Friseure sind sauer

Fan-Ärger über RTL-Sendung mit Katja Burkard: „nicht mehr alle Latten am Zaun!“ - jetzt äußert sie sich

Katja Burkard entschuldigt sich bei ihren Fans.
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Katja Burkard entschuldigt sich bei ihren Fans.

Katja Burkard schneidet in ihrer RTL-Sendung „Punkt 12“ einem Kollegen live die Haare. Ihre Freude verfliegt schnell: Friseure sind erbost über die Aktion. Jetzt schickt sie eine Videobotschaft.

  • Katja Burkard kennt man als Moderatorin des RTL-Mittagsmagazins „Punkt 12“.
  • In einer Live-Sendung schnitt sie ihrem Kollegen unter Aufsicht eines Friseurs die Haare.
  • Die Friseur:innen unter ihren Fans sind erbost: „mehr Wertschätzung, bitte“. Jetzt bezieht Katja Burkard Stellung.

Köln - Das ging aber ganz schön nach hinten los. Freudig kündigte Moderatorin Katja Burkard (55) auf Instagram an, eine spontane Idee in der nächsten Live-Sendung des RTL-Formats „Punkt 12umzusetzen. Sie will unter professioneller Aufsicht ihrem Kollegen Jens einen Haarschnitt verpassen. „Das muss doch mal geschnitten werden. Dann habe ich gesagt: ‚Das könnte ja ich machen, ich kann ja alles quasi‘“, erzählt die Moderatorin im Video. Durch die Corona-Maßnahmen sind die Friseurstudios derzeit geschlossen. Viele Menschen können ihren Job nicht ausüben und bangen um ihre Anstellung. Bei allen anderen dagegen herrscht Frust - über formlose Haarschnitte oder Frisuren, die dringend eine Korrektur benötigen.

Katja Burkard (Punkt 12/RTL): Viel Vorfreude, die mehr als schlecht ankommt

„Das wird ganz, ganz toll“, kündigt Katja Burkard die Aktion mit viel Vorfreude an. Einige der Follower:innen finden es zwar eine coole Aktion, die Friseur:innen unter den Fans allerdings eher weniger. Sie erbost die Aktion. In den Kommentaren ist zu lesen: „Die Friseusen sitzen zu Hause und bangen um ihre Jobs und ihr macht euch einen Spaß daraus. Ihr habt doch nicht mehr alle Latten am Zaun!“ Auf erste entschuldigende Worte der Moderatorin als Antwort auf diese Aussage entbrennt die Diskussion unter dem Post dann aber erst richtig.

Katja Burkard (Punkt 12/RTL) macht Fans Ärger: „Würden auch gerne mit negativem Test arbeiten“

Eine andere Friseuse schreibt: „Es geht nicht darum, dass wir Angst haben, dass uns die Kundschaft abhanden kommt. Es geht einfach darum, (...) dass Friseurinhaber um ihre Existenz bangen, weil die Hilfen einfach nicht da ankommen, wo sie gebraucht werden. Das wird mit keiner Silbe erwähnt. Ein bisschen mehr Wertschätzung, bitte.“ Eine andere Userin stimmt zu: „Es war wirklich nicht okay und mir als Friseurin, die momentan mit 700 Euro überleben muss, hat das richtig weh getan. Wir würden auch gerne mit einem negativen Test wieder arbeiten.

Katja Burkard (Punkt 12/RTL): Entschuldigung per Videobotschaft

Nun äußerte sich Katja Burkard zur Situation per Videobotschaft. „Es tut mir leid, dass einige unsere Aktion von heute in Punkt 12 komplett in den falschen Hals bekommen haben. SORRY. Aber: wir haben alle Drei einen frischen, negativen Test und wir wollten uns zu keinem Zeitpunkt über Friseure und ihr Lockdown-Elend lustig machen. Im Gegenteil: wir sind auf diese Idee gekommen, weil ganz Deutschland dringend zum Friseur will.“

Katja Burkard (Punkt 12/RTL): „dämlich angestellt“

Sie fügt hinzu: „Ihr habt vielleicht gesehen, wie dämlich ich mich beim Haare schneiden angestellt habe... Schon das hat doch gezeigt, dass man sich nicht mal eben selbst die Haare schneiden kann.“ Sich lustig zu machen war „null unsere Absicht und wenn das so rübergekommen ist, tut mir das aufrichtig leid, das müsst ihr mir wirklich glauben. Ich mache mich über keinen Menschen lustig, der Sorgen und Ängste und Nöte hat.“

Katja Burkard (Punkt 12/RTL): Video gelöscht, Wogen geglättet

Den Video-Ausschnitt der Aktion hat rtl.de inzwischen von der Seite genommen. Dafür hat beispielsweise das Friseur-Magazin FMFM das Video von Katja Burkard auf Facebook geteilt - und sorgt mit der Bildunterschrift wieder für etwas geglättete Wogen. „Herzlichen Dank, Katja Burkard! Dieses Statement zeugt von Größe!“, ist darunter zu lesen. (jh)

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