„Ich kann alles schaffen“

Illic wird 75 – und verrät der tz sein Erfolgsgeheimnis

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Bata Illic mit seiner Olga.

München - Es war alles perfekt geplant: Den 75. Geburtstag wollte Bata Illic nicht nur mit seiner großen Liebe Olga feiern, der Frau, die seit über 50 Ehejahren seine Inspiration ist, sondern auch mit seinen Fans.

Auf einer gemeinsamen Reise nach Sardinien – Geburtstagsparty im Hotel inklusive. Doch dann kam alles ganz anders. Olga stürzte zu Hause in Gräfelfing unglücklich die Kellertreppe hinab, brach sich das Becken und musste operiert werden. Und natürlich lässt Bata Illic seine Olga nicht allein. „Ihren Geburtstag haben wir drei Tage nach der Operaton am 26. August im Krankenhaus rechts der Isar gefeiert und meinen feiern wir jetzt halt in der Nähe ihrer Reha-Klinik“, erzählt er – und kann dabei schon wieder lachen. Und so wird er heute mit seiner Olga am Tegernsee einfach schön essen gehen!

Seine Verehrer müssen sich nicht grämen. „Die Reise holen wir nächstes Jahr nach“, verspricht Bata Illic.

Die Fans sind ihm heilig. Für sie gibt der Schlagersänger alles, für sie ist ihm kein Weg zu weit. Am Freitag war er in noch nach Kerpen unterwegs, um als Stargast einer Seniorenparty aufzutreten. Am Samstag ging’s weiter nach Chur in die Schweiz. „Sieben Stunden Autofahrt. Aber das ist kein Problem“, beruhigt er. „Ich fahre gern.“ Außerdem hat er in seinem Mercedes alles dabei, was er als Entertainer braucht. Schminkkoffer, Kostüme, technisches Equipment. Und was macht er während der langen Touren auf der Autobahn? „Da lach ich mich tot. Ich höre mir die CDs von Samy Davis jr. und Dean Martin an. Zum Schießen!

Und die richtige Vorbereitung für seine Show – und Michaela. Das Lied, das ihn berühmt machte, mit dem er 1972 die Hitparade stürmte. 30 Wochen war er in den Charts und Tausende sangen. Du bist mein Sonnenschein, lass mich nie mehr allein, Michaeeelala …

Natürlich singt er das heute auch noch. Bei jedem Auftritt – und freut sich, dass vor den Stuhlreihen, in denen die älteren Fans sitzen, junge Leute tanzen, mitsingen und „den Text so gut können wie ich“.

Bata Illic ist Kult. Bei Alt und Jung. Und ein Ende der Karriere ist auch mit 75 nicht in Sicht. Demnächst erscheint sein neues Album (Träumen kann ich nur in Deinen Armen), ab November geht er auf Tournee. „Bis Ende Januar bin ich verplant.“ Irre. „Aber so lange man gesund ist“, erklärt er, „kann man alles schaffen.“

Die lange Karriere ist für ihn ein großes Glück. Ein Glück, das Anfang der 1960er-Jahre begann, als er aus seiner Heimatstadt Belgrad an die Isar kam. Und erst einmal Angst hatte. „Man hatte uns erzählt: Im Kapitalismus sterben die Leute auf der Straße.“ Und dann war München einfach nur schön. So schön, dass Bata Illic noch während seiner ersten Nacht in der neuen Stadt entschied, dass er hier bleiben will.

Es folgten Hits wie Mit verbundenen Augen oder Schuhe, so schwer wie ein Stein und Schwarze Madonna. Bis es in den 80er-Jahren ruhig um den Schlager und um ihn wurde. „Vielleicht“, sagt Bata Illic heute im Rückblick, „hätte ich musikalisch noch etwas anderes ausprobieren sollen.“ Die Klassik sei seine große Liebe. Aber der Star bewies Stehvermögen – und ging das Risiko ein, mit RTL 2008 „nach Australien ins Dschungelcamp zu fliegen.“ „Ganz ehrlich“, gesteht er jetzt, „als ich damals unterschrieb, hab ich nicht gewusst, was da passiert. Als mir dann Kollegen davon erzählten, hatte ich eine Riesenangst.“ Tatsächlich hatte er schon beim Anmarsch zum Camp einen Zusammenbruch – aber dann hielt er durch bis zum Schluss, belegte Platz drei. Und erreichte kurz darauf in den Charts mit einer neuen Single (zusammen mit dem Ex-Fußballtorhüter Eike Immel) sogar noch einmal Platz 30. „Die Resonanz auf die Sendung“, wundert er sich jetzt noch, „war eigentlich nur positiv“. Was, glaubt er selbst, ist das Geheimnis seines Erfolges? „Dass ich mir immer treu geblieben bin.“ Er empfiehlt deshalb allen jüngeren Kollegen: „Kopiert niemanden, singt so, wie ihr im Herzen fühlt. Denn nur mit dem Herzen gewinnt man Fans.“

Wolfgang De Ponte

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