsen. Wir wollten die Songs neuer klingen lassen, damit sie auch einer neuen Generation zugänglich wird.
Finbar: Einfach gesagt: The High Kings spielen Irische Volksmusik, den sogenannten Irish Folk, die auf unserem neuen Album “Friends for Life” zusammen mit unseren Original-Songs zu hören sind.

Wer hat Euch zu Beginn Eurer Karriere am meisten unterstützt und beeinflusst?
Darren: Die irische Entertainment-Legende Shay Healy coachte uns in der Anfangsphase. Er half uns, in die Geschichte der Songs und der Songwriter einzutauchen, und erinnerte uns an die reiche Kunstvielfalt, die wir künftig in der Welt spielen würden. Er war und ist bis heute eine wertvoller Gewinn für The High Kings und hat immer einen oder zwei gute Witze im Gepäck!
Finbar: Shay ist es zu verdanken, dass ich bei The High Kings dabei bin. Er war der erste, der mich kontaktierte, als es um die Band ging. Dafür bin ich wirklich sehr dankbar! Danke Dir, Shay!

Ihr habt von Beginn an ziemlich loyale Fans. Was war bisher die beeindruckendste Erfahrung mit ihnen?

Finbar: Für mich sind unsere bayerischen Freunde Thomas und Karen Loffel am beeindruckendsten. Sie sind parallel zu unserer Tour durch ganz Irland und Deutschland gereist, und sogar nach London gekommen, als wir unser neues eigenes Material vorstellten. Thomas hat uns Instrumenten-Gurte hergestellt und Karen hat uns Kekse gebacken und mehr. Sie sind wunderbar und wir lieben sie!

Darren: Für mich ist es schwierig, nur einen Moment herauszupicken, weil wir im Grunde immer hin und weg sind von der Begeisterung und Fürsprache unserer Fans – daheim wie überall auf der Welt. Sie machen uns Geschenke wie T-Shirts und Naschwerk. Und erfinden sogar High Kings-Bier. Das war übrigens in Deutschland. In diesem Sinne: Großen Dank an “T&K”!!! Was ich also sagen will, ist, dass unsere Fans der beste Grund dafür sind, immer weiterzumachen, weil sie uns stets ihre Anerkennung schenken.

Ihr spielt allesamt 13 verschiedene Instrumente. Wow. Wie entscheidet Ihr denn bei so viel Vielfalt, welche Instrumente Ihr in Euren Neu-Kompositionen einsetzt? Und gibt es eine Art Basis-Instrument, mit dem alles beginnt?

Darren: Normalerweise wissen wir ganz intuitive, welche Instrumente mit welchen Songs am besten harmonieren. Ich denke, das kommt daher, weil wir uns musikalisch so gut kennen und wissen, wie jeder mit seinem Instrument im speziellen klingt. Es ist schon ein wenig verrückt, wie sich immer wieder alles wie von selbst fügt, wenn wir zusammenarbeiten.
Finbarr: Um Deine zweite Frage zu beantworten: Ich schreibe meine Songs üblicherweise auf einer Akustik-Gitarre. Es ist mein Hauptinstrument. Ich spiele auch Banjo, Bass and Flöte. Aber die Gitarre ist in meinen Augen ein sehr vielseitiges Instrument, mit dem sich gut Songs komponieren lässt. Mein kreativer Prozess beginnt normalerweise immer mit einer Akkord-Sequenz und Rhythmus, danach entsteht die Sangesmelodie und zum Schluss kommen die Lyrics dran. Es kann aber auch schon mal andersherum laufen. Viele Songwriter fangen zuerst mit den Lyrics an. Da hat so jeder seinen eigenen Weg.

Nach Eurem ersten Album seid Ihr vom typischen Bühnen-Style zur “re-energized folk group" übergegangen. Wo seht Ihr die High Kings denn im nächsten Evolutionsschritt?

Darren: Ich denke, wir haben zwar zur Wiederbelebung der kommerziellen Irish Folk Music beigetragen – in Irland, den USA und darüber hinaus. Aber wir haben auch daran gearbeitet, dass wir unseren ganz eigenen Style in dieses Genre einbringen können. Da haben wir schon viel erreicht. Mit unserem neuen Album "Friends For Life" haben wir allerdings die Grenzen wieder weiter ausgeweitet, indem wir acht Original-Songs mit aufgenommen haben. Es sind alles ganz unterschiedliche Songs. Ich denke, wir brauchten und wollten es einfach, uns hohe Ziele innerhalb der Irish Folk Music zu setzen. Die Resultate sind in unseren Augen sehr vielversprechend und erfreulich.

Finbar: Genau, ich denke auch, dass der nächste Schritt tatsächlich der Weg der Original-Songs ist. Unser “Friends for Life”-Album ist unser erster Schritt in diese Richtung. Wir hatten wahnsinnig viel Spaß, an eigenen Kompositionen zu arbeiten. Die einzelnen Schritte eines Songs – ausdenken, arrangieren, aufnehmen und abmischen – sind sehr zufriedenstellend und lohnend. Ich denke, es war einfach eine Frage der zeit, bis wir unsere eigenen Kompositionen veröffentlichen, weil alle vier Bandmitglieder ja Song-Schreiber sind. 

In Anbetracht dieser Entwicklung: Wo würdet Ihr Euch gern in 5 Jahren sehen?Finbar: Das ist einfach! Ich und wir alle würden uns gern als etablierte Musik-Institution in Europa, den USA, Australien und überhaupt überall dort, wo man uns hören will, sein! Ich wünsche mir, dass wir weiterhin so viel Spaß haben und damit weitermachen, neue und innovative Musik an eine interessierte Fan-Base zu bringen.

Auch interessant

Meistgelesen

Daniela Katzenberger hat Angst um ihre Tochter
Daniela Katzenberger hat Angst um ihre Tochter
"I bims" ist "Jugendwort des Jahres"
"I bims" ist "Jugendwort des Jahres"
Größter pinkfarbener Diamant fand keinen Käufer
Größter pinkfarbener Diamant fand keinen Käufer
Neue Belästigungsvorwürfe gegen Kevin Spacey
Neue Belästigungsvorwürfe gegen Kevin Spacey

Kommentare