Die Ritters aus Köthen

„Stern TV“: Oberhaupt von Skandal-Familie gestorben - Sie wurde jahrelang durch Dokumentationen begleitet

Karin Ritter vor der Obdachlosenunterkunft in Köthen.
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Karin Ritter ist tot.

Über 25 Jahre lang begleitete „Stern TV“ mit der Kamera das Leben von Karin Ritter. Nun ist das Oberhaupt der Skandal-Familie aus Köthen gestorben.

  • Seit über 25 Jahren begleitet „Stern TV“ die Skandal-Familie Ritter aus Köthen bereits.
  • Immer in den Dokumentationen mit dabei: Familienoberhaupt Karin Ritter.
  • Nun ist Karin Ritter mit 66 Jahren gestorben.

Köthen - Über 25 Jahre lang verfolgten Kameras regelmäßig ihre Wutausbrüche und Ausfälligkeiten. Nun ist Karin Ritter gestorben. Wie RTL berichtet, verstarb sie am Samstag im Alter von 66 Jahren. Berühmt wurden Karin Ritter und ihre Familie durch regelmäßige Dokus von „Stern TV“ über ihr Skandal-Leben.

Karin Ritter ist tot: Ihre Familie produzierte Skandale am Fließband - die Kamera begleitete sie

Schon seit 1994 begleitet „Stern TV“ die Familie aus Köthen in Sachsen-Anhalt. Karin Ritter und ihre Kinder sorgten in der Vergangenheit regelmäßig für Schlagzeilen - allerdings nie der positiven Art. Ihre drei Söhne Andy, Norman und Christopher zeigten sich offen rechtsradikal, einer zeigte bereits als Neunjähriger nach Aufforderung den Hitlergruß. Außerdem hatten alle bereits Ärger wegen Diebstahls oder Körperverletzung. Wenn sie nicht gerade im Gefängnis sitzen, leben sie auf Kosten des Sozialstaates. Auch der jahrelange Abstieg in die Alkohol- und Drogensucht einiger Familienmitglieder wurde von der RTL-Sendung dokumentiert.

In ihrer Heimat Köthen ist die Familie verschmäht. Arbeitslos, kriminell, drogenabhängig und regelmäßiges Hetzen gegen Ausländer - das stößt bei den weiteren Einwohnern der Stadt auf große Abneigung. Häufig pöbelte Karin Ritter auch auf offener Straße Passanten an, wurde zudem selber von Anwohnern regelmäßig verbal attackiert.

Karin Ritter mit 66 Jahren gestorben: Schon lange klagte sie über gesundheitliche Probleme

Hilfsangebote der Stadt soll die Familie laut Köthens Bürgermeister immer wieder ausgeschlagen haben. Erst 2019 flog Karin Ritter - begleitet von TV-Kameras - aus ihrer Wohnung, musste widerwillig in ein Obdachlosenheim ziehen. Zu dieser Zeit erschien auch die bisher letzte „Stern TV“-Dokumentation über Karin Ritter und ihre Angehörigen. Seitdem war es ruhiger um die von Skandalen geprägte Familie geworden.

Dass Karin Ritter keinen gesunden Lebensstil pflegte, war in den Dokumentationen unschwer zu erkennen. Ständiges Thema in den Beiträgen über die Ritters war daher auch Karins Gesundheitszustand. Die schwere Kettenraucherin klagte vor der Kamera regelmäßig darüber, dass es ihr nicht gut gehe. Unter anderem habe sie an einer Bronchitis gelitten. Zwischenzeitlich gab es auch Gerüchte über eine mögliche Lungenkrebs-Erkrankung. Die Mutter von insgesamt sechs Kindern soll sich allerdings konsequent geweigert haben, einen Arzt aufzusuchen. Nun ist sie mit 66 Jahren verstorben. Über die genaue Todesursache wurden zunächst keine Angaben gemacht.

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