Wie fest zementiert

Übler Instagram-Fail: Sprühkleber statt Haarspray! Influencerin klebt sich Haare am Kopf fest

„Gorilla Glue Girl“ Tessica Brown vor ihrer folgenschweren Entscheidung

Tessica Brown wird auch „Gorilla Glue Girl“ genannt, weil sie den Sprühkleber der Marke Gorilla als Haarspray benutzte. Die Folgen sind dramatisch - und halten die Netzgemeinde in Atem.

Chalmette - Die Frau aus Lousiana, die sich online Tessica Brown nennt, hat lange dunkle Haare, die sie auf ihrem Instagram-Account immer wieder stolz in Szene setzt. Normalerweise fixiert sie ihre Frisuren mit einem handelsüblichen Haarspray - doch als das eines Tages leer ist, greift sie stattdessen zu einem Sprühkleber der Marke Gorilla. Dass das eine schlechte Idee ist, fällt auch Tessica Brown bald auf.

In einem Interview mit dem Radiosender kiss925 sagt die 40-Jährige: „Ich hatte gehofft, ich könnte es auswaschen, wenn ich nachhause komme.“ Diese Hoffnung erfüllte sich nicht, stattdessen sind die Haare wie fest zementiert und bleiben es auch nach zahlreichen Haarwäschen. Einige Wochen später wendet sie sich deswegen hilfesuchend an die Internet-Community - und erntet neben viel Spott und dem Spitznamen „Gorilla Glue Girl“ auch Unterstützung.

Instagram-Ratschläge bringen nicht die erhoffte Rettung für das„Gorilla Glue Girl“

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Im Radio-Interview erklärt Brown weiter, dass auch das Rasieren der Haare im momentanen Zustand keine Option sei: „Man bekommt nicht einmal einen Rasierer darunter“. Nachdem die zahlreichen Tipps ihrer Instagram-Follower, wie beispielsweise eine Behandlung mit Kokosöl, erfolglos bleiben, entscheidet sich die Frau mit der erstarrten Frisur für den Weg in die Notaufnahme einer Klinik. Dort seien ihre Haare mit Nagellackentferner und Wasser behandelt worden, erzählt die 40-Jährige, etwa 20 Stunden hätte das Klinik-Personal für die Behandlung angesetzt. Brown will diese 20 Stunden nicht in der Klinik verbringen und wird stattdessen für die Durchführung zuhause ausgestattet. Die Prozedur sei schmerzhaft, weil der Nagellackentferner auf der Kopfhaut stark brenne - aber Tessica Brown hofft immer noch, ihre Haare danach nicht abrasieren zu müssen.

Instagram-Community nimmt Anteil: „Gorilla Glue Girl“ erhält zahlreiche Online-Spenden

Mittlerweile gibt es eine Kampagne auf der Online-Plattform GoFundMe, bei der bereits innerhalb der ersten Tage über 13.000 Dollar für das „Gorilla Glue Girl“ gesammelt wurden. Hier wird vor allem Mitgefühl für die Folgen der Kleber-Aktion deutlich: „Ich habe deine Geschichte gesehen und habe an so manche verrückten Sachen gedacht, die ich schon gemacht habe, auch wenn ich es besser wusste“ schreibt eine Spenderin. „Ich kann mir kaum einen traumatischeren Grund vorstellen in die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit gerückt zu werden“ eine andere.

Twitter: Kleber-Hersteller äußert sich zu Vorfall

Mittlerweile hat sich auch die Firma, die den benutzten Kleber vertreibt, in einem Tweet zur Situation der 40-Jährigen geäußert: „Es tut uns sehr Leid vom unglücklichen Vorfall zu hören, den Miss Brown erlebt hat, als sie unseren Sprühkleber für ihre Haare benutzt hat.“ Die Firma sei froh, dass Brown sich in medizinische Behandlung begeben hat, man wünsche ihr nur das Beste.

Eine Frage, die sich wohl an den Vorfall anschließen wird, ist die nach einer juristischen Konsequenz: Wird Tessica Brown versuchen, die Klebstoff-Firma verklagen? Auf der Packung des Kleber ist, so der Hersteller, ausgewiesen, dass der Kleber nicht auf Haut, Augen oder Kleidung gelangen soll. Betrachtet man die enorme Popularität, die das „Gorilla Glue Girl“ durch den Vorfall erhalten hat, ist aber zumindest davon auszugehen, dass ihr Interview nach dem Gang in die Notaufnahme nicht der letzte öffentlichkeitswirksame Auftritt sein wird. (eu)

Wesentlich tragischer als die Klebe-Panne von Tessica Brown ist das Schicksal einer anderen Influencerin, die bei einem Selfie in den Tod stürzte.

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