Die französische First Lady spricht offen im Fernsehen

"Ich bügle keine Hemden"

+
Carla Bruni.

Was sich liebt, das neckt sich. Das gilt auch für die Franzosen und ihr präsidiales Glamourpaar Nicolas Sarkozy und Carla Bruni.

Anders ist es nicht zu erklären, dass sich ein Comic mit den niedlichen Namen Carla & Carlito in den letzten Tagen verkaufte „wie warme Semmeln“, so die Zeitung Le Parisien. Schon das Cover zeigt, wer in der Beziehung (angeblich) den Ton angibt: Eine Karikatur von Carla Bruni streichelt dem kleinen Nicolas Sarkozy über den Kopf, der wiederum strampelnd und quäkend im Baby-Tragetuch hängt.

Für die französischen Medien sind Affäre und Ehe Bruni-Sarkozy immer noch das heißeste Thema – die beiden garantieren Auflage und Einschaltquoten. Wie am Neujahrstag für den Sender France 2. Während woanders der jeweilige Präsident aufbauende Ansprachen für das, schon jetzt, krisengebeutelte Jahr 2009 hielt, sprach am späteren Abend Carla Bruni.

Ausgestrahlt wurde eine fast 80-minütige Dokumentation des Filmemachers George Scott mit dem Titel Carla Bruni, quelqu’un m’a dit(Jemand erzählt mir über Carla Bruni). Neun Monate lang begleitete Scott die singende First Lady, die das filmische Portrait einst selbst in Auftrag gegeben hatte: als Begleitung zu ihrem letzten Album Comme si de rien n’etait. Doch dann kam ihr der kleine, mächtige Franzose dazwischen – und die Kameras liefen trotzdem mit. „Ich dachte, damit stirbt das Projekt, doch sie ließ mich weiterfilmen“, erzählt Scott. „Der einzige Unterschied war, dass nun Polizei vor ihrem Haus patrouillierte.“

Entstanden ist ein Film, den manche Medien bereits als „Tabubruch“ feiern. Ehrlich gibt die 41-Jährige zu, noch immer in psychotherapeutischer Behandlung zu sein. „Das kann ich jedem nur empfehlen. Eine Therapie macht einem die Verantwortung für das eigene Leben bewusst.“ Auslöser für die Therapie war der Tod ihres Bruders Virginio, der an Aids starb.

Die Präsidentengattin hat auch klare Vorstellungen von ihrem Eheleben. „Ich sagte schon immer zu Nicolas: ,Ich kann nicht zwischen dir und der Musik wählen, das ist doch lächerlich.’ Ich werde nicht meinen Beruf aufgeben und die nächsten vier Jahre lang die Hemden meines Ehemanns bügeln.“

Bruni weiß, dass sie sich den Medien nicht entziehen kann. Geschickt gibt sie einige – vermeintlich private – Details preis und bestimmt so die Spielregeln. Denn: „Für jemanden, der so schüchtern ist wie ich, ist es fast eine Vergewaltigung, ständig fotografiert zu werden, so exponiert zu sein.“

A propos Fotos: mit ihren berühmten Nacktfotos hat sie auch jetzt kein Problem. „Jedes Model hat solche Fotos gemacht. Nur weil ich jetzt mit einem Präsidenten verheiratet bin, soll das unstatthaft sein? Ich stehe zu meiner Vergangenheit und schäme mich kein bißchen für meine Erotik-Fotos.“ Schließlich gab es selten eine schönere First Lady ....

Quelle: tz

Auch interessant

Kommentare