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„Kann froh sein, nicht im Gefängnis zu sitzen“: Prinz Andrew macht US-Anwälte wütend

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Von: Annemarie Göbbel

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Prinz Andrew plant offenbar, den Deal, den er mit seiner Anklägerin Virginia Giuffre geschlossen hat, zu kippen. US-Anwälte reagierten ungläubig. Sie geben Andrews Ansinnen nicht die geringste Chance.

Windsor – Offenbar hat ihn sein Erbteil von Queen Elizabeth II. (96, † 2022) zu neuen Taten aufgestachelt. War es zuletzt sehr still um Prinz Andrew (62) geworden, arbeitete er scheinbar hinter verschlossenen Türen an der Aufhebung seines Deals. Der jüngere Bruder von König Charles III. (74) hat Berichten zufolge versucht, mit seinen Anwälten den Vergleich zu kippen, mit dem er sich den Anschuldigungen und der drohenden Klage Virgina Giuffres (39) entledigte.

US-Anwälte geben Prinz Andrew keine Chance, den Vergleich rückgängig zu machen

Es war von einer hohen Summe die Rede, damit Giuffre von ihrer Missbrauchsklage in drei Fällen in Jugendjahren durch den Herzog von York absah. US-Anwälte können nicht fassen, dass das in Ungnade gefallene britische Blaublut diesen Schritt gewagt hat. Lisa Bloom (61) vertritt laut Mirror mehrere Opfer des Finanziers Jeffrey Epstein (66, † 2019) sowie eine Frau, die behauptet, sie habe Andrew im Londoner Nachtclub Tramp im Jahr 2001 mit damals noch Virigina Roberts (verheiratete Giuffre) gesehen. Andrew könne es „vergessen“, meinte sie.

Prinz Andrew will die Karten neu mischen. Sein Versuch den Deal mit Virginia Giuffre zu kippen, ruft indess wütende US-Anwälte auf den Plan. Sie äußern einstimmig absolutes Unverständnis für Andrews Schritt (Fotomontage).
Prinz Andrew will die Karten neu mischen Sein Versuch. den Deal mit Virginia Giuffre zu kippen, ruft indess wütende US-Anwälte auf den Plan. Sie äußern einstimmig absolutes Unverständnis für Andrews Schritt (Fotomontage). © Emily Micho/dpa & Joe Giddens/Imago

Bloom macht ihrem Ärger Luft: „Prinz Andrew hat seinen Namen unter den Vergleich gesetzt. Und jetzt will er aussteigen? Vergessen Sie es. Das wird nicht passieren“. Giuffre wäre davon schmerzhaft betroffen, feuerte sie weiter und forderte öffentlich von Andrew: „Lassen Sie sie in Ruhe. Halten Sie sich an Ihre Abmachung. Stehen Sie Ihren Mann.“ Spencer Kuvin (53), ebenfalls Anwalt, der sich für Epsteins Opfer einsetzt, sagte: „Seine Chancen, eine ausgehandelte und vereinbarte Einigung zu kippen, sind ungefähr so wahrscheinlich wie die, dass Epstein wieder ins Leben zurückkehrt“. Er solle einfach dankbar sein, dass er nicht im Gefängnis sitze, schloss er.

Prinz Andrews tiefer Fall

Andrews königliche und militärische Karriere endete in Ungnade, nachdem er gezwungen war, in einem außergerichtlichen Vergleich Millionen von Pfund an seine Anklägerin Virginia Giuffre zu zahlen. Sie behauptete, er habe sie im Jahr 2001, als sie 17 Jahre alt war, dreimal sexuell missbraucht, nachdem sie von dem pädophilen Finanzier Jeffrey Epstein verschleppt worden war. Andrew hatte stets alle Anschuldigungen von sich gewiesen.

In einem Interview mit der BBC wollte Prinz Andrew Klarheit schaffen, doch es drohte zum Fiasko für das britische Königshaus zu werden: Prinz Andrew wartete mit kuriosen Aussagen auf, die mehr zur Verwirrung beitrugen und ihn zu belasten schienen, als das beabsichtigte Gegenteil.

Der Fall wurde im März abgewiesen, nachdem Andrew eine ungenannte Summe an Frau Giuffre gezahlt, aber keine Haftung übernommen hatte.

Der Skandal schadete jedoch seinem Ruf, sodass ihm später seine militärischen Titel aberkannt wurden und er aufgefordert wurde, die Anrede HRH nicht zu verwenden.

Gerüchte besagen, Andrew sei im Vorfeld des Platinjubiläums der Queen zu dem Vergleich gedrängt worden, da die negative Publicity alles zu überschatten drohte.

Wie hoch sind die Aussichten Prinz Andrews, den Vergleich tatsächlich zu kippen?

Der Vergleich ist zwar kein Schuldeingeständnis, dennoch war mit der Queen die letzte schützende Hand über ihm verschwunden. Bruder Charles hatte unmissverständlich klargemacht, dass es keine Chance auf eine Rückkehr als Senior-Royal und die Aberkennung seiner royalen Titel gäbe. Auch unter Prinz William (40) sähe das nicht anders aus. Um die Vereinbarung rückgängig zu machen, müssten die Anwälte beweisen, dass ein Irrtum, ein Unfall, ein Betrug oder eine Nötigung stattgefunden hat.

Zuletzt hatte die Epstein-Freundin Ghislaine Maxwell (61) aus dem Gefängnis in Tallahassee ein Interview gegeben. Darin wies die Kupplerin die Behauptungen gegen ihren „lieben Freund“ Prinz Andrew zurück und behauptet, ein Bild aus dem Jahr 2001, das Andrew mit Giuffre in ihrem Londoner Haus zeigt, sei gefälscht. Verwendete Quellen: mirror.co.uk, dailymail.co.uk

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