In Ost- und Westdeutschland

Deutsche TV-Größe tot: Er trug besonderen Haarschnitt als Markenzeichen

„Die drei Dialektiker“ Horst Köbbert (v.l.), Manfred Uhlig und Lutz Stückrath in ihrem Sketch „Nikoläuse“ (1985).
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„Die drei Dialektiker“ Horst Köbbert (v.l.), Manfred Uhlig und Lutz Stückrath in ihrem Sketch „Nikoläuse“ (1985).

Jahrelang trug er im DDR-Fernsehen zur Unterhaltung bei und begeisterte das Publikum auch nach der Wende. Jetzt ist Lutz Stückrath nach schwerer Krankheit verstorben.

  • Der Schauspieler und Kabarettist Lutz Stückrath ist nach einer schweren Erkrankung verstorben.
  • Bekannt wurde er vor allem durch die DDR-Fernsehshow „Ein Kessel Buntes“, mit Manfred Uhlig und Horst Köbbert.
  • Der gebürtige Berliner Stückrath wurde 82 Jahre alt.

Berlin - Bekannt als Mitglied des kabarettistischen Trio „Die drei Dialektiker“ trat der Berliner Lutz Stückrath insgesamt vier Jahre lang in der Samstagsabendshow „Ein Kessel Buntes“ im DDR-Fernsehen auf. Zusammen mit dem Sachsen Manfred Uhlig, der im vergangenen Jahr verstorben ist und dem Mecklenburger Horst Köbbert († 86) moderierte das Trio die Sendung und führte Sketche auf, die mitunter auch den sozialistischen Alltag kritisierten.

Schauspieler und Kabarettist gestorben - der dritte „Dialektiker“ litt an schwerer Krankheit

Wie bild.de am Sonntagabend (25. Oktober) meldet, ist der Kabarettist Lutz Stückrath im Alter von 82 Jahren gestorben. Dies bestätige eine Freundin der Familie, Schauspielerin Andrea Brix (83), gegenüber der Zeitung. „Lutz ist bereits am Donnerstag in seiner Wohnung verstorben. Er hatte Krebs“, wird Brix zitiert.

Stückraths „Dialektiker“-Kollege Horst Köbbert ist bereits 2014 im Alter von 86 gestorben. Auch er war als Unterhaltungskünstler bekannt. Krankheitsbedingt zog er sich ab 2003 aus dem Showgeschäft zurück. Schauspieler und Moderator Manfred Uhlig ist im Juli des vergangenen Jahres im Alter von 91 Jahren verstorben. Den beiden DDR-Größen folgt nun Lutz Stückrath.

Schauspieler und Kabarettist gestorben - im DDR-Fernsehen und nach der Wende war er weit bekannt

Nach der Wende trat Stückrath, dessen Markenzeichen sein Borsten-Haarschnitt war, in zahlreichen Serien auf. So unter anderem in Folgen der TV-Serie „Küstenwache“, „Der Landarzt“ und „Polizeiruf 110“. Insgesamt spielte er in über 300 Rollen auf der Bühne oder vor der Kamera, wie es auf der Homepage seines Managements lutz-stueckrath.de heißt. „Meine Programme sind eine runde Sache, ich hoffe, ich ecke an“, wird der Kabarettist dort zitiert.

Nachdem Lutz Stückrath von seiner schweren Krankheit erfahren hatte, habe er laut bild.de seinen Wohnsitz im Berliner Villenviertel Hessenwinkel verkauft und ist zusammen mit seiner Frau Ute in eine behindertengerechte Wohnung umgezogen.

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