Deutsche Moderatorin und Sängerin

Isabel Varell: Leben und Karriere der Sängerin

Isabel Varell Theaterpremiere von Diese Nacht oder nie in der Komoedie im Bayerischen Hof in München
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Isabel Varell ist ein Allround-Talent

Isabel Varell startete in den 1980er Jahren ihre Karriere als Sängerin. Doch inzwischen hat sich einiges getan. Die Künstlerin blickt inzwischen auch auf eine abwechslungsreiche Karriere bei Film und Fernsehen zurück. Alle Infos über Karriere, Privatleben und aktuelle Projekte.

  • Isabel Varell feierte ihre ersten großen Erfolge als Sängerin in den 1980er Jahren unter anderem mit Liedern wie „Ich kämpf um dich“ oder „Verträumt“.
  • Später legte sie auch eine beispiellose Karriere als Schauspielerin und Moderatorin in Film, und Fernsehen hin.
  • In ihrer Autobiografie aus dem Jahr 2016 gab sie auch Einblicke in ihr turbulentes Privatleben.

Köln – Die deutsche Sängerin, Fernsehmoderatorin und Schauspielerin Isabel Varell ist seit Anfang der 1980er Jahre eine feste Größe in Schlagerbranche. Doch auch ihre Fernsehkarriere kann sich sehen lassen. Sie spielte in zahlreichen Fernsehfilmen mit, moderiert unter anderem seit 2018 das Servicemagazin „Live nach neun“ und hatte in der ZDF-Telenovela „Lena – Liebe meines Lebens“ eine durchgehende Rolle. Ebenso schillernd auch ihr Privatleben: Von 1989 bis 1991 war sie mit Drafi Deutscher (†60) verheiratet, der für sie den ESC-Song „Melodie d’amour“ komponierte.

Isabel Varell – Ihre Anfänge als Sängerin

Isabel Varell wurde am 31. Juli 1961 in Kempen geboren.

Schon von Jugend auf war sie leidenschaftliche Sängerin. Im Alter von 13 Jahren hatte sie ihren ersten Auftritt bei einem Talentwettbewerb und hatte schon früh ihre Stimme und Talent als Berufung erkannt. 1980 konnte sie sich bei einem Nachwuchswettbewerb von Radio Luxemburg gegen 6.000 Mitstreiter behaupten und belegte den dritten Platz. Musikproduzent Jack White wurde auf die junge Sängerin aufmerksam und produzierte mit ihr 1981 ihre erste Single mit dem Titel „Ich kämpf um dich“ für Ariola.

Isabel Varell – Durchbruch mit „Verträumt“

Es folgten weitere Singles, wie „Rock’n’Roll geht los“, „Lüg mich an“ oder „Voyeur“. 1983 erschien schließlich ihr Debütalbum „Baby Rock’n‘Roll“. Doch den finalen Durchbruch erlebte Varell ein Jahr später im Alter von 23 Jahren mit dem Hit „Verträumt“, für den sie 1984 die Goldene Europa als beste Nachwuchssängerin erhielt. Der Titel ist eine deutsche Version von Marlene Riccis „Tonight“. Im Jahr 1987 singt sich Varell auch in die Herzen zahlreicher Kinder mit „Oh Schreck, oh Schreck, das Kind ist weg…“ – dem Titellied zur Kinderserie „Hals über Kopf“.

1990 erreichte ihre Gesangskarriere einen weiteren Höhepunkt, als sie mit „Melodie d’amour“ beim deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest antrat. Das Lied hatte ihr damaliger Ehemann Drafi Deutscher für sie komponiert. Mit dem Schmusesong belegte sie den sechsten Platz. Auch ihre beiden Lieder „Indestructible Love“ (1989) und „Geh nicht vorbei“ (1990) stammen aus Deutschers Feder.

Isabel Varell – Ihre Alben in der Übersicht

Fast jährlich hat Isabel Varell von 1981 bis 2020 Singles auf den Markt gebracht. Zehn Alben hat sie in den letzten vierzig Jahren bislang veröffentlicht:

  • 1983: Baby Rock’n’Roll
  • 1999: Nur nicht aus Liebe weinen
  • 2002: Heut‘ ist mein Tag
  • 2008: Königin der Nacht
  • 2009: Alles Ansichtssache
  • 2011: Alles neu
  • 2013: Da geht noch was
  • 2018: Lieblingsschlager (Compilation)
  • 2018: Kann denn Liebe Sünde sein? (Compilation)
  • 2020: Eine Tasse Tee

Isabel Varell – Ihre Erfolge als Schauspielerin, Comedian und Musicaldarstellerin

Dass Isabel Varell auch darstellerisches Talent hat, bewies sie bereits Mitte der 1980er Jahre im ARD-Zehnteiler „Das Rätsel von der Sandbank“, zu dem sie nicht nur den Titelsong sang, sondern auch noch gleich die weibliche Hauptrolle übernahm. Seitdem hatte die beliebte Sängerin immer wieder Rollen und Gastauftritte bei zahlreichen Fernsehfilmen und Serien, wie

  • 1987: Ein Fall für zwei (Folge 54: Lebenslänglich für einen Toten)
  • 1990: Ein Schloss am Wörthersee (Adel verpflichtet zu nichts)
  • 1994: Nich‘ mit Leo
  • 1997: Ein Fall für zwei (Folge 150: Tödliche Zinsen)
  • 1999: Gisbert
  • 2009-2010: Rote Rosen (in der Rolle der Andrea Weller)
  • 2010-2011: Lena – Liebe meines Lebens (in der Rolle der Linda Behrendt)
  • 2012: Rosamunde Pilcher: Das Geheimnis der weißen Taube
  • 2013: Ein Fall für die Anrheiner: Falsche Wahrheit (in der Rolle der Iris Wüstenberg)
  • 2015: Alles was zählt
  • 2018-2020: In aller Freundschaft

Doch ihr herzerfrischendes Temperament konnte sie auch als Komödiantin voll und ganz ausleben, so zum Beispiel in der ZDF-Comedy-Serie „Varell & Decker“. Von 2002 bis 2007 ging sie sogar mit ihrem Partner Christian Heckelsmüller mit dem Comedy-Programm „Mir ist ganz komisch“ auf Kleinkunstbühnen-Tour. Regie hatte damals Hape Kerkeling geführt, mit dem Varell auch schon für die WDR-Serie „Gisbert“ zusammengearbeitet hatte. Ihre Entertainer-Qualitäten bewies sie aber auch in Reality-TV-Formanten wie der RTL-Show „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“ von 2004. Außerdem ließ sie es sich nicht nehmen, für die ARD-Sendung „Verstehen Sie Spaß?“ als Lockvogel für Eckhart von Hirschhausen zu dienen.

Doch auch auf der Musicalbühne hatte Varell Ende der 1990er Jahre immer wieder Fuß gefasst. So war sie auf den Hamburger Bühnen sowohl in „Pico“, als auch in „Slice of Saturday“ zu sehen. Für das Popmusical „Cinderella“ schlüpfte sie in der Saison 2012/2013 in die Rolle der Fee Jolanda. Und 2018 stand sie für das Musical „Hairspray“ in Stuttgart auf der Bühne. Aber auch ohne Gesang zieht es die gebürtige Kempenerin immer wieder ans Theater. So war sie 2017 auch in einer Sprechrolle in der Komödie „Sommerabend“ im Düsseldorfer Theater an der Kö zu erleben.

Isabel Varell – Facettenreiche Fernsehmoderatorin

Isabel Varell hat neben ihrer Tätigkeit als Sängerin und Schauspielerin aber auch schon fast ein viertel Jahrhundert Moderations-Erfahrung gesammelt. 1997 moderierte sie an der Seite von Carlo von Tiedemann die „Aktuelle Schaubude“. Von 2002 bis 2004 war sie als Co-Moderatorin von Guido Cantz für die ZDF-Sendung „Karnevalissimo“ im Einsatz. Zudem moderierte sie von 2012 bis 2016 die Musiksendung „Schlagerparty“ im Hessischen Rundfunk. Danach führte sie die Zuschauer durch vier Folgen der Sat.1-Sendung „Ganz in Weiß“. Seit 2018 ist sie als Moderatorin an der Seite von Tim Schreder im Servicemagazin „Live nach neun“ zu sehen. Ihre Vita verzeichnet sogar gelegentliche Moderationen bei Call-in-Gewinnspielen auf 9Live.

Isabel Varell privat: Eltern, Jugend, Ehemänner, aktuelle Projekte

So schillernd wie ihre Karriere verlief, so turbulent war zeitweise auch das Privatleben von Isabel Varell. In ihrer Jugend trennten sich ihre Eltern. Nach der Scheidung versuchte ihre Mutter, sie von ihrem Vater fernzuhalten. Nicht selten hing deswegen auch der Haussegen schief. Die andauernden Mutter-Tochter-Konflikte machten sich auch an ihrer schulischen Leistung bemerkbar. Ende der 1970er Jahre war sie nach der mittleren Reife zweimal von der Schule geflogen. Das zerrüttete Verhältnis sorgte auch dafür, dass Isabel selbst niemals Kinder haben wollte.

Dies erklärte sie auch in ihrer Autobiografie „Mittlere Reife – aus meinem Leben“ aus dem Jahr 2016, mit der die Künstlerin wochenlang in der Spiegel-Bestseller-Liste vertreten. In einer Art „Selbsttherapie“, wie sie laut Medienberichten verriet, hatte sie die strapaziösen Achterbahnfahrten ihres Privatlebens verarbeitet.

Darunter auch die Ehe mit dem Sänger Drafi Deutscher. Die beiden hatten sich 1981 in Hamburg kennengelernt. Es dauerte allerdings noch acht Jahre bis sie ein Paar wurden. Trotz Drogengeschichten und Geldproblemen nahm sie seinen Heiratsantrag in einer Frankfurter Hotelbar an. Doch schon bald nach der Hochzeit 1989 bröckelte die Beziehung. Zwei Jahre später wurde die Ehe wieder geschieden.

2007 lernte Isabel Varell den Fernsehregisseur Pit Weyrich kennen, den sie im August 2015 heiratete. Beide leben glücklich in Köln. Ihre Fans hält die Sängerin via Facebook und Instagram auf dem Laufenden. Aber auch ihre Homepage informiert über News, Termine und aktuelle Projekte.

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