Berlin‘63

Karl Dall blickte vor seinem Tod zurück: Das erlebte der Entertainer 1963 in Berlin

Karl Dall
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Karl Dall hat viel erlebt

Die dritte Staffel der ZDF-Erfolgsserie „Ku’damm“ ist gestartet. 60er Jahre in Berlin – Karl Dall war dabei und erinnerte sich vor seinem Tod an das Erlebte.

Berlin – Nach den zwei ersten Staffeln „Ku’damm 56“ und „Ku’damm 59“ der erfolgreichen ZDF-Serie gab es nun gestern (21. März) Nachschub. In „Ku’damm 63“ dreht sich alles um die 60er Jahre in Berlin samt Mauer, dem legendären Zitat von US-Präsident John F. Kennedy (†46) und die Stellung der Frau in dieser Zeit. Im Anschluss an die erste Folge strahlte ZDF eine Dokumentation zu dem Film aus und zeigte Prominente und Historiker im Interview, die sich in dieser Zeit in Berlin aufhielten. Unter ihnen der im November plötzlich verstorbene Karl Dall (†79), der sich an seine Zeit im Jahre 63 erinnerte. Der Komiker sei 1963 nach Berlin gezogen und habe es in vollen Zügen genossen – ein Grund dafür seien die Kneipen gewesen, die rund um die Uhr aufhatten und ein Gefühl der Freiheit vermittelten. Für nur 2,70 D-Mark konnte man sich mit Freunden die Dröhnung geben, erklärte der einstige Schauspieler. Zu Ehren seines 80. Geburtstag wurden bisher unveröffentlichte Szenen der Telenovela „Rote Rosen“ (ZDF) ausgestrahlt, in der Dall eine Gastrolle einnahm.

An den Besuch von John F. Kennedy erinnerte Dall sich ganz genau – er war einer der tausend Menschen, die Kennedy bei seiner legendären Rede live zusahen. Sein Platz war allerdings ungünstig, erklärte der Entertainer in der ZDF-Doku, denn vor ihm wurden die ganzen Ohnmächtigen weggetragen. Dennoch war Karl Dall John F. Kennedy sehr dicht, erinnerte er sich stolz. 
Der Besuch des US-Präsidenten hatte die Berliner allemal mit Stolz gefüllt, denn die Tour durch Berlin galt als „Manifest des Aufbruchs und der Lebensfreude“, ein „Triumphzug der freien Welt“ heißt es in der Dokumentation. „Unsere amerikanischen Freunde“, wie Dall sie bezeichnete, vermittelten mit dem in Berlin stationierten Militär eine Sicherheit für die Berliner. 
„Ich bin ein Berliner“ brachte die Zuschauer zum Ausflippen, erinnerte sich der mit 79 Jahren verstorbene Karl Dall. Als John F. Kennedy mit Willy Brandt und Konrad Adenauer die Tour in den Limousinen durch Berlin fortsetzten, konnte der Komiker sich gut an die Bilder des amerikanischen Regens erinnern. Die Berliner haben ihre Zeitungen zerschnitten und die Schnipsel über die Straßen fliegen lassen. 

Die Folgen zwei und drei der dritten Staffel der Erfolgsserie sind heute (22. März) und Mittwoch (24. März) im ZDF zu sehen. 

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