Was derzeit angesagt ist

HipHop in Bayern: Rapper Liquid erklärt die Szene

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Liquid rappt auf Bairisch und mit einem Augenzwinkern.

München - Am Samstag steigt im Muffatwerk beim Living HipHop das größte bayerische Festival der Szene. Gegenüber der tz erklärt Liquid die Säulen des HipHop und wer in München gerade angesagt ist.

Sie rufen „Yo, Bitch!“, rauchen Unmengen an Gras und schießen im Getto wild um sich? Freilich nicht – alles Vorurteile. Diese Klischees nimmt der bayerische Hip Hop oft auf die Schippe, spielt mit ihnen, reproduziert sie und spuckt sie den Gangstern vor die Füße.

Am Samstag steigt im Muffatwerk beim Living HipHop das größte bayerische Festival der Szene. Hier treffen sich Musiker, Graffitikünstler und Breakdancer: die drei Säulen des Hip Hop.

Mit dabei ist der 24-jährige Harry, der als Liquid bekannt ist. Mit seinem Song Mach doch dein Polt landete er einen YouTube-Hit. Der Oberpfälzer, der bairisch rappt, lässt Gerhard Polt mit ­Samples zum Rapper werden und poltern. Gegenüber der tz erklärt Liquid die Säulen des HipHop und wer in München gerade angesagt ist.

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Living HipHop im Muffatwerk mit Beatnuts, Samy Deluxe, Afrob u. a, 25. April ab 14 Uhr, Karten kosten 58 Euro.

Breakdance

B-Boys und B-Girls, wie die Breakdancer sich nennen, haben ursprünglich auf der Straße getanzt. Haben den Ghettoblaster eingeschaltet, die PVC-Matten ausgerollt und dann den Körper auf dem Boden oder im Stehen verrenkt. Die Sankofa Crew aus München besteht aus Teenagern und jungen Männern, die wie Profis tanzen. Die Mitglieder der Münchner Los Caballeros Crew leben mittlerweile vom Tanz, werden für Messen und Festivals gebucht. Einzelne Crewmitglieder touren mit Tanzcompagnien durch die Welt. Beim Living Hip Hop treten Breakdancer beim B-Boy Battle gegeneinander an.

Rap

Ein MC und ein DJ – das braucht es, um klassische Rapmusik zu machen. Doch die Münchner Rapper Keno und Maniac haben noch ganz andere Ideen, was HipHop kann: Bei den Loop Sessions, die an wechselnden Orten in München stattfinden, laden sie sich Gäste ein. Zusammen wird zur Livemusik der Tribes of Jizu gerappt, gesungen und gefreestylt. Die bekannteste HipHop-Combo in München sind und bleiben Blumentopf, die MCs (Masters of Ceremonies) Roger und Schu sind derzeit besonders umtriebig. Außerdem solltet ihr euch diese Münchner Rapper anhören: Fatoni, Edgar Wasser und Lux. Sie alle haben den typischen Münchner Style: ironisch, witzig und intelligent.

Graffiti

Graffiti-Maler markieren ihr Revier, schreiben und sprühen ihr Pseudonym in die Stadt und machen den Alltag bunter. Das gefällt nicht jedem, doch die Subkultur ist schon lang in den Galerien und Kunsttempeln angekommen. Während die einen illegal Züge und öffentliche Gebäude besprühen, sind andere Sprayer anerkannte Künstler, zeigen Ausstellungen, veröffentlichen Street-Art-Bücher oder arbeiten in Grafikagenturen.

Am Samstag gibt’s beim Living HipHop extra Flächen für Graffitikünstler – Writer, wie sie sich selbst nennen. Bekannte Münchner wie CRIMP und ELIOT fabrizieren im Innenhof ihre Kunstwerke. Und wer seine Spraydosen mitnimmt, kann selbst zeigen, was er drauf hat. Ganz legal, natürlich.

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