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Katharina Thalbach: Männerrollen zu spielen völlig normal

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Katharina Thalbach
Die Schauspielerin Katharina Thalbach als Privatdetektiv Hercule Poirot steht bei einer Fotoprobe zu „Mord im Orientexpress“ auf der Bühne im Schillertheater. © Jörg Carstensen/dpa

Schon früh schlüpfte die Schauspielerin gern in Männerrollen - und findet das ganz selbstverständlich. Sie sei damit zwar eine Vorreiterin gewesen - aber längst nicht die erste.

Berlin - Schauspielerin Katharina Thalbach (68) mag es, auch mal Männerrollen zu spielen. „Ich habe das schon gemacht, als es hier das Wort „Gender“ noch gar nicht gab“, sagte Thalbach der „B.Z.“ (Donnerstagausgabe). „Für mich ist das völlig normal.“ Unwissentlich sei sie hier eine Vorreiterin gewesen, sagte Thalbach. „Aber nein“, wurde sie weiter zitiert, schon Sarah Bernhardt habe das in der Belle Époque gemacht.

Gab es mal Gegenwind? „Komischerweise nie. Ich werde das öfter gefragt, auch, weil ich schon Regie führte, als es noch nicht so viele Frauen machten. Aber Kritik an mir gab es nur bezüglich der Qualität. Ich wurde natürlich schon ab und zu verrissen, aber auch in den Verrissen gerecht behandelt.“

Die Berliner Komödie am Kurfürstendamm zeigt seit einem Jahr eine Inszenierung von „Mord im Orientexpress“. Thalbach führte Regie und spielt auch den Detektiv Hercule Poirot. Sie hätte sich übrigens auch einen anderen Beruf vorstellen können. „Ich wollte in jungen Jahren gern Ägyptologie studieren, aber irgendeine unsichtbare Macht führte uns immer auf die Bühne zurück. Ein Theatergespenst.“ dpa

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