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tz-Interview mit Schauspiel-Duo: "Downton hat unser Leben verändert"

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Von: Sandra Brockötter

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Zwei gut gelaunte Butler: Michael C. Fox (r.) und Kevin Doyle haben beim Interview im Bayerischen Hof viel Spaß.
Zwei gut gelaunte Butler: Michael C. Fox (r.) und Kevin Doyle haben beim Interview im Bayerischen Hof viel Spaß. © Weißfuß

München - Sie zählen wohl zu den bestverdienenden Butlern der Welt: Michael C. Fox und Kevin Doyle gehen in ihren Rollen in der Serie "Downton Abbey" auf. Die tz bat zum Interview.

Die britische Erfolgsserie "Downton Abbey" geht in die letzte Runde als DVD (6. Staffel ab 4. August im Handel). Dabei stellt die Serie einige Rekorde auf - darunter einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde als am besten bewertete TV-Serie. Drei Golden Globes und zwölf Emmys geben diesem Eintrag recht. Eine Serie der ­Superlative: 790 Drehtage, 1000 Perücken, verkauft in 250 Länder. Die tz traf sich mit den Darstellern Kevin ­Doyle, der bereits seit der zweiten Staffel dabei ist, und Michael C. Fox (seit Ende der fünften Staffel). Beide spielen einen Butler. Wie die Serie ihr Leben verändert hat, verraten sie im Interview.

Was bedeutet Ihnen die Serie?

Michael C. Fox: Ich fühle mich geehrt, dabei sein zu dürfen, weil es eine der ersten Rollen ist, die ich nur 20 Monate nach der Schauspielschule angeboten bekommen habe.

Kevin Doyle: Anfangs, als wir 2010 starteten, hätten wir alle niemals gedacht, dass die Serie weltweit so bekannt werden würde. Sie war ja anfangs nur in England erfolgreich, so dass wir Schauspieler damals erst mal glücklich waren, in der nächsten Staffel wieder eine Rolle und damit einen sicheres Einkommen zu haben. Der spätere Erfolg hat uns fertig gemacht (lacht). Wir sind sehr stolz und glücklich darüber.

Hat die Serie auch Ihr Privatleben verändert?

Doyle: Auf jeden Fall. Als wir realisiert haben, wie erfolgreich die Serie wird, wussten wir, dass das nicht einfach nur ein Job ist, sondern dass Downton unser Leben verändern würde.

Fox: Ja, seit ich die Rolle des Butlers Andy Parker spiele, schauen mich die Leute auf der Straße zweimal an - sind sich aber meist nicht sicher (lacht). Lustig war es, wie ich vor Kurzem am Flughafen in Paris nach Autogrammen gefragt wurde - da dachte ich mir: Wow, bin ich in Frankreich tatsächlich bekannt?

Sie spielen beide Butler. Hätten Sie lieber Rollen in der aristokratischen Familie gespielt?

Doyle: Vielleicht, aber ich finde auch, dass unsere Rollen, die im unteren Teil des Hauses spielen, inter­essanter sind. Unten leben die Diener und oben die aristokratischen Arbeitgeber. Unsere Rollen haben Aufgaben, also sie haben Arbeit - und oben geht es nur um Liebe und Intrigen.

Fox: Die erste Szene, die ich spielen durfte, fand unten statt. Alle rauchten, und es wurde um Geld gespielt. Und das hat man eben nur unten. Da ist einfach mehr Action. Das ist eher meine Welt.

Sie brauchen mehr Action?

Fox: Als Schauspieler brauche ich das eigentlich nicht immer, aber fast wäre es auch beruflich sehr turbulent geworden.

Wieso?

Fox: Zweimal wurde ich an der Schauspielschule abgelehnt und da wäre ich fast zur berittenen Polizei gegangen.

Wie wurden Sie beide auf die Rolle des Butlers vorbereitet?

Doyle: Wir hatten die ganze Zeit einen historischen Berater, der uns zur Seite stand. Aber auch einen Butler, der uns minutiös die Abläufe erklärte. Denn servieren und abräumen verläuft fast wie ein Tanz mit Choreographie.

Fox: Manche Szenen, in denen wir mit 15 Butlern servierten, die später nur eine gute Minute dauern, mussten wir fast vierzigmal drehen, damit jede Einstellung bis ins kleinste Detail perfekt ist.

Mimen Sie aus Spaß auch zu Hause mal den Butler?

Doyle: Nein, den lasse ich am Set.

Fox: Ich werde von meiner Familie gerne aufgezogen, ob ich ihnen nicht mal perfekt den Wein eingießen könnte. Aber das ist ja nur Spaß, obwohl ich es kann. (lacht)

Interview: Sandra Brockötter

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