Ableger der "Sachsenklinik"

Darum geht's in der neuen Arzt-Serie in der ARD

+
Die Arztkittel passen schon mal … "In aller Freundschaft - Die jungen Ärzte" um Dr. ­Niklas ­Ahrend (gespielt von Roy ­Peter Link, Mitte) legen am Donnerstag los.

München - Es gibt eine neue Arzt-Serie in der ARD! "In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte" heißt das Format, das ein Ableger der "Sachsenklinik" ist. Die tz verrät, worum es in der neuen Serie geht. Außerdem: Ein Interview mit "Oberarzt" Roy Peter Link:

Stethoskope und Skalpelle sind gezückt, die weißen Kittel frisch gebügelt: Es gibt eine neue Arzt-Serie im Ersten! Das Besondere daran: Sie ist eng mit "In aller Freundschaft" verknüpft – der Serie aus der fiktiven "Sachsenklinik" in Leipzig, die seit 1998 regelmäßig Traumquoten von rund sechs Millionen Zuschauern einfährt. "In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte" heißt das neue Format, das künftig donnerstags um 18.50 Uhr im Vorabendprogramm zu sehen sein wird. Die Hauptrolle spielt ein bekanntes Gesicht: Dr. Niklas Ahrend (Roy Peter Link), der seit 2012 bei "In aller Freundschaft" die Herzen der Zuschauer erobert. Er lässt die "Sachsenklinik" hinter sich und tritt eine neue Stelle an als Oberarzt der Gynäkologie und Chirurgie sowie als Ausbilder der Assistenzärzte im Johannes-Thal-Klinikum in Erfurt – um ihn ein junges Ärzteteam. Die tz sprach mit dem 32-jährigen Berliner:

Herr Link, was wird bei den „Jungen Ärzten“ anders sein als beim großen Bruder der Serie, „In aller Freundschaft“?

Roy Peter Link: Es ist ein neuer Cast, ein junges frisches Team, und die Weiterentwicklung der einzelnen Figuren ist dichter und schneller erzählt. Was Die jungen Ärzte aber vor allem auszeichnet, sind der unheimlich große Enthusiasmus, der Spaß und die Freude, den die Leute bei der Arbeit haben. Das merkt man auch als Zuschauer.

Was macht für Sie den Reiz aus, einen Arzt zu spielen? 

Link: Dass Niklas Ahrend ein Arzt ist, ist für mich eigentlich zweitrangig. In erster Linie ist er ein Mensch! Ich wähle grundsätzlich eine Rolle nicht aus, weil sie einen bestimmten Beruf ausübt – es sind für mich Menschen, Charaktere, die halt auch arbeiten gehen müssen.

Und was hat Sie am Charakter des Dr. Ahrend gereizt?

Link: Er ist ein unkonventioneller Typ. Wenn er von einer Sache überzeugt ist, dann geht er nicht unbedingt den strukturierten, vorgegebenen Weg. Ein Beispiel: Wenn dringend ein Kind operiert werden muss, aber es ist kein OP frei oder ich bin nicht der behandelnde Arzt – dann ist mir das egal. Zur Not wird auch auf der Toilette operiert! Und zum anderen: ­Niklas Ahrend hat ja noch bei "In aller Freundschaft" ein Kind bekommen mit der verheirateten Krankenschwester ­Arzu. Jetzt ist natürlich die Frage: Wie geht’s mit dem Kind weiter? Diese Vatergeschichte ist für mich sehr spannend. In Erfurt hat der Zuschauer auch noch einen größeren Einblick in die Rolle, weil er die Figur auch mal privat erleben kann, nicht nur in der Klinik.

Werden Sie auch wieder ein Frauenschwarm sein? Sie haben ja viele weibliche Fans …

Link: Also, das halte ich ja schlichtweg für eine freche Behauptung (lacht)! Das höre ich oft, hab das auch mal irgendwo gelesen, aber ich selbst krieg das nicht mit. Ich habe gar nicht das Gefühl, dass es so ist! Dr. Niklas Ahrend selbst ist doch einfach nur auf der Suche nach Familie und Liebe, aber er kriegt das irgendwie nicht auf die Reihe. Manchmal ist das so im Leben … Klar braucht man als Mensch Nähe und Zärtlichkeit, so ist das auch für Niklas. Er ist nicht mehr auf der aktiven Suche, aber es kommt halt manchmal, wie es kommt …

Bei einer Arztserie im Fernsehen denkt man auch gern an die erfolgreichen Serien aus den USA wie „Emergency Room“ oder „Greys Anatomy“. Was ist im Vergleich dazu das Tolle an Ihrer Serie?

Link: Ich glaube, bei uns hat man weniger das Gefühl, eine Arztserie zu sehen. Der Zuschauer kriegt von uns schlichtweg eine ordentliche Portion Unterhaltung. Das Tolle an den Jungen Ärzten ist zum Beispiel eine sehr starke Authentizität und Charakterentwicklung. Die Folgen sind zwar von der Handlung her in sich abgeschlossen, aber das, was mit den Figuren passiert, tragen sie weiter in die nächste Folge. Und man folgt ihnen gerne – es reißt einen sofort mit! Man will einfach wissen, wie’s weitergeht …

Interview: Andrea Stinglwagner

"In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte", donnerstags, 18.50 Uhr, ARD

Ganz viel Drama: Darum geht's bei "In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte"

"In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte" startet mit zunächst 42 Folgen. Die wichtigsten Infos, damit Sie den Überblick nicht verlieren:

Dr. Niklas Ahrend (Roy Peter Link), bekannt aus der „Sachsenklinik“, wird gleich an seinem ersten Tag als Oberarzt im Erfurter „Johannes-Thal-Klinikum“ stark gefordert. Sein verehrter Mentor, Dr. Harald Loosen (Robert Giggenbach), bricht auf der Straße mit einem Herzinfarkt zusammen und fällt ins Koma. Gemeinsam mit der Chefärztin Prof. Dr. Karin Patzelt (Marijam Agischewa) kann Ahrend Loosens Leben retten.

Dann werden zahlreiche Verletzte eines Zugunglücks eingeliefert – unter ihnen auch Ahrends ehemalige Geliebte Arzu (Arzu Bazman) und sein Sohn Max. Bei der Kompetenzverteilung gerät Ahrend mit seinem schärfsten Konkurrenten, Dr. Matteo Moreau (Mike Adler), aneinander.

Der Rest des Ärzteteams ist eher pflegeleicht: Die Anästhesistin und Unfallchirurgin Leila (Sanam Afrashteh) ist eine Studienfreundin von Ahrend, auf den Julia Berger (Mirka Pigulla), die Tochter des Klinikchefs Wolfgang Berger (Horst Günter Marx), schnell ein Auge wirft. Annika Rösler (Paula Schramm) ist das Küken im Team der Assistenzärzte. Dr. Theresa Koshka (Katharina Nesytowa) tritt sehr ehrgeizig auf, während es Elias Bähr (Stefan Ruppe) eher an Selbstvertrauen mangelt und Ben Ahlbeck (Philipp Danne) als Chirurg ein Überflieger zu sein scheint.

"Sachsenklinik" bis 2017

Die etablierte Serie "In aller Freundschaft" spielt bereits seit 1998 in der fiktiven „Sachsenklinik“ in Leipzig. Am Dienstagabend lief bereits die 672. Folge. Dazu kommen zwei Spielfilme und zwei Dokumentationen.

Die Hauptrolle des Chirurgen Dr. Roland Heilmann, mittlerweile auch Ärztlicher Direktor der "Sachsenklinik", spielt seit der ersten Folge Thomas Rühmann (Mitte). Ein Ende des Dauerbrenners ist übrigens noch lange nicht in Sicht: Die Staffeln 19 und 20 mit je 42 weiteren Folgen werden 2016 und 2017 gezeigt.

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Laura Wontorra bekommt intime Frage zu Fußballern gestellt - ihre Antwort wird zur Steilvorlage
Laura Wontorra bekommt intime Frage zu Fußballern gestellt - ihre Antwort wird zur Steilvorlage
Vanessa Mai: Schlüpfriges Geheimnis bei ihrem Dreh in Venedig gelüftet
Vanessa Mai: Schlüpfriges Geheimnis bei ihrem Dreh in Venedig gelüftet
Wow! Salma Hayek veröffentlicht hüllenloses Hüllenlos-Foto - als Dank an ihre Fans
Wow! Salma Hayek veröffentlicht hüllenloses Hüllenlos-Foto - als Dank an ihre Fans
Stefanie Giesinger postet BH-loses Bild - der Blickwinkel ist ziemlich unglücklich
Stefanie Giesinger postet BH-loses Bild - der Blickwinkel ist ziemlich unglücklich

Kommentare