Nach angeblichem Vorfall am Hamburger Flughafen

Jan Ullrich bricht sein Schweigen - und will gleich mehrere Dinge klarstellen

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Offenbar wird erneut gegen den ehemaligen Rad-Star Jan Ullrich ermittelt.

Ist Jan Ullrich auf dem Hamburger Flughafen erneut ausgerastet? Der Ex-Radprofi dementiert die angebliche Attacke und spricht über seine Zukunft. 

Update vom 27. September 2018: Jan Ullrich dementiert seinen angeblichen Ausraster in Hamburg bei Focus.de. „Mir ist bewusst, dass es in letzter Zeit Missverständnisse um meine Person gegeben hat. Diese werden aufgeklärt. Ich habe in Hamburg niemanden attackiert. Mein Begleiter Patrick H. kann dies bezeugen. Er war dabei“, so der ehemalige Radprofi, der sich auf dem Weg in die Entzugsklinik nach Miami befindet. Am Flughafen Hamburg soll Ullrich einen Mann attackiert haben. 

Von London aus startet der 44-Jährige in die USA, um sich dort einer Behandlung zu unterziehen. „Ich bin entschlossen, eine Wende in meinem Leben herbei zu führen. Deshalb habe ich zugesagt“, so Ullrich. Auch wie es in seinem Leben weitergehen soll, hat der Ex-Spitzensportler verraten: „Es gibt kein Zurück in die alte Welt. Keinen Plan B. Dies ist eine Prüfung, die ich meistern werde. Bitte gebt mir Verständnis und Zeit, die ich benötigen werde. Ich werde kämpfen. Das verspreche ich!“.

Jan Ullrich erneut ausgerastet? Polizei ermittelt wohl wegen des Verdachts der Körperverletzung

Update vom 26. September 2018:

Jan Ullrich ist am Hamburger Flughafen offenbar erneut ausgerastet. Wie die Bild berichtet, liegt gegen den ehemaligen Radprofi eine Strafanzeige vor. „Wir ermitteln wegen des Verdachts der Körperverletzung gegen Herrn Ullrich“, zitiert die Bild einen Polizeisprecher.

Der 44-jährige Ullrich soll am Dienstag im Sicherheitsbereich einen Gastronomie-Angestellten ohne Grund angegriffen haben. Laut Bild erstattete der Mann aber erst am Nachmittag Anzeige. Zu diesem Zeitpunkt soll sich Ullrich bereits im Flugzeug befunden haben.

Erst vor wenigen Wochen sorgte Jan Ullrich für reichlich Negativschlagzeilen. Auf Mallorca wurde er nach einem Zwischenfall auf dem Grundstück des Schauspielers Til Schweiger zwischenzeitlich verhaftet. Wenige Tage später wurde er in Frankfurt wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung an einer Prostituierten vorübergehend festgenommen und anschließend in einer Entzugsklinik behandelt.

Jan Ullrich mit Whisky gesichtet - und kletternd auf dem Dach mit einem Gummivogel in der Hand

Update vom 09. September, 9.10 Uhr: 

Nach seinem Aufenthalt in einer bayerischen Entzugsklinik, ist Jan Ullrich (44) inzwischen nach Mallorca zurückgekehrt – dorthin, wo das ganze Drama begann. Und es stellt sich die Frage, ob der Entzug tatsächlich schon ausgereicht hat. Denn laut „Bild“ wurde der Ex-Radsportprofi dabei beobachtet, wie er auf dem Dach seiner Finca auf Mallorca herumturnt. In der linken Hand habe er dabei einen Gummivogel fest umklammert. Zudem habe er sich mit einer Flasche Johnnie-Walker-Whisky und einem Glas von seinem Fahrer nach Palma fahren lassen. Weiter hieß es, Ullrich habe Reisepläne. Er wolle mit seiner Freundin Elizabeth Napoles (34) zu ihrer Familie nach Kuba zu fliegen, anschließend in die USA. 

Jan Ullrich zurück auf Mallorca

Update vom 2. September 2018: 

Nach drei Wochen beendet Jan Ulrich wie geplant seine Entzugs-Therapie in der Betty-Ford-Klinik in Bad Brückenau - nun ist er zurück in seiner Finca auf Mallorca. Das berichtet die Bild. Laut dem Bericht wolle Ullrich zunächst einmal sein Haus einbruchsicher machen, da dort in den letzten Wochen mehrfach eingebrochen worden war. Er wolle die Schlösser austauschen und Kameras installieren. 

Danach geht es laut dem Bericht mit Freundin Elizabeth in den Flieger nach Kuba und dann in die USA. Dort hat ihm sein Ex-Rivale Lance Armstrong eine Einrichtung zur weiteren Therapie empfohlen: „Er hat mir eine Klinik vorgeschlagen, wo die letzten Giftstoffe aus dem Körper geholt werden“, verriet Ullrich bereits Ende August. 

Jan Ullrich gibt exklusives Interview und bezieht Stellung 

Update vom 30. August 2018:

Knapp zwei Wochen nach seinem Einzug in die Betty-Ford-Klinik, äußerte sich Jan Ullrich nun in einem Interview mit „RTL“. Der 44-Jährige bezieht darin Stellung über die Schlagzeilen der letzten Wochen: „Mein Lieblingsmensch ist praktisch aus meinem Herz gesprungen. Das tut bei mir so weh, als wenn die Sonne platzt“. Mit diesen herzzerreißenden Worten spielt der Ex-Sportler auf die Trennung zu seiner Noch-Ehefrau-Sarah an. Nach zwölf Jahren Ehe zog sie mit den drei Kindern zu ihrer Familie ins Allgäu.

In dieser Situation flüchtete sich der Ex-Radsport-Profi in den Alkohol: „Da hab ich in letzter Zeit etwas Gas gegeben, weil ich so enttäuscht war und den Schmerz heruntergespielt habe“. Auf die Frage, ob Ullrich damit seiner Ehefrau die Schuld am Absturz gebe, antwortet dieser vielsagend: „Es sind zwei Parteien Schuld“. Den anschließenden Einzug in die Entzugs-Klinik begründet Ullrich demnach auch mit dem fehlenden Kontakt zu seinen Kindern.

Ein Sucht-Problem sieht der Ex-Sportler dabei jedoch nicht: „Ich habe kein jahrelanges Alkoholproblem und auch kein jahrelanges Problem mit Substanzen. Das war jetzt eine Ausnahme. Ich bin nicht hier, weil ich vor mich hinzittere oder ein Problem mit Alkohol habe“. Und auch den Konsum von Amphetaminen begründet Ullrich. Mit den Substanzen wollte er seine vor Jahren diagnostizierte Krankheit „ADS“ bekämpfen. Die Amphetamine hätten dabei aber eher die Funktion von „Medizin als Drogen“ gehabt, lautet seine schockierende Beichte.

„Droge ist bei mir das falsche Wort. Ich hab dadurch mehr Energie, sie bringen mich runter. In etwa wie eine Schlaftablette für einen normalen Menschen“, so Ullrich. Süchtig sei er jedoch nicht, deshalb wolle er seinen Lebensstil auch nicht komplett ändern. „Ich trink keinen Wein mehr, ich trinke kein Bier mehr. Ich trinke nur noch das Gläschen Whiskey und auch das nicht alle Tage. Das sollte mir auch gestattet sein“, erklärt der 44-Jährige.

Als RTL den Ex-Sportler dann mit den Aufnahmen der letzten Wochen konfrontiert, äußert Ullrich, dass die Schlagzeilen ihm nicht peinlich seien. Zu den Vorwürfen der Prostituierten dürfe der 44-Jährige sich zwar nicht äußern, sie seien aber trotzdem erfunden. Für die nächste Zeit spüre Ullrich „eine Kraft“ in sich und blicke zuversichtlich in die Zukunft.

Jan Ullrich im Interview: „Brauche halt Sex“ 

Update vom 30. August 2018:

Knapp zwei Wochen nach dem Beginn seines Entzugs, meldet sich Ex-Radsport-Star Jan Ullrich aus der Klinik. In einem TV-Interview mit der RTL-Sendung „RTL Exclusiv“ offenbart der 44-Jährige nun intime Details aus der Beziehung mit Freundin Elizabeth Napoles. Demnach habe Ullrich die offizielle Erlaubnis zum Fremdgehen. Der Ex-Radstar begründet die Entscheidung des Paares mit der Abwesenheit seiner Lebensgefährtin: „Ich bin eben ein junger Mann und brauche halt Sex. Und wenn ich vier Wochen unterwegs bin, dann darf ich mir das auch mal von anderen Frauen holen, bevor ich es ausschwitze, was ja sowieso nicht geht“. 

Trotzdem wisse er was er an der Kubanerin habe: „Ich habe eine neue Liebe, mit der ich mein Leben plane“, ist sich Ullrich sicher. Auch Napoles selbst stärkt dem 44-Jährigen den Rücken: Ich bin die Einzige, die ihm noch Wärme gegeben und in den schlimmsten Momenten geholfen hat“. Die 34-Jährige ist sich sicher, dass der frühere Sportler ohne sie vermutlich schon tot wäre, weiß das Magazin „Stern“. 

Jan Ullrich nennt Auslöser seiner Probleme

Update vom 29. August 2018: 

Der ehemalige Radstar Jan Ullrich (44) hat die Trennung von seiner Ehefrau Sara als Auslöser für seine Drogen- und Alkoholprobleme benannt. "Diese Situation habe ich als starke Persönlichkeit unterschätzt, und da habe ich dann natürlich auch etwas tiefer in die Flasche geguckt", sagte er im Interview mit RTL.

Die Drogen hätten ihm dabei geholfen, seine Emotionen zu kontrollieren. "Ich musste das eine Zeit lang nehmen, weil mich das runterfährt. Das funktioniert wie bei einer Schlaftablette bei den normalen Menschen. Bei mir sind es Amphetamine", sagte der Tour-de-France-Sieger von 1997.

Hinzu komme eine chronische Knieverletzung, die ihn daran hindere, seine Emotionen durch Sport abzubauen. "Man muss sich das wie bei einem Schnellkochtopf vorstellen, der immer pfeift. Die Energie will raus. Ich konnte das immer sehr gut im Sport kompensieren, aber leider ist mein Knie seit eineinhalb Jahren kaputt", sagte Ullrich.

Ex-Teamkollege Jaksche: Jan Ullrich verdrängt ein „größeres Problem“

Update vom 25. August 2018:

Der ehemalige Radprofi Jörg Jaksche hat sich besorgt über den Absturz seines früheren Telekom-Teamkollegen Jan Ullrich geäußert. „Das ist natürlich tragisch. Was ich dabei bezeichnend finde, ist die Art, mit der Jan das zuletzt erklärt hat. Als habe er gar kein Drogenproblem, sondern spiele jetzt einfach ein bisschen Rockstar“, sagte Jaksche (42) in einem Interview der „Süddeutschen Zeitung“ (Samstag). Mit dieser Haltung verdränge Ullrich „ein ganz anderes, größeres Problem“, meinte Jaksche. „Zum Beispiel den Übergang von einer schillernden Sportkarriere ins richtige Leben.“

Die Frankfurter Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Ullrich (44) wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung. Der Tour-de-France-Sieger von 1997 soll vor zwei Wochen in einem Frankfurter Hotel eine Escort-Dame nach einem Streit angegriffen und verletzt haben. Ullrich war deshalb vorläufig festgenommen worden. Er äußerte sich nach Angaben der Polizei bei einer Vernehmung nicht zu den Vorwürfen. Die Ermittlungen gegen Ullrich, der sich derzeit einer Therapie unterzieht, laufen weiter.

Trotz der Vorfälle hat Jaksche immer noch großen Respekt vor der Leistung des ehemaligen Weltklasse-Sportlers. „Jan war für uns alle der große Messias. Er hat den Radsport in Deutschland aus der Arbeiter-Schmuddelecke rausgeholt, in der er lange gesteckt hatte, und das große Geld in den Sport gebracht“, sagte Jaksche.

Er sprach seinem früheren Teamgefährten Mut zu: „Ich kann nur hoffen und wünschen, dass er aus dem Umfeld an Menschen, mit denen er sich gerade umgibt, irgendwie herauskommt und nach einer langen Therapie wieder heil ins Leben zurückfindet.“

Schock-Nachricht für Jan Ullrich

Update vom 25. August 2018: 

Zu erfahren, dass daheim eingebrochen wurde, als man nicht da war, dürfte jeden schocken. Genau das ist jetzt Jan Ullrich passiert. Seit er in der Klinik ist, wurde in seiner Villa auf Mallorca gleich mehrfach eingebrochen. Das verriet er der Bild. „Dreimal wurde zuletzt bei mir eingebrochen. Die wissen halt, dass ich gerade nicht da bin“, so der 44-Jährige.

Futsch sind demnach Wertsachen, Technik und sogar Pool-Möbel. „Jetzt ist das Haus zwar leer – es wurde ja alles schon gestohlen –, aber es tauchen immer noch Gestalten da auf. Nun habe ich erst mal ein paar Leute da, die aufpassen. Aber ich muss das Haus umrüsten, alles sicher machen. Schlösser austauschen, Kameras installieren.“

Ullrich verriet auch seine Pläne für die Zeit nach der Entzugsklinik - Lance Armstrong habe ihm dort eine Klinik vorgeschlagen, die ihn weiter aufbaut und dafür sorge, dass die letzten Giftstoffe aus dem Körper kommen.

Jan Ullrich: Erste Worte aus der Klinik

Update vom 24. August 2018:

Jan Ullrich ist offenbar auf dem Weg der Besserung. Das legt ein Bericht der

Bild

-Zeitung nahe, die den ehemaligen Radstar in der Nähe der Entzugsklinik traf. „Mir geht es schon viel besser. Ich fühle mich hier sehr sicher, kann mich ganz auf mich selbst konzentrieren“, sagte er dem Blatt. Sechs Stunden pro Tag dürfe Ullrich die Einrichtung mittlerweile verlassen, heißt es. „Ich werde morgens und abends auf Substanzen im Körper getestet – durch Blutabnehmen und Urin-Tests, einen Alkohol-Test muss ich auch machen“, so „Ulle“.

Jan Ullrich: Zuletzt besuchte ihn Lance Armstrong

Zuletzt besuchte ihn der einstige Rivale Lance Armstrong in der Klinik. „Als er plötzlich da war, fand ich das richtig geil, super! Lance hat sich brutal reingehauen für mich“, erklärte er und verrät: „Lance und ich machen zusammen weiter. Im Anschluss an meine Therapie hier in Deutschland fliege ich zu ihm in die USA nach Colorado. Er hat mir eine Klinik vorgeschlagen, wo ich weiter aufgebaut werde und die letzten Giftstoffe aus dem Körper geholt werden. Das wird gut.“

Dieses Foto postete Lance Armstong auf Instagram.

Ullrich erklärt, keinerlei Entzugserscheinungen zu verspüren. Medikamente nehme er nur in Form von Augentropfen „wegen des ganzen Qualms vom Rauchen“. Auch das wolle er bald reduzieren.

Kein Alkohol, kein Kokain. Und dennoch mangelt es ihm an nichts? Ullrich schwört laut Bild: „Ich bin mit leicht erhöhten Leberwerten hier angekommen – das war das einzige. Nach zehn Tagen bin ich wieder im Normalbereich angekommen. Da haben schon alle gestaunt nach meinem Konsum in den letzten vier Monaten...“

Jan Ullrich gesteht: So kam ich in den Drogen-Strudel

Und dann gesteht er wie er überhaupt in den Drogen-Strudel kam: Er sei ein hochgradiger ADHSler (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung). „Ich stecke voller Energie, deshalb habe ich auch die Tour de France gewinnen können. Aber ich fahre dadurch auch emotional extrem schnell hoch. Bei einer Studie in Zürich vor einiger Zeit wurde lange getestet, was gut für mich ist. Danach bekam ich eine Notfall-Medikation in Form eines Amphetamins verschrieben.“ Und weiter: „Wenn ich das nehme, geht mein Energie-Level runter, dann kann ich nicht mehr explodieren. Das ist, als wenn ihr eine Schlaftablette nehmt, so fühlt sich das an.“

Als im Frühjahr der Ärger mit Sara richtig begann und er die Kinder wochenlang nicht sehen und sprechen konnte, sei er regelmäßig explodiert. „Da ist dann auch der ein oder andere Fernseher kaputt gegangen oder der Box-Sack aus der Decke gerissen worden. Und um da wieder runterzukommen, habe ich Kokain und Amphetamin genommen. Aber das muss ich jetzt nicht mehr – wenn ich die Kinder habe, brauche ich keine Drogen.“ Und mit denen telefoniert er nun regelmäßig.

Update vom 23. August: Ex-Kollege von Jan Ullrich zeigt sich berührt

Ex-Radprofi Rolf Aldag hat den Alkohol- und Drogenabsturz seines ehemaligen Teamkollegen Jan Ullrich mit großem Bedauern aufgenommen. „Natürlich berührt das einen. Jedes persönliche Schicksal, wenn es irgendwann bekannt wird, berührt einen“, sagte Aldag am Donnerstag bei der Deutschland Tour in Bonn.

Aldag fuhr lange Zeit mit Ullrich beim Team Telekom (später T-Mobile) und war auch 1997 beim Tour-Sieg Ullrichs als Teamgefährte dabei. „Wir sind viele Jahre zusammen gefahren und haben großartige Zeiten zusammen erlebt. Das würde ich niemandem meiner ehemaligen Teamkollegen, Konkurrenten oder irgendjemand anderem wünschen“, ergänzte der 49-jährige Westfale, der heute als Sportlicher Leiter beim südafrikanischen Team Dimension Data tätig ist.

Ein spezifisches Phänomen des Radsports sieht Aldag jedoch nicht. „Damals mit Marco Pantani war es ja auch sehr dramatisch, ebenso mit Frank Vandenbroucke. Aber es gibt ja auch ähnliche Fälle von Sportlern aus anderen Sportarten.“

Der Italiener Pantani, der im Jahr 1998 sowohl den Giro d'Italia als auch die Tour de France gewann, starb im Jahr 2004 im Alter 34 Jahren an einer Überdosis Kokain. Ebenfalls mit 34 erlag der Belgier Vandenbroucke den Folgen einer Lungenembolie. Auch bei ihm wurde bei der Autopsie jahrelanger Drogenkonsum nachgewiesen.

Update vom 17. August: Armstrong besucht Ullrich

In den Bergen der Tour der France waren sie erbitterte sportliche Gegner, doch schon in der Vergangenheit bekundete Ex-Radstar Lance Armstrong seine Freundschaft mit Jan Ullrich. Nun hat der Amerikaner offenbar seinen Kumpel getroffen. „Ich konnte die Gelegenheit nicht verpassen, nach Deutschland zu kommen, um ein paar Tage mit ihm zu verbringen“, schreibt Armstrong auf Instagram. Und: „So toll, den Tag mit diesem Mann zu verbringen.“ Wo das Foto entstand, schrieb der Texaner nicht.

Lance Armstrong hatte dem Deutschen schon zuvor seine Hilfe angeboten. "Lance Armstrong ist sehr an dem Schicksal von Jan interessiert, hat sich ständig informiert“, hieß es von Ullrichs Anwalt Wolfgang Hoppe. 

Nun haben sich die beiden anscheinend in Deutschland getroffen. Armstrong schreibt in seinem Posting: „Wie viele von euch wissen, liebe ich Jan Ulrich. Er war so ein besonderer Rivale für mich. Er machte mir Angst, er hat mich motiviert und wirklich das Beste in mir hervorgebracht. Reine Klasse auf dem Fahrrad. Schnell vorwärts zum heutigen Tag und mein Freund geht durch eine schwierige Lage.“ Und zum Schluss richtet Armstrong noch eine Bitte an seine Fans: „Bitte haltet Jan in all euren Gedanken und Gebeten. Er braucht jetzt unsere Unterstützung.“

Update vom 17. August: Erschütterndes Video im Internet

Im Internet kursiert inzwischen ein sechs Minuten langes Video, das offenbar von Jan Ullrich in seinem Haus auf Mallorca aufgenommen wurde. Wann genau ist unklar, ebenso wie weitere Hintergründe. Es zeigt einen Jan Ullrich, der sehr wirr spricht - erschütternde Bilder. Es war aber offensichtlich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Wir haben uns entschieden, es nicht zu zeigen, keinen Link zu setzen und zunächst auch nicht ausführlich darüber zu berichten.

Update vom 17. August: Jan Ullrich meldet sich bei Freund

Seit dem vergangenen Wochenende ist Jan Ullrich in einer Entzugsklinik. Alte Freunde und Verwandte sind weiter in Sorge um den gefallenen Radstar, vor allem wegen dessen Umgang mit Berater Gerd K. Kurz nach seiner Einweisung hatte der 44-Jährige Kontakt zu einem alten Weggefährten, einem kroatischen Boxpromoter (der unerkannt bleiben möchte, im Folgenden „R.“ genannt, Anm. d. Red.), wie Focus Online berichtet. Diesem soll Ullrich gesagt haben, „dass es ihm ganz gut gehe. Es gefalle ihm in der Klinik und er wolle vorläufig dort bleiben.“

Über R.s Mobiltelefon habe Ullrich zudem seinem alten Tour-Rivalen Lance Armstrong eine Sprachnachricht geschickt, die dem Portal nach eigenen Angaben vorliege. Ullrich: „Hallo Lance, hier ist Jan. R. hat mir sehr geholfen, und dies ist R.s Telefon. Ich hoffe, es geht dir gut. Vielen Dank für deine Hilfe. Ich liebe dich. Ich werde jetzt in eine Klink in Deutschland gehen, um clean zu werden. Ich habe einige Probleme mit Alkohol. Ich hoffe, wir hören uns.“

Mysteriöser und beunruhigender ist aber das Verhalten von Gerd K. Wie Focus Online weiter berichtet, hat sich der Berater enormen Einfluss auf das Leben von Jan Ullrich gesichert, unter anderem soll der Tour-de-France-Sieger von 1997 ihm eine notarielle Generalvollmacht ausgestellt haben, was K.s Anwalt bestätigte. Mit dieser versuchte K. vor einigen Tagen, auf das Konto Ullrichs zuzugreifen, was der Bankdirektor verhinderte und stattdessen Ullrichs Frau Sara informierte.

Der Anwalt von K. bestätigte, dass dieser „in Abstimmung mit Herrn Ullrich für Herrn Ullrich Bankgeschäfte“ tätige. Es habe sich zwischen Jan Ullrich und Gerd K. „ein sehr gutes und verantwortungsvolles Vertrauensverhältnis entwickelt. Herr K. bemüht sich im Auftrag von Herrn Ullrich, für Herrn Ullrich negative Einflüsse zu verhindern oder zu reduzieren.“

Update vom 15. August, 15.58 Uhr

Diese Nachricht lässt tief in die Seele von Jan Ullrich blicken! Einen Tag vor dem Vorfall mit Till Schweiger auf Mallorca versendete der Ex-Radprofi angeblich eine WhatsApp-Nachricht an zahlreiche Freunde, die der Sport Bild vorliegt. Adressiert ist diese Message „an alle meine lieben Freunde“ und beginnt damit, dass der 44-Jährige sich für die Ratschläge und Tipps bei eben jenen bedankt. Dieses Eingreifen in sein Leben aber habe „zu Grenzverletzungen und Übergriffen geführt und ich werde das nicht mehr zulassen.“ Er lebe nun etwas „Rock‘n‘Roll“, werde dabei aber „medizinisch bestens versorgt“.

Seine Freunde sollten Ullrichs „Entwicklungspotential nicht zu sehr unterschätzen, schreibt er weiter. „Als Ihr Eure Jugend gelebt habt war ich am trainieren. Wo ihr gevöllt habt lebte ich asketisch. Und heute lebe ich anders als ihr ...“, erklärt er. Weiter schreibt Ullrich: „Ich lebe zur Zeit meine Freiheit aus und nehme sie mir auch. Wäre ich Musiker oder Filmstar würde mein Lebensstil niemand stören. Johnny Depp, Keith Richards, Billy Idol, Ozzy Osborne, David Bowie, Iggy Pop … und Jan!“ Alle seine Freunde sollen demnach froh sein, dass der Tour-Sieger von 1997 nicht wie Cat Stevens zum Islam konvertiert ist und sich in „Ulluf Islam“ umbenannt hat. Zur Erklärung: Stevens nennt sich seit seiner Konvertierung Yusuf Islam.

Die Freunde von Jan Ullrich gehen anhand der Wortwahl der sehr langen Rundmail davon aus, dass der ehemalige Radstar diese mit fremder Hilfe verschickt hat. Ullrich sei zudem einem Scharlatan hörig, er habe schon immer an übersinnliche Kräfte geglaubt.

Update vom 15. August, 9.55 Uhr: „Er machte unbekleidet Handstände im Hotelzimmer“, berichtet Prostituierte

Jan Ullrichs Escort-Dame hatte ja bereits ihr Schweigen gebrochen (siehe unten). Jetzt hat sie RTL vor die Video-Kamera bekommen - das Resultat sehen Sie hier.

Die 31-Jährige stammt aus Nigeria und nennt sich Brandy. Ihr Gesicht zeigt sie in dem Video nur verpixelt, weil sie ihren zwölfjährigen Sohn schützen möchte. Auch ihre Stimme ist verfremdet. Aber sie schildert in dramatischen Worten ihre Sicht jener Nacht in einem Frankfurter Hotel, die einen neuen Tiefpunkt für das einstige Rad-Idol darstellt.

Der Ex-Sportler hat sich noch nicht öffentlich zum Vorfall geäußert. Klar ist, dass Jan Ullrich es etwas anders gesehen haben dürfte - vermutlich auch weniger dramatisch. Wie es wirklich geschehen ist, werden die Ermittlungen zeigen. Brandys Worte klingen jedenfalls drastisch. Sie sagt Sätze wie „Dann habe ich mir gedacht: Wenn du jetzt nichts machst, bist du tot.“

Die Prostituierte erklärt, dass sie Ullrich erst gar nicht erkannt habe. „Erst als er sich mir vorgestellt hat, wusste ich, mit dem ich es zu tun hatte“, so die 31-Jährige. Er machte auf sie einen seltsamen Eindruck. „Er wirkte sehr hyperaktiv. Er war schon komplett nackt, als ich reinkam. Er ist die ganze Zeit hin- und hergelaufen. Er war überhaupt nicht ruhig, hat die ganze Zeit um sich herumgeschlagen, gegen die Wand. Er hat ein paar Handstände gemacht, ist hin- und hergehüpft, gesprungen. Er war keine Sekunde ruhig. Er hat auch gesagt, dass er hyperaktiv sei und diese Bewegung brauche.“

Ullrich sei zunächst freundlich gewesen, habe ihr etwas zu trinken angeboten. Als sie ihren Sohn angerufen habe, kippte ihrer Schilderung zufolge die Stimmung. „In dem Moment hat er ins Telefon gerufen: Du Nutte.“

Dann eskalierte alles, so Brandys Schilderung. „Er hat mich festgehalten, damit ich nicht durch die Tür gehe. Da wusste ich, dass ich die Polizei rufen muss. Er hatte so einen Hass in sich.“ Er habe sie „am Hals gepackt, mich gegen die Wand geknallt. Am Kopf hat er mit beiden Händen so lang gewürgt, dass ich keine Luft mehr bekommen habe.“

Sie habe jetzt noch Schmerzen am Hals und beim Schlucken. „Ich weiß nicht, ob mein rechter Oberarm jemals wieder normal sein wird.“ Dazu brauche sie psychologische Hilfe, von alleine komme sie nicht aus der Sache, meint Brandy. 

Inzwischen hat Brandy auch verschiedene Berichte zu dem Prominenten gelesen - sie habe da erst gemerkt, wie präsent er ist. „Der Mann tut mir richtig leid.“

Update vom 14. August, 16.11 Uhr: Ex-Teamkollege ohne Mitleid für Ullrich

Sie waren von 2000 bis 2006 Team-Kollegen, wurden Freunde - doch das ist mittlerweile vorbei. Matthias Kessler (39) beobachtet den Werdegang von Jan Ullrich und die Eskapaden der letzten Tage mit Sorgen. „Wir können alle nur hoffen, dass Jan selbst will und Ärzte ihm helfen können", sagte Kessler dem Portal t-online.de. Allerdings berichtet er auch: „Der Kontakt zu Jan war immer ganz gut – bis er meinte, er habe jetzt neue super Freunde.“

Mit denen hatte sich Ullrich nach der Trennung von seiner Frau im Juni 2018 umgeben. Kessler: „Da konnte ich so wie viele andere nichts mehr tun. Wir alle waren machtlos.“ Die neuen Freunde, der Konsum von Drogen und Alkohol seien demnach aber nur ein Teil der Probleme. Ullrich sei „auch selbst schuld und sollte von mir als Freund und Ex-Teamkollege kein Mitleid erwarten“, so Kessler weiter.

Kessler pflegt weiter noch gute Kontakte zur Familie und den Kindern von Jan Ullrich, aber für ihn, als Spezl aus vergangenen Radsport-Tagen, sei es mittlerweile schwer geworden, an den Tour-Sieger von 1997 heranzukommen. 

Update vom 14. August, 15.20 Uhr: Ullrichs Ex-Teamchef zeigt sich betroffen

Jan Ullrichs früherer Telekom-Teamchef Walter Godefroot (75) hat sich schockiert über den Zustand seines einstigen Kapitäns geäußert. „Es macht mich betroffen, wenn ich das jetzt lese, wie es ihm geht. Es ist immer schlimm, wenn ein junger Mensch wie Jan so vom Weg abkommt“, sagte der Belgier Godefroot der Zeitung „Die Welt“. Der Tour-de-France-Sieger von 1997 war am Freitag in einem Frankfurter Hotel vorübergehend festgenommen worden, nachdem er eine Escort-Dame angegriffen und verletzt haben soll. Gegen Ullrich wird wegen des Verdachts des versuchten Totschlags und der gefährlichen Körperverletzung ermittelt. Bei seiner Festnahme am frühen Freitagmorgen stand Ullrich laut Polizei mutmaßlich unter Alkohol- und Drogeneinfluss.

Update vom 13. August, 20.37 Uhr: Bernd Thränhardt erklärt, wann eine Chance auf Rückfälligkeit extrem hoch ist

Er hat das alles selbst schon einmal durchlebt: Bernd Thränhardt. Seit 16 Jahren ist er jetzt trocken und erklärt der tz* am Fall Ullrich, was sich ändern muss. Geht es nach dem 60-Jährigen, ist Geduld gefragt. „Heute weiß ich, einige Betroffene schaffen es bei 50 Versuchen nicht. Vier Wochen oder drei Monate reichen lange nicht aus. Ich bin über fünf Jahre zweimal die Woche zur Selbsthilfe gegangen“, so Thränhardt. Er ist sogar umgezogen, weil er weiß, dass im alten Umfeld die Chance auf Rückfälligkeit extrem hoch sei. 

Auch die Veränderung innerhalb der Familie sieht er als positiv. „Dass Sara Ullrich mit den Kindern ausgezogen ist, war der einzig richtige Schritt. Selbst nach dem Entzug braucht das Umfeld extrem lange, wieder Vertrauen aufzubauen“, so der Bruder von Hochsprunglegende Carlo.  

Viele Außenstehende fragen sich, wie sich Ullrich nach seinem Mallorca-Ausraster zum nächsten Skandal hinreißen ließ. „Es ist kein Kater mehr. Ohne Drogen funktioniert man nicht mehr. Bei mir haben die Nervenbahnen verrückt gespielt, es hat sich angefühlt, als würden sie aus der Haut springen. In der Sucht trifft man keine Entscheidungen mehr, da hast du keinen freien Willen mehr“, so Thränhardt.

Update vom 13. August, 12.50 Uhr: Das sagt Magdalena Neuner zum Fall Jan Ullrich

Die ehemalige Biathletin Magdalena Neuner (31) hat sich zum Fall Ullrich gemeldet und zeigt Verständnis für die Lage des ehemaligen Radprofis. „Ich weiß, welchen schwierigen Situationen und welchem Druck Spitzensportler ausgesetzt sind. Ich kann nachvollziehen, dass man daran zerbrechen kann“, sagte die zweimalige Olympiasiegerin im Interview mit der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung". Die 31-Jährige drückte ihr Bedauern aus: „Es tut mir für den Menschen Jan Ullrich unheimlich leid. Es ist fürchterlich.“  

Update vom 13. August, 7.17 Uhr: Edel-Prostitiuerte nennt Details aus der Nacht mit Ullrich

Ein Vertrauter der Edel-Prostituierten, mit der der Ex-Radstar den Freitagmorgen verbracht hatte, meldet sich erstmals in der Bild-Zeitung zu Wort. Er berichtet darüber, was ihm die Escort-Dame erzählt hat. Demnach kam ihr noch im Flur ein anderes Callgirl entgegen – aus dem Zimmer Jan Ullrichs.

„Die Hotelsuite war ziemlich verwüstet. Auf einem Tisch lagen Päckchen mit einem weißen Pulver. Es sah für mich aus wie Kokain“, erzählte die Prostitiuerte demnach ihrem Vertrauten. „Auf dem Boden lagen benutzte Kondome und zwei Flaschen Johnnie Walker Black Label. Der Kunde lag nackt auf dem Bett und hielt eine Flasche Whisky in der Hand.“ Ullrich habe benommen gewirkt und geschrien: „Ich mache jetzt hier meine Abschiedsfeier.“

Ullrich habe ungeschützten Sex gefordert, den sie ablehnte, heißt es in dem Bericht weiter. Daraufhin soll sie ihren Fahrer angerufen haben, was Ullrich dazu brachte, auf sie loszugehen. Er soll sie geschlagen und am Oberkörper verletzt haben. Ullrich würgte sie laut Staatsanwaltschaft, bis ihr schwarz vor Augen wurde. Als sich die Prostituierte schließlich losreißen konnte, lief sie schreiend auf den Hotelflur. Mitarbeiter alarmieren die Polizei. Die Beamten nahmen Ullrich fest.

Der einstige Rad-Held widerspricht über seinen Vertrauten, einen kroatischen Box-Promoter, der zu Ullrichs besten Freunden gehört. Der Bild-Zeitung sagte er: „Jan schildert den Vorgang so: Es kam zum Streit, weil sie bereits nach eineinhalb statt der vereinbarten drei Stunden gehen wollte, weil sie angeblich zu ihrem Kind musste. Er gibt zu, sie geschubst zu haben, aber dies sei die einzige Berührung gewesen. Zudem habe nicht nur sie, sondern auch er selbst die Polizei gerufen, weil er sich betrogen fühlte.“

Update vom 12. August, 19.05 Uhr: Jan Ullrich soll im Wahn auf seine TV-Geräte geschossen haben

Neues in Sachen Jan Ullrich: Laut einem Bericht in der „Welt am Sonntag“ soll der ehemalige Radsportler regelmäßig neue Fernseher in seine Finca auf Mallorca bestellen. Der Grund: Ullrich soll öfter mit Waffen auf seine TV-Geräte geschossen haben, sobald er Personen, von denen er sich verfolgt fühlt, gesehen hat. Diese bizarre Anektdote entstammt einer Erzählung des Ex-Hockey-Nationalspieler Stefan Blöcher (58), der mit Ullrich befreundet sein soll. 

„Er lässt zwei, drei neue Fernseher pro Woche anschaffen“, wird Blöcher in der „Welt am Sonntag“ zitiert. 

Update vom 12. August, 12.27 Uhr: Ex-Radprofi Ullrich nach Psychiatrie-Aufenthalt in Entzugsklinik

Der frühere Radprofi Jan Ullrich hat sich nach einem Aufenthalt in einer Psychiatrie in eine Entzugsklinik in der Nähe von Frankfurt am Main begeben. Das berichtete die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf einen Vertrauten des 44-Jährigen. Die Ermittlungen gegen Ullrich wegen des Angriffs auf eine Escortdame in einem Hotel laufen.

"Ich kann bestätigen, dass Jan Ullrich in eine Entzugsklinik gefahren ist und mit der Therapie begonnen hat", sagte ein Saarbrücker Geschäftsmann der "BamS". Der Mann begleitete den früheren Radprofi demnach am Samstag in die Klinik.

Update vom 12. August, 11.10 Uhr: Neuer Bericht - ließ sich Jan Ullrich zwei Escort-Damen kommen?

Jan Ullrichs heftige Party-Nacht verlief einem Bericht der Bild am Sonntag zufolge noch wilder als bislang angenommen: Nach Informationen der Zeitung ließ sich der frühere Rad-Star nicht nur eine, sondern zwei Escort-Damen aufs Hotelzimmer bestellen. Die erste Frau habe das Hotel „unauffällig wieder verlassen“.

Die zweite Dame, die Ullrich später tätlich angriff, habe für ihre Dienste 600 Euro in bar erhalten. Auf dem Zimmer habe die 31-Jährige Spuren von Alkohol- und womöglich sogar Drogenkonsum gesehen. Ullrich sei schließlich ausgerastet, als die Frau versuchte, per Telefon ihren Fahrer zu erreichen, um sich abholen zu lassen. Das unrühmliche Ende der Nacht ist bekannt.

Update vom 11. August, 20.37 Uhr: Polizei gibt Details zur Escort-Dame von Jan Ullrich bekannt

Dass Jan Ullrich die Psychiatrie verlassen hat, wurde bisher nicht von offiziellen Stellen bestätigt. Die Frankfurter Polizei ist für den weiteren Verlauf nicht mehr zuständig. „Für uns endet es mit der Einweisung, ich kann Ihnen keine Auskunft geben“, erklärt Sprecherin Carina Lerch auf Anfrage unserer Onlineredaktion.

Das Foto entstand am Freitag: Ist es Jan Ullrich? Eine Person hält sich in einer abgedunkelten Limousine bei der Ausfahrt aus dem Frankfurter Polizeipräsidium die Hand vors Gesicht.

Die Vernehmung der Escort-Dame ist inzwischen abgeschlossen, so Lerch. „Sie war alleine mit Herrn Ullrich.“ Die Polizeisprecherin verrät auch Details zur Escort-Frau: „Die Dame ist Deutsche mit Migrationshintergrund, 31 Jahre alt.“ Alle anderen Informationen zu ihr wie den Vornamen hält die Polizei unter Verschluss, um sie zu schützen.

Wie geht es ihr: „ Wir haben ihr jede Hilfe angeboten, die wir möglich machen können. Zum Beispiel Kontakt zu Opferhilfseinrichtungen. Sie ist sicherlich traumatisiert und musste medizinisch versorgt werden.“

„Die Spurensicherung ist ebenfalls abgeschlossen. Die Auswertung der Spuren dauert noch an, die polizeilichen Ermittlungen gehen noch weiter“, ergänzt Lerch.

Update vom 11. August, 17.16 Uhr: Jan Ullrich raus aus Psychiatrie

Wie die „Bild“ berichtet, ist Jan Ullrich raus aus der Psychiatrie. Das Blatt zeigt auf seiner Homepage ein Auto, das den Ex-Radstar am Samstag gegen 12.40 Uhr dort abgeholt haben soll.

„Ich kann bestätigen, dass Jan Ullrich in eine Entzugsklinik gefahren ist und mit der Therapie begonnen hat“, wird Gerd K. zitiert. Er ist Geschäftsmann und Ullrich-Vertrauter.

Update vom 11. August 2018, 15.05 Uhr: Nun spricht ein Angestellter des Hotels 

Wie „Focus“ berichtet, äußerte sich nun erstmals ein Angestellter der „Villa Kennedy“ in Frankfurt. In dem Luxus-Hotel ereignete sich der verhängnisvolle Vorfall zwischen Jan Ullrich und einer Prostituierten. Laut der anonymen Person bezog Ullrich anders als zunächst vermutet ein „Deluxe-Zimmer“ (275 Euro)  und keine Luxus-Suite (6.000 Euro).

Wie der Informant außerdem verrät, scheint Ullrich noch vor ein Uhr nachts mit Getränken versorgt worden zu sein. Als die Bar kurz darauf schloss, schien jedoch „alles noch in Ordnung“. 

Update vom 11. August 2018, 12.30 Uhr: Jan Ullrich wird in Psychiatrie von Experten beobachtet

Jan Ullrich wird nach seiner Einweisung in eine psychiatrische Einrichtung von Experten beobachtet. Es liege nun in der Verantwortung der Fachkräfte, über das weitere Vorgehen zu entscheiden, sagte eine Sprecherin der Polizei in Frankfurt am Main am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Aufgrund des „seelischen und körperlichen Zustands“ des 44-Jährigen habe es keine andere Wahl gegeben, sagte die Polizeisprecherin. Wie lange Ullrich in der Klinik bleibt, war zunächst unklar.

Update vom 11. August 2018, 11.03 Uhr: Jan Ullrich „versuchte vergeblich, einen Handstand zu machen“

Jan Ullrich wurde laut Bild am Donnerstag beobachtet, wie er am Abend die Bar des Frankfurter Luxus-Hotels betrat. Ein Augenzeuge: „Er saß mit zwei Männern dort. Als er vergeblich versuchte, einen Handstand zu machen, wurde er gegen 22.45 Uhr gebeten, die Bar zu verlassen. Dann ist er wohl auf sein Zimmer gegangen.“

Was dann geschieht ist bekannt: Ullrich wird „nach einer handgreiflichen Auseinandersetzung“ vorläufig festgenommen. Nach Angaben der Frankfurter Staatsanwaltschaft geht es um den Tatvorwurf des versuchten Totschlags oder der gefährlichen Körperverletzung.

Der ehemalige Radprofi sei „mit einer bei ihm weilenden Escort-Dame in Streit geraten“, hieß es in der Mitteilung. Er soll die Frau „körperlich attackiert und verletzt haben“. Das Opfer sei verletzt worden und habe medizinisch versorgt werden müssen. Laut Staatsanwaltschaft soll er die Frau so gewürgt haben, dass ihr schwarz vor Augen wurde.

Wie die Bild berichtet, wurden im Hotelzimmer mehrere Gramm einer weißen Substanz gefunden. Es könne sich möglicherweise um Kokain oder Amphetamin handeln.

Update vom 11. August 2018, 09.45 Uhr: Jan Ullrich muss „sofort in eine geschlossene Anstalt“

Der zweimalige Vize-Weltmeister Dietrich Thurau ist schockiert von den Ereignissen um den früheren Radstar Jan Ullrich. „Meines Erachtens hilft nur eins: Ulle muss sofort in eine geschlossene Anstalt, damit er nicht mehr frei draußen rumläuft. Der ist so unter Strom, der weiß gar nicht mehr, was er macht, glaube ich. Sonst endet das alles böse“, sagte Thurau dem Kölner Express (Samstagsausgabe).

Es sei „alles nicht mehr normal, was der macht“, so Thurau, der 20 Jahre vor Ullrichs Tour-Sieg 15 Tage lang das Gelbe Trikot durch Frankreich getragen hatte: „Das kommt nur durch das Kokain und die ganzen Drogen, die er sich reinhaut, und durch den Alkohol.“

Für Thurau steht fest, dass Ullrich allein aus der Spirale nicht mehr rauskommt: „Der hat sich völlig fallenlassen und ist total in die verkehrten Kreise reingerutscht. Der hat mit Prostituierten und Zuhältern zu tun, die ihm das Kokain besorgen. Wenn der in eine normale Klinik geht, dann geht das immer so weiter. Von selbst packt der das nicht mehr. Der hat gar keinen Ehrgeiz dazu.“

Thurau ruft dazu auf, Ullrich „irgendwie“ zu helfen: „Man darf ihn nicht fallen lassen, dann ist es ganz aus.“ Früher sei Ullrich vom Verband bejubelt worden: „Und heute sieht man von denen keinen mehr. Es ist zum Heulen.“

Update vom 11. August 2018, 06.02 Uhr: Jan Ullrich in Psychatrie zwangseingewiesen

Jan Ullrich ist am Freitagabend in eine Psychiatrie gebracht worden. Das sagte eine Polizeisprecherin in Frankfurt. Zuvor hatte Bild darüber berichtet. Die Sprecherin sagte, es handle sich um eine Zwangseinweisung.

Im Rahmen der Entlassung Ullrichs aus dem Polizeipräsidium sei es zu einem nicht näher beschriebenen Zwischenfall gekommen, so dass den Beamten aufgrund des körperlichen Zustandes nichts Anderes übrig geblieben sei als dieser Schritt. Ullrich sei mit einem Rettungswagen in die Klinik gebracht worden. Um welche Klinik es sich handelt, sagte die Sprecherin nicht.

Der 44 Jahre alte Ullrich soll in einem Frankfurter Luxus-Hotel eine Escort-Dame nach einem Streit angegriffen und verletzt haben. Er war deshalb festgenommen worden. Trotz Anfrage gab es dazu von der Anwaltskanzlei Ullrichs bis zum Abend keine Stellungnahme.

Video: Die Details: So lief Jan Ullrichs Tag der Verhaftung ab

Update vom 10. August 2018, 22:15 Uhr: Ullrich bekommt professionelle Hilfe - Zwischenfall bei Abholung

Wie Bild.de berichtet, scheint Jan Ullrich in eine psychiatrische Klinik eingeliefert worden zu sein. Demnach wollten Begleiter des 44-Jährigen den ehemaligen Rad-Profi gegen 17 Uhr auf dem Polizeipräsidium abholen, Ullrich durfte nach seiner Vernehmung eigentlich das Präsidium verlassen. 

Kurz nachdem die Begleiter jedoch das Gelände betreten hatten, eskalierte die Situation erneut. Ullrich weigerte sich in den Wagen einzusteigen, sträubte sich gegen die Unterbringung in einer Entzugsklinik. Nachdem die Situation aus dem Ruder zu laufen scheint, greifen die Beamten wohl erneut ein, beschließen, dass Jan Ullrich nun Gefahr für sich und andere sei. Gemeinsam mit einem Krankenwagen und Begleitung der Beamten, wird der 44-Jährige laut Bild-Informationen in die Klinik eingewiesen. 

Update vom 10. August 2018, 19.10 Uhr: Polizeipräsidium nach Festnahme wieder verlassen

Ex-Radprofi Jan Ullrich ist nach seiner vorläufigen Festnahme wegen eines mutmaßlichen Angriffs auf eine Escort-Dame wieder auf freiem Fuß. Das bestätigte die Polizei in Frankfurt am Main der Deutschen Presse-Agentur. Ullrich verließ am Freitagabend das Polizeipräsidium durch einen der Ein- und Ausgänge. Polizei und Staatsanwaltschaft hatten zuvor mitgeteilt, dass keine Voraussetzungen für eine Inhaftierung vorlägen.

Update vom 10 August 2018, 16.20 Uhr: Soll noch heute das Gefängnis verlassen dürfen

Laut Informationen der Nachrichtenagentur AFP konnte Jan Ullrich zu den Vorwürfen gegen ihn befragt werden. Er habe allerdings von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch gemacht, sagte eine Polizeisprecherin. Er will sich demnach nicht dazu äußern, was am Freitagmorgen vorgefallen ist.

Am Freitagnachmittag dauerte die Vernehmung der mutmaßlich Geschädigten Frau noch an. Erst im Anschluss an die Vernehmung sollte endgültig darüber entschieden werden, ob Ullrich auf freien Fuß kommt oder doch Haftbefehl beantragt wird. Am Ende stand fest: Jan Ullrich kommt wieder auf freien Fuß. Er werde nach Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft im Laufe des Freitagnachmittags wieder entlassen werden, teilte die Polizei Frankfurt am Main mit. Die Voraussetzungen für eine Inhaftierung lägen nicht vor.

Update vom 10. August 2018, 15.30 Uhr: Jan Ullrich „nicht bei Sinnen“

Eine Vernehmung des festgenommenen Jan Ullrich ist laut Auskunft der Polizei weiterhin nicht möglich. Inzwischen sind seit seiner Festnahme Stunden vergangen, in denen er sich offenbar noch nicht weit genug erholt hat, um sich im Rahmen einer Vernehmung zu äußern. Der Welt sagte ein Polizeisprecher: „Herr Ullrich steht noch unter Alkohol- und Drogeneinfluss.“ Der Ex-Radprofi sei demnach „nicht bei Sinnen“, wird die Polizei in dem Bericht zitiert. Entsprechende Aussagen zum Alkohol- und Drogenkonsum machte die Polizei auch gegenüber fnp.de*.

Die Beamten wurden bereits am frühen Morgen gerufen, nachdem Ullrich eine Prostituierte angegriffen und gewürgt haben soll. Seitdem befindet er sich in Polizeigewahrsam, während die geschädigte Frau vernommen wird. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts des versuchten Totschlags und der gefährlichen Körperverletzung. Ob Ullrich sich äußern wird, kann momentan noch niemand sagen. Er hat natürlich weiterhin die Option, die Aussage zu verweigern.

Update von 10. August 14.30 Uhr: Jan Ullrich in Frankfurter Luxus-Hotel festgenommen

Jan Ullrich ist am Freitagmorgen in Frankfurt am Main wegen des Verdachts der Körperverletzung festgenommen worden. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Frankfurt dem Sport-Informations-Dienst (SID). Zuvor hatte die Bild darüber berichtet. Demnach soll eine Party im Luxus-Hotel "Villa Kennedy“ eskaliert sein. Es kam offenbar zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung. Jan Ullrich habe demnach eine Prostituierte angegriffen, mit er er sich getroffen hatte.

„Es soll zum Streit und zu einem körperlichen Angriff auf eine Frau gekommen sein. Hierbei soll der Beschuldigte sie gewürgt haben, bis ihr schwarz vor Augen wurde“, teilte die Staatsanwaltschaft über den derzeitigen Ermittlungsstand dem SID mit. Der Vorfall hatte sich in dem Nobelhotel im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen zugetragen.

Jan Ullrich: Prostituierte ruft Polizei - Mordkommission involviert

Wie der Sport-Informations-Dienst (SID) weiter berichtet, sei die Geschädigte eine Prostituierte gewesen, mit der sich Jan Ullrich in dem Hotel getroffen hatte. Laut dieser Meldung habe zwischenzeitlich auch die Mordkommission in dem Fall ermittelt. Eine Polizeisprecherin sagte der Nachrichtenagentur AFP, dass die Prostituierte nach dem Vorfall das Hotelpersonal alarmiert hat. Die Mitarbeiter hätten daraufhin die Polizei gerufen.

Nach derzeitigem Erkenntnisstand sehe die Staatsanwaltschaft „keinen dringenden Tatverdacht wegen versuchten Totschlags, so dass aktuell kein Antrag auf Erlass eines Haftbefehls gestellt wird“, hieß es in der Stellungnahme von Oberstaatsanwältin Nadja Niesen weiter. Inhaftiert wird Ullrich offenbar nicht. „Hinsichtlich des verbleibenden Tatvorwurfs der gefährlichen Körperverletzung fehlt es nach Auffassung der Staatsanwaltschaft an einem Haftgrund“, schrieb Niesen.

Alkohol und Drogen: Ullrich nicht vernehmungsfähig

Ullrich befindet sich derzeit noch in Polizeigewahrsam, er habe laut Niesen „zur fraglichen Tatzeit unter massivem Alkohol- und Drogeneinfluss“ gestanden: „Die Ermittlungen dauern an. Derzeit wird die Geschädigte als Zeugin vernommen.“ Jan Ullrich konnte hingegen nicht direkt vernommen werden. Der Bild sagte eine Polizeisprecherin: „Der Beschuldigte muss erst in der Lage sein, der Vernehmung zu folgen.“ Ullrich war dafür offenbar zu alkoholisiert.

Die Bild berichtete außerdem, das in Ullrichs Hotelzimmer mehrere Gramm Rauschgift gefunden wurden. Es soll eine weiße Substanz gewesen sein, Kokain oder Speed kommen infrage. Eine Bestätigung der Polizei liegt hierfür nicht vor.

Der frühere Rad-Star hatte erst vor wenigen Tagen den Konsum von Drogen eingeräumt und angekündigt, sich in Therapie zu begeben. Am Donnerstag hatte er sich dann auf den Weg von Mallorca nach Deutschland gemacht.

Update vom 10. August 2018, 9.20 Uhr: Tour-Sieger Thomas wünscht Ullrich viel Kraft

Nach Lance Armstrong hat auch Tour-Sieger Geraint Thomas Mitgefühl für Jan Ullrich geäußert und dem früheren Radstar viel Kraft im Kampf gegen seine Alkohol- und Drogenprobleme gewünscht. „Alkohol und Drogen sind ein großes Thema in der Gesellschaft“, sagte der Brite im Gespräch mit Sport Bild: „Wenn man eine dunkle Phase in seinem Leben hat, flüchtet man sich unter Umständen hinein.“

Er wünsche Ullrich alles Gute und hoffe, „dass er seine Probleme in den Griff bekommt. Hoffentlich hat er die Kraft, da rauszukommen“, sagte Thomas.

Update vom 9. August 2018: Jan Ullrich kommt für Entzug nach Deutschland

Der ehemalige Tour-de-France-Sieger Jan Ullrich hat sich wohl dazu entschlossen einen Entzug zu machen, zu dem auch Till Schweiger ihn aufforderte. Wie die Bild (Freitagsausgabe) berichtet, begab sich der 44-Jährige am Donnerstag auf den Weg nach Deutschland um sich endlich seinem Laster anzunehmen.

„Ich habe ein gutes Bauchgefühl, fühle mich wohl. Das wird mein Neustart“, wird Ullrich zitiert. Ein wichtiger Faktor und Motivation sind dabei wohl die Söhne des Ex-Radprofis, zu denen er nach einem erfolgreichen Entzug wieder einen regelmäßigen Umgang pflegen könnte.

Erst vor wenige Tagen sagte der 44-Jährige der Boulevardzeitung: „Aus Liebe zu meinen Kindern mache ich jetzt eine Therapie. Die Trennung von Sara und die Ferne zu meinen Kindern, die ich seit Ostern nicht gesehen und kaum gesprochen habe, haben mich sehr mitgenommen. Dadurch habe ich Sachen gemacht und genommen, die ich sehr bereue.“ Ullrich bestritt aber, süchtig zu sein und ließ offen, um was für eine Art von Therapie genau es sich handelt.

Update vom 9. August 2018: Schweiger geht wegen Ullrich-Vorfall auf Bunte los

Til Schweiger hat sich zum Zoff mit Jan Ullrich geäußert - beziehungsweise hat er gegen einen speziellen Artikel zum Fall ordentlich ausgeteilt. Er postete einen Screenshot der Website der Bunten, die spekuliert hatte, ob sich Ullrich und Schweiger wegen eines Escort-Girls gezofft hätten. Schweiger dazu: „Liebe Bunte, ich werde nie wieder mit Euch sprechen - erst wieder, wenn Euer ekelhafter Chefredakteur, der so einen Dreck durchwinkt, seinen Hut nehmen muss- until then, rest in peace!!! Schande über Euch! Less than zero respect !!!! @ Tanja May.... du bist so eine.....verf.....S..............“

Er garniert seinen Post mit Boxhandschuhen. 

Von jurisitischen Schritten will er wohl absehen: „Da dies ein freies Land ist, wo jeder das Recht hat, Scheiße zu erzählen, nehme ich diesen Dreck zur Kenntnis!“

Schweiger nimmt sich konkret den Chefredakteur der Bunten und die Autorin des Artikels vor.

Update vom 8. August 2018: Alkoholprobleme, Uneinsichtigkeit, Geldsorgen: Hintergründe zu Ullrichs Niedergang

Nach und nach kommen immer mehr Hintergründe um den aktuellen Zustand des gefallenen Radstars Jan Ullrich zu Tage. Wie die Sport-Bild berichtet, steht der Alkohol im Zentrum der Probleme des Tour-Siegers von 1997. So sagte Nachbar Til Schweiger dem Blatt, Ullrich habe „morgens um 6 Uhr angefangen, Bier zu trinken“. Zudem sei er auf Whiskey umgestiegen, weil Whiskey mehr wirke als Bier. Seine Leberwerte seien arlamierend - bei einer Knie-OP im Vorjahr seien sie einem Arzt aufgefallen. Er hatte Ullrich gewarnt, mit seinem Leben zu spielen, sollte er seinen Lebensstil nicht ändern.

Schon seit Jahren ist Uneinsichtigkeit ein großes Thema bei Ullrich. Auch seine Suchtprobleme soll er bestreiten. „Jan lässt sich von niemandem helfen“, sagt ein Freund dem Blatt. „Aber wenn er sich nicht in ärztliche Behandlung begibt, wird das ganz böse enden – wie bei Pantani.“ Der Italiener, Tour-de-France-Sieger 1998, wurde im 2004 tot aufgefunden - mit einer Überdosis Kokain im Körper. Auch bei seinem Burnout 2010 hatte Ullrich seine Alkoholprobleme abgestritten. Schon zu Profizeiten habe er viel getrunken, erzählten dem Fachblatt ehemalige Weggefährten - damals vor allem Wein. Gegenüber einem Freund sagte Ullrich einst: „Rock-Stars nehmen doch auch Drogen. Da regt sich niemand drüber auf.“

Jan Ullrich vor dem Gerichtsgebäude auf Mallorca.

Im Video: Liebes-Aus und neue Liebe für Jan Ullrich

„Vielleicht sind die Festnahme und die Nacht im Gefängnis ja der Tiefpunkt, den Jan gebraucht hat, um zur Besinnung zu kommen“, hofft ein Freund gegenüber der Sport-Bild. „Wir haben schon mit einigen Therapeuten gesprochen. Aber jeder von ihnen sagt, dass ohne Selbsteinsicht eine Behandlung keinen Sinn macht.“

Auch das Geld wird bei Ullrich langsam knapp, berichtet die Sport-Bild. In seinen besten Jahren verdiente Ullrich inklusive Werbeeinnahmen fünf bis sieben Millionen Euro pro Jahr - im Moment kann kein Sponsor mehr mit ihm werben. Auch kann er seine Rad-Reisen nicht mehr anbieten. Nach zwei Knie-OPs kann Ullrich seine Leidenschaft aktuell nicht ausüben. „Ich brauche das Radfahren“, sagte Ullrich im Juni. „Dann geht es mir besser.“

Freunde wie Ex-Ski-Weltmeister Frank Wörndl, Ex-Tennis-Star Carl-Uwe Steeb und Ex-Teamkollege Andreas Klöden, genauso seine Mutter Marianne Katz aus Rostock - sie alle besuchten Ullrich jüngst auf Mallorca, doch alle wurden von ihm weggeschickt. Ullrich wollte sich nicht helfen lassen - ob sich das nach dem Schweiger-Vorfall nun ändert?

Update vom Dienstag, 7. August, 22.22 Uhr: Noch in dieser Woche soll Ullrich in die Klinik - Gemütslage verbessert sich 

Jan Ullrich will  diese Woche noch eine Therapie beginnen

Offenbar hat sich der Gemütszustand von Jan Ullrich im Vergleich zu den letzten Tagen deutlich verbessert. Grund dafür soll ein langes Telefonat mit seinen Kindern gewesen sein. Wie die Bild-Zeitung berichtet, führte Ullrich mit seinen drei Kindern ein halbstündiges Video-Telefonat. „Es war sehr harmonisch. Ich hatte Freudentränen in den Augen. Mir geht es gerade richtig gut.“, so die Rad-Legende gegenüber der Zeitung. Noch in dieser Woche soll der 44-Jährige seine Therapie in einer Klinik in Deutschland antreten. Dort sollen ihn auch seine Noch-Ehefrau Sara und seine Kinder besuchen kommen. Zu diesen hatte er in den letzten Monaten offenbar so gut wie keinen Kontakt. 

Auch der Schauspieler Til Schweiger, der Ullrichs Drogenbeichte ins Rollen brachte, hilft dem ehemaligen Radprofi. Gegenüber Bild sagte Schweiger, dass er seine Anzeige und seine Schadensersatzklage gegenüber seinen Mallorca-Nachbarn Ullrich zurückgezogen habe.

Update vom Dienstag, 7. August, 13.16 Uhr: So großzügig will Lance Armstrong der Rad-Legende helfen

Gegenüber der Bild verriet der Wolfgang Hoppe, Anwalt von Jan Ullrich, wie sich Lance Armstrong mit ihm unterhalten hat. Wie schon bekannt, hat der ehemalige Konkurrent von Jan Ullrich seine Hilfe angeboten. Nun hat Hoppe Details verraten, wie sich genau der US-Amerikaner einbringen will.

„Es war ein sehr gutes Gespräch. Lance Armstrong ist sehr an dem Schicksal von Jan interessiert, hat sich ständig informiert. Er sagt, dass die Rad-Community zusammenhalten muss. Aber das Wichtigste sei erst mal, dass Jan sich helfen lassen will. Und dann ist Armstrong sofort bereit, sich mit einem Arzt in ein Flugzeug zu setzen und nach Europa zu kommen“, so Hoppe. 

Ein großzügiges Angebot von Armstrong. Die beiden ehemaligen Kontrahenten pflegten bekanntlich ein gutes Verhältnis zueinander. 

Jan Ullrich (rechts) und Lance Armstrong (links). 

Update vom Montag, 6. August, 7.12 Uhr: Jan Ullrich schildert Horror-Nacht

Große Aufruhr in Mallorca. Der Schauspieler Til Schweiger und sein Nachbar Jan Ullrich sind aneinander geraten. Der ehemalige Radprofi ist bei Schweiger in den Garten eingedrungen. Bei der Auseinandersetzung wurde die Polizei gerufen und Ullrich abgeführt. Nun erklärt die Rad-Legende bei der BILD selbst, wie es zu dem Vorfall kam und beschreibt seine Gefühlswelt. Dabei lüftet er auch ein Geheimnis über seinen Zustand. 

„Ich bin zu Til rüber, weil ich hörte, dass er demnächst Mallorca wieder verlässt und wollte mich verabschieden. Ich habe gerufen, es hat mich keiner gehört, da habe ich einfach das Grundstück betreten. Im Garten war auch eine Person – ein Mitarbeiter von Til –, die sich eine Zeitlang bei mir durchgefuttert und mich dann sogar bestohlen hat“, wird Ullrich vom Boulevardblatt zitiert.

Wortgefecht zwischen Til Schweiger und Jan Ullrich

Er ergänzt: „Es gab Wortgefechte, auch mit Til, möglicherweise auch mal eine Berührung an der Schulter. Plötzlich sprang mich diese Person mit einem Kung-Fu-Tritt an. Ich konnte ausweichen, bin aber auf den Ellbogen gefallen. Dann kam schon die Polizei.“

Jan Ullrich in der Zelle: „Ich habe Platzangst bekommen“

Anschließend wurde der 44-Jährige wegen seines Ellbogens ins Krankenhaus gefahren. Der Deutsche dachte, danach wieder heim zu können. Doch so war es nicht. Die Polizei führte Ullrich mit Handschellen ab. Mit den Beamten konnte sich die Rad-Legende nicht verständigen.

Sie sprachen nur Spanisch, verstanden kein Englisch. Ich konnte keinen Anwalt anrufen. Ich musste alles bis auf die Hose ausziehen. In der sehr kleinen Zelle gab es nur eine Pritsche und ein Handtuch. Überall Kot und Urin auf dem Boden und an den Wänden. Ich habe Platzangst bekommen, konnte nicht schlafen. Es war eine der härtesten Prüfungen meines Lebens“, so Ullrich.

Jan Ullrich will jetzt eine Therapie machen

Doch er gelobt auch Besserung und lüftet sein Geheimnis. Er gibt zum ersten Mal zu, Dinge konsumiert zu haben, die er „sehr bereut“. Ullrich gesteht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. „Aus Liebe zu meinen Kindern mache ich jetzt eine Therapie. Die Trennung von Sara und die Ferne zu meinen Kindern – die ich seit Ostern nicht gesehen und kaum gesprochen habe –, haben mich sehr mitgenommen. Dadurch habe ich Sachen gemacht und genommen, die ich sehr bereue“, so der 44-Jährige. 

Für den Vorfall würde er sich bei Schweiger entschuldigen, aber „ich erwarte auch eine Entschuldigung“, so der Tour-de-France-Sieger von 1997.

Meldungen vom 5. August: Lance Armstrong will Jan Ullrich ins Gewissen reden

Update vom Sonntag, 5. August, 22.02 Uhr: Nach dem jüngsten macht sich auch ein guter Freund von Jan Ullrich große Sorgen. Ex-Skistar Frank Wörndl hat deshalb einen alten Bekannten um Hilfe gebeten. Und Lance Armstrong hat zugesagt, nach Mallorca zu fliegen, um seinem früheren Kontrahenten ins Gewissen zu reden.

Update vom Sonntag, 5. August, 14.17 Uhr: Jan Ullrich ist nach seiner Festnahme auf Mallorca wieder auf freiem Fuß. Dies bestätigte eine Sprecherin des Gerichts in der Inselhauptstadt Palma am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. „Jan Ullrich wurde gestern der zweiten Strafkammer des Gerichts in Palma vorgeführt“, sagte die Sprecherin. Nach der Aussage des 44-Jährigen habe die Richterin verfügt, dass er sich dem Schauspieler Til Schweiger nicht mehr nähern dürfe. „Daraufhin wurde Ullrich unter dieser Auflage auf freien Fuß gesetzt.“ 

Ullrichs Anwalt Wolfgang Hoppe aus Eschborn bei Frankfurt war am Sonntag für eine Anfrage zunächst nicht zu erreichen. Hoppe hatte der Deutschen Presse-Agentur am Samstag einen Zwischenfall bestätigt, aber zunächst keine Einzelheiten genannt.

Til Schweiger und Jan Ullrich: Das sagt die Polizei

Update vom Sonntag, 5. August 2018, 6.36 Uhr: Die spanische Polizei hat den Zwischenfall inzwischen bestätigt. Demnach wurde Jan Ullrich am Freitag wegen "gewaltsamen Eindringens und Bedrohungen" in Gewahrsam genommen. Am Samstag wurde der 44-jährige Ex-Radprofi von einem Richter befragt. Der verhängte ein Kontaktverbot und ließ Ullrich wieder frei. Kamerateams umlagerten ihn, als er am Samstag das Gerichtsgebäude in Palma verließ. Äußern wollte sich der Tour-Sieger von 1997 nicht.

Dafür verriet Schweiger gegenüber der Bild am Sonntag weitere Einzelheiten des Vorfalls. „Bevor die Polizei kam, hab ich zu ihm gesagt: Von jetzt an bist du nicht mehr mein Freund“, so Schweiger, der aber betont: „Jan ist ein wahnsinnig liebenswerter, großzügiger und grundehrlicher Mensch. Er wurde an den Pranger gestellt, obwohl jeder weiß, dass keiner die Tour de France fahren kann, ohne sich zu dopen. Darunter hat er sehr gelitten.“

Til Schweiger fordert Jan Ullrich zum Entzug auf

Til Schweiger und Jan Ullrich sind Nachbarn auf Mallorca - aber wohl nicht (mehr) freundschaftlich verbunden.

Die Nachbarschaft zu Ullrich und dessen Kindern sei anfangs ganz normal und freundschaftlich gewesen. „Mein Tor war immer offen. Seine Söhne sind oft hier gewesen, reizende Kinder. Seine Frau ist toll. Die Kinder haben mein riesiges Trampolin geliebt oder haben, als sie noch kein Sky hatten, mit uns Bundesliga-Spiele geguckt. Es war fast familiär“, erinnert sich Schweiger. Doch dann habe Ullrich laut der Angaben des Schauspielers und Regisseurs zu viel getrunken und Drogen genommen, sein Zustand habe sich rapide verschlechtert. Einwirkungsversuche von außen habe Ullrich ignoriert. „Seine Freunde und ich haben so oft auf ihn eingeredet. Du musst einen Entzug machen. Du verlierst dein ganzes Leben“, sagt Schweiger.

Til Schweiger ruft wegen Jan Ullrich die Polizei

Am Freitag sei die ganze Situation dann eskaliert. Schweiger beschreibt den Vorfall folgendermaßen: „Er kam übers Tor, was wir nicht gesehen haben, weil wir im Poolhäuschen ein Musikvideo angesehen haben. Er ging sofort mit einem Besenstiel auf einen Freund von mir los. Ich habe die Polizei gerufen. Die kam dann auch, hat ihn in Handschellen abgeführt.“

Laut BamS muss Ullrich nun mindestens 50 Meter Abstand zu Schweiger halten und darf ihn nicht mehr kontaktieren. Der Schauspieler gibt sich jedoch versöhnlich: „Ich bin der Erste, der ihm die Hand reicht, wenn er wieder sauber ist.“

Erstmeldung: Jan Ullrich festgenommen - Randale in Til Scheigers Garten?

München - Seit 2016 sind Til Schweiger und Jan Ullrich Nachbarn auf Mallorca. Der Ex-Radsport-Profi zog damals aus der Schweiz auf Deutschlands beliebteste Ferieninsel - direkt neben das Anwesen des bekannten Schauspielers. Doch Nachbarschaftsstreitigkeiten machen offenbar auch vor Prominenten nicht Halt. Wie die Bild berichtet, kam es am Freitag zu einem Handgemenge zwischen den (nun wohl ehemaligen) Freunden.

Til Schweiger bestätigt: „Zwischenfall mit Jan“

Schweiger, der sich nach dem Ende der Dreharbeiten für seinen neuen Film „Honey in the head“ mit Freunden auf seinem Anwesen auf Mallorca erholt, wird von der Bild folgendermaßen zitiert: „Ich kann bestätigen, dass es zu einem Zwischenfall mit meinem Nachbarn Jan gekommen ist. So habe ich mir meinen Urlaub nicht vorgestellt.”

Was ist passiert? Laut des Berichts soll Jan Ullrich am Freitag an den Zaun, der beide Grundstücke voneinander trennt, gekommen sein und laut eines Augenzeugen desorientiert und aggressiv gewirkt haben: „Er wollte unbedingt in den Garten von Til, obwohl er ihm schon vor Tagen den Zutritt verboten hatte, weil er sich so merkwürdig benommen hatte.”

Jan Ullrich offenbar von Polizei abgeführt

Entgegen Schweigers Willen soll Ullrich laut Bild über den Zaun geklettert sein. Daraufhin soll es ein Handgemenge zwischen Ullrich, Schweiger und dessen Gästen gegeben haben.

Offenbar ging es ziemlich zur Sache, laut Informationen der Bild soll Ullrich durch die herbeigerufene Polizei in Handschellen abgeführt und auf die Polizeiwache gebracht worden sein. Der frühere Radprofi wurde nun in Polizeigewahrsam genommen. Gegenüber dem Medium äußerte sich Ullrichs Anwalt Wolfgang Hoppe zurückhaltend zu dem Vorgang: „Wir werden versuchen, den Sachverhalt schnellstmöglich aufzuklären.“

Jan Ullrich: Trennung von Ehefrau

Im Juni hatte die Radsportlegende Ullrich die Trennung von seiner Frau nach 13 Ehejahren bestätigt. "Ich könnte die ganze Zeit weinen. Zum einen vor Trauer, zum anderen vor Glück", sagte Ullrich damals gegenüber der Bild am Sonntag. Zwar vermisse er seine Kinder, habe aber eine neue Freundin. Sie stammt aus Kuba, "aber kennengelernt haben wir uns hier auf Mallorca", sagte der Tour-de-France-Sieger von 1997.

Jan Ullrich wegen Alkohol-Fahrt zu Bewährungsstrafe verurteilt

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dh/SID/dpa/AFP

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Kommentare

Pendelhoden
(0)(0)

„Mir ist bewusst, dass es in letzter Zeit Missverständnisse um meine Person gegeben hat."
Missverständnisse wie Koks, Alkohol, gewürgte Nutte und geschlagenen Gastro?

M D
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Der ghert in a Gschlossene.

Toni T.Antwort
(1)(0)

Bin froh, dich wieder zu sehen ;)))