Julia Leischik zu Sat.1: "Ich bin dann mal weg!"

München - Julia Leischik beendet ihr Engagement bei RTL und wechselt zu Sat.1. Ihre Sendung "Vermisst" wird auch nach ihrem Abgang weiterhin auf RTL zu sehen sein.

Erst am Montagabend drückte sie mit ihren Vermisst-Fällen wieder ordentlich auf die Tränendrüsen von über fünf Millionen TV-Zuschauern. Jetzt steht fest: Die Niederbayerin Julia Leischik verlässt RTL noch in diesem Sommer und wechselt zu Sat.1 nach München. Ich bin dann mal weg, so der Tenor der 40-jährigen Moderatorin. Aber bedeutet ihr Weggang auch das Aus für die Erfolgsshow? Nein, das treue Vermisst-Publikum kann beruhigt sein: „Die Sendung wird auf jeden Fall fortgeführt“, bestätigte RTL-Sprecherin Beate Schmiedehausen der tz. Wer sich allerdings nach Julia Leischik auf die Suche nach Eltern, Geschwistern oder Kindern, die zum Teil jahrzehntelang verschollen waren, macht, wird RTL erst im Herbst bekannt geben. Leischik moderiert noch genau zwei Vermisst-Sendungen, am kommenden Montag und am 11. Juli – dann ist Schluss.

Die Fernsehjournalistin wird bei der Münchner Konkurrenz neue Formate im Dokutainment-Bereich entwickeln und moderieren. Julia Leischik: „Ich freue mich sehr auf meine künftigen Aufgaben bei Sat.1. Es wird eine spannende Herausforderung, neue Projekte und Formate vor und hinter der Kamera mitzugestalten. Ich bin mit Leib und Seele Fernsehmacherin und will den Zuschauern das wahre Leben in authentischen Geschichten erzählen.“

Auch „ihre Art ist authentisch“, sagt Pro7Sat.1-Geschäftsführer Andreas Bartl. Seiner Meinung nach der Grund, warum Julia Leischik beim Publikum sehr beliebt ist. Bartl: „Deshalb freut es mich umso mehr, dass wir Julia exklusiv für Sat.1 unter Vertrag nehmen konnten.“ Seit 2007 läuft die Dokusoap; zunächst strahlte RTL Vermisst am Sonntagvorabend aus, seit der dritten Staffel im vergangenen Jahr wurde das Format auf den Montagabend um 21.15 Uhr gelegt und holt auch aktuell in der vierten Staffel starke Quoten für RTL. Dazu präsentierte Leischik Anfang des Jahres bei den Kölnern auch ein Remake von Verzeih mir – auch dieses wird weiterhin fortgeführt.

Tina Layes

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